Shadowgrounds Survivor im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Aus der Iso-Perspektive ballern wir uns den Weg durch Alienmassen und müssen versuchen, die nervigen Invasoren zu vertreiben.

Was macht eigentlich einen Ego-Shooter aus? Die Ich-Perspektive? Oder der Shooter-Anteil eines Spieles? Wie könnte man Shadowgrounds Survivor nur einteilen? Ist es ein Action-Adventure? Nein, zu wenig Adventure, zu viel Action... Ist es ein First-Person Shooter? Nein, denn man sieht die Handlung nicht aus der Ego-Perspektive. Na dann muss es sich ja um ein Third-Person Shooter handeln! Naja. Auch nicht wahr. Denn die Fortsetzung des bekannten Titels Shadowgrounds ist viel mehr ein Iso-Shooter! Für euch haben wir getestet, wie sich Survivor spielt und wo die Unterschiede zum Vorgänger liegen.

Shadowgrounds Survivor Shadowgrounds Survivor Die Erde bekommt Besuch. Besuch von Wesen, die weit gereist sind, um uns zu treffen... Leider sind diese, vermutlich aufgrund der langen und beschwerlichen Reise, gar nicht gut auf uns zu sprechen und wollen uns komplett auslöschen. Doch die Alienbrut hat nicht mit unseren drei Protagonisten gerechnet, dem Marine Luke, dem Schädlingsbekämpfer Bruno und der hübschen Sniper-Amazone Isabel. Die drei ballern sich ihren Weg durch die Welt, schließen sich zusammen und kämpfen mit dem verbleibenden Rest der Menschen, die die erste Angriffswelle überlebt haben, gegen die Meute von außerirdischen Gegnern.

Shadowgrounds Survivor Shadowgrounds Survivor Szenenwechsel: Ballernd rennen wir mit Luke, dem letzten verbleibenden Marine einer Spezial-Einheit, durch die Trümmer einer Stadt. Im leicht ausgelutschten, post-apokalyptischen Setting gehen wir hinaus in die Welt oder was davon übrig blieb, und wollen die fürchterlichen Monster wieder verjagen. Bald schon stellen wir auch fest, dass wir nicht allein sind und es auch andere Überlebende gibt. Durch einen Funkspruch lassen wir uns leiten und versuchen fortan mit dem Absender dieser Nachricht zusammenzutreffen. Auf dem Weg dorthin schließt sich die Fernschützin Isabel an, die wir mit einem Gleiter einsammeln, später kommt noch der grobe Schädlingsbekämpfer mit seinem Flammenwerfer hinzu. Abwechselnd gehen wir nun mit einem der drei Charaktere durch verschiedene Missionen, teilweise sind wir auch zu dritt unterwegs. Sollte man einmal sterben wird man bis zu fünf mal an großzügig auf der Map verteilten Spawnpunkten wiederbelebt.

Shadowgrounds Survivor Shadowgrounds Survivor Der auffälligste Unterschied zu anderen Action-Titeln ist die gewöhnungsbedürftige Vogel-Perspektive. Was man von früher her kannte, so beispielsweise den ersten Teilen der SWAT-Reihe, ist in den letzten Jahren so gut wie ausgestorben. Und das nicht ohne Grund. Die Iso-Perspektive ist großteils störend, oft sieht man nicht was sich hinter Ecken verbirgt oder wann neue Gegner aus welcher Richtung angerannt kommen. Die Grafik ist zwar einigermaßen akzeptabel, an Effekten spart das Spiel auch nicht, die Perspektive reißt diese positiven Punkte jedoch wieder raus. Denn die vielen unterschiedlichen Gegner erkennt man kaum. Bei einigen der Feinde kann man nicht mal so recht erkennen, ob sie nun auf zwei oder vier Beinen gehen, was sehr oft verwirrt und manchmal auch ein vorzeitiges Ableben herbeiführt, da plötzlich Feinde schießen können, die man für völlig harmlos hält. Positiv ist, dass trotz der leicht angestaubten Optik an sehr vielen Stellen ein phänomenales Feeling aufgebaut werden kann. Man denkt sich richtig rein in die Story, die vielen Schockmomente lassen einen richtig mitfiebern. Ebenso wie Doom 3 es schafft, einen mit packender Atmosphäre zu fesseln, so schafft es Shadowgrounds, eine düstere Stimmung aufzubauen, die man anfangs nicht erwartet. So fesselt das Spiel und lässt einen, trotz des wirklich innovationslosen Storyverlaufs, immer wieder bangen und mitzittern.

Shadowgrounds Survivor Shadowgrounds Survivor Die Missionen verlaufen meist nach einem ähnlichen Prinzip. Wir gehen los um einen bestimmten Auftrag auszuführen, auf dem Weg dorthin treffen wir einen Haufen Monster, töten alles und jeden was uns entgegen kommt. Am Ziel angekommen funktioniert etwas nicht so wie wir möchten, wir müssen daher meist ein kleines Rätsel lösen und ballern uns dann zurück zu einem Abhol-Punkt. Doch damit enden die meisten Missionen nicht. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen gibt es am Ende eines Levels meist sogenannte Survival-Missionen, die wir im Menü auch extra auswählen und im Mehrspieler spielen können (dazu nachher mehr). Hier werden alle Zugänge mit Laserschranken für uns unpassierbar gemacht, die fiesen Aliens kommen jedoch problemlos durch. Wir müssen einfach nur noch drauflosschießen und bis zum Ende des Gegner-Ansturms überleben. Sollten wir zwischendrin sterben werden wir bis zu vier mal wiederbelebt, der Ansturm wird jedoch nicht unterbrochen, es ist daher manchmal schwer, nach einem Spawn wieder schnell genug ins Spielgeschehen zu finden.

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Iso-Rollenspiel-Action-Shooter?

Shadowgrounds Survivor Shadowgrounds Survivor Neben den reichlich verteilten Action-Elementen versorgt uns Shadowgrounds Survivor auch noch mit einem ausgeklügelten und gut integriertem Rollenspielsystem. Mit jedem getöteten Monster steigt man im Level auf, lernt Waffenupdates wie etwa einen "Doppelschuss" oder "Magazinerweiterung", und vergibt Charakterpunkte um Spezialfähigkeiten zu lenen. So stehen dem Spieler bis zu 16 Skills zur Verfügung, die man nach eigenem Gutdünken ausbilden kann. Zwölf verschiedene Waffentypen bietet uns das Spiel, die allesamt erweiterbar sind. Pro Charakter stehen uns drei Wummen und eine Granate zur Verfügung. Austauschen kann man seine Waffen nicht, daher sollte man behutsam mit der Munition umgehen. Falls einmal die Kugeln ausgehen braucht man aber nicht verzweifeln, es liegt mehr als genug davon auf dem Boden rum und wartet förmlich darauf, von uns eingesammelt zu werden.

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