Andreas Peter´s Fazit:Pongatari, dem einzig wahren Spielegott, und Creative Assembly seid dank: Total War: Shogun 2 ist ein toll präsentiertes und dabei ordentlich komplexes Strategiespiel, dass dem Käufer für lange Zeit Unterhaltung bietet. Die KI verhält sich relativ klug, erweist sich aber als ausbaufähig. Aber wer die wahre Herausforderung liebt, tobt sich sowieso früher oder später gegen menschliche Kontrahenten im prima funktionierenden Multiplayermodus aus. Störend sind die wirklich elendig langen Wartezeiten zwischen den Spielszenen, die entsprechend dem ostasiatischen Setting jede Menge Übung in buddhistischer Geduld voraussetzen. Für Spieler, die sich gerne in komplexe Materie einarbeiten, um von einer Vielzahl strategischer Möglichkeiten belohnt zu werden, ist Shogun 2 eine ausgezeichnete Investition.Ricky Fertig´s Fazit:Als Creative Assembly im Jahre 2000, seinerzeit durchaus die Blütezeit der Strategie-Spiele, ihr erstes Shogun: Total War auf den Markt brachte, ahnte niemand, dass dieser Titel eine riesige Fangemeinde bekommen würde. Wir schreiben nun das Jahr 2011 und Creative Assembly haben es geschafft, mit ihrem zweiten Teil die Qualitätsstandards noch einmal ordentlich anzuheben. Sicherlich nicht nur zur Freude der treuen Anhänger der Total War Reihe, sondern wohl auch für alle, die sich gern mit ausgefeilten, spielerisch-strategischen Elementen befassen. Murphys Law oder der gewollte Schritt weg vom möglichen Perfektionismus? Diese Frage darf man sich stellen, angesichts der komplexen Software, bei der sich hier und da doch noch einige Fehler eingeschlichen haben und auch die KI, insbesondere bei den zahlreichen Echtzeitkämpfen, einen schlechten Tag hat. Überdies sind die Seeschlachten nicht gerade das Glanzstück des Spiels. Zusammenfassend sind die auffällig gewordenen Macken eher als Kleinigkeiten zu verzeichnen, ja unterm Strich sogar vernachlässigbar – ergo also doch Murphys Law. Hervorzuheben gilt dafür eher, dass es keine groben technischen Schwierigkeiten während den Test-Sessions zu verzeichnen gab; Sprich das Spiel lief ohne jedwede Abstürze. Einen gewaltigen Schritt nach vorne hat auch die Grafik geschafft. Allerdings setzt dies – für den einen oder anderen dann leider, einen entsprechenden PC voraus. Auf einem übergroßen Taschenrechner, umgangssprachlich auch Laptop genannt, wird man die gebotene Grafikpracht, die sich auch bei Nahaufnahmen von ihrer besten Seite zeigt, nicht zufrieden gestellt werden. Wer 100prozentigen Augen-Genuss serviert bekommen möchte, sollte mindestens einen flotten Vier-Kerner sowie eine aktuelle Grafikkarte sein eigen nennen. Aber nicht nur die Optik an sich verlangt nach Ressourcen, sondern die umfangreichen Berechnungen, die das Spielgeschehens und die riesigen Truppenverbände erst so richtig zum Leben erwecken, fressen wahrlich Rechner-Leistung; Da muss der Prozessor schon einiges leisten können. Falls nicht, trübt sich nicht nur das Geschehen ein und läuft auf Sparflamme, auch sehr lange Ladezeiten werden dann unumgänglich und ein angesetzter Spielzug dauert einfach ewig.Abgesehen von der technischen Komponente, die für herrliches Strategie spielen vorhanden sein sollte, wer sollte ein Auge riskieren? Fortgeschrittene und Anfänger gleichermaßen, wobei Einsteiger und/oder Spieler der eher leichte Casual-Kost a la Command & Conquer sich warm anziehen sollten. Der Schwierigkeitsgrad hat es verdammt in sich und dürfte trotz umfangreichen Tutorials selbst bei Cracks des Genres für einiges Kopfzerbrechen sorgen. Wer sich allerdings als Veteran sieht, sich vor nichts fürchtet, der darf sich gerne im neuen „legendär“ Schwierigkeitsgrad versuchen, in dem einige Spiel erleichternde Funktionen abgeschaltet werden. Summa Summarum: Shogun 2: Total War erweist sich als eins der derzeit beste Strategiespiel und stellt ein Fest für Genre-Fans dar - lange Beschäftigung bzw. Spielzeit inklusive.