Gelungene Rätselkost für Krimifreunde rund um den Serienmörder Jack the Ripper.
Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper
Natürlich verfügen wir auch in Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper über ein Inventar, dieses hält sich aber angenehm im Hintergrund und wird nur auf Befehl von uns eingeblendet. Da es praktisch nie zu der Situation kommt, dass wir Gegenstände in unserem Inventar miteinander kombinieren müssen, können wir einen einzigen Gegenstand aktivieren, welcher uns fortan im HUD eingeblendet und bei Bedarf eingesetzt werden kann, beispielweise um ihn jemandem zu geben.
Um die Übersicht zu bewahren aber auch um uns die Laufwege zu verkürzen, können wir auf der Umgebungskarte alle schon einmal besuchten Orte direkt anspringen, lediglich neue Örtlichkeiten wollen erst einmal von uns gefunden werden, bevor wir sie auf der Karte eingezeichnet finden. Allerdings ist die Spielwelt nicht groß genug um sich verlaufen zu können, im Gegenteil, wenn man will kann man auch alle Orte in angenehm kurzer Zeit "zu Fuß" erreichen.
Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper
Die deutschen Synchronsprecher leisten ganze Arbeit und sorgen dafür, dass man kaum eine Gesprächssequenz überspringt. Trotzdem ist dies natürlich möglich und auch sinnvoll, besonders wenn man die Untertitel aktiviert hat und schon weiß was die Charaktere gleich sagen werden. Für den cinematischen Eindruck aber können wir die Untertitel auch abschalten. Wem die gelungene deutsche Sprachausgabe trotzdem nicht gefällt und die englische bevorzugt, muss nur seine Konsole entsprechend umstellen, auf dem Datenträger befindet sich auch die englische Tonspur. Einzig etwas lästig ist, dass unsere Charaktere, wenn sie sprechen, nicht mehr bewegt werden können. Das macht ja Sinn, wenn wir beispielsweise MIT jemandem sprechen, sich währenddessen zu entfernen wäre natürlich unsinnig, aber wenn Watson an diversen Stellen im Spiel mit sich selbst spricht, oder Sherlock, oft mit dem Sinn uns das weitere Vorgehen zu erklären, ist es nicht ganz einzusehen weswegen wir regelrecht festgenagelt werden bis das letzte Wort fiel.
Im Großen und Ganzen hinterlässt der Titel einen recht guten Eindruck, auch wenn einem zum Ende hin die düstere Atmosphäre schon etwas aufs Gemüt schlägt, kalte Leichen sind ebenso wenig zur Erbauung geeignet wie die abgestürzten Gestalten in den ebenso dunkle Gassen von London. Doch die Rätsel selbst sind es, die einen bis zuletzt bei der Stange halten, sowie die große Frage natürlich, wer Jack the Ripper wirklich war, der bekanntlich niemals gefasst wurde.