Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific im Gamezone-Test

Test BigJim

Auch der vierte Teil der U-Boot Simulation kann Fans des Genres wieder einmal begeistern.

Wege zum Ruhm

Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Sieht man es unter dem Aspekt der Langzeitmotivation, dann ist die Kampagne ("Karriere-Modus") ohne Zweifel der motivierendste Teil von Silent Hunter 4. Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaftsdienstgrade gewinnen bei Bewährung an Erfahrung, wodurch unsere Besatzung langfristig immer kampfkräftiger wird. Konkret drückt sich dies in Beförderungen, Orden und gestiegene Qualifikationen (Spezialistenfähigkeiten) aus. Das Ansehen eines U-Boot-Kommandanten hängt von der Anzahl der vernichteten Schiffe und Flugzeuge, der geretteten abgeschossenen Piloten und dem Erreichen der Missionsziele ab. Eine Feindfahrt gilt dabei allerdings nur dann als auftragsgemäß ausgeführt, wenn bestimmte Mindestziele erfüllt und der nächstliegende Heimathafen erreicht wurden. Umgekehrt kann man als U-Boot-Chef natürlich auch an Ansehen verlieren. Das ist dann der Fall, wenn wir - was schon vorgekommen sein soll - verbündete oder neutrale Schiffe oder Flugzeuge zerstören, zu hohe Verluste an Besatzungsmitgliedern oder zu große Schäden an unserem Schiff zu verantworten haben. Spätestens dann gibt's Druck von der Führung und wir laufen Gefahr, unseres Kommandos enthoben zu werden, um die restliche Dienstzeit mit irgendeiner langweiligen Schreibtischverwendung verbringen zu müssen.

Das Crew-Management bei Silent Hunter 4 wurde gegenüber dem zwei Jahre alten Vorgänger weitgehend automatisiert. So teilt der Computer die Besatzungsmitglieder jetzt selbst je nach körperlicher Verfassung (müde, ausgeruht usw.) in Schichten ein, was dem Spieler viel Personalmanagement erspart, aber gleichzeitig dazu führt, dass man als Kommandant nur noch wenig Einflussmöglichkeiten auf seine Leute hat und seinen Gestaltungsspielraum in der Hinsicht deutlich eingeengt sieht.

Technische Aspekte

Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Optisch hat Silent Hunter 4 nochmal einen ganzen Zahn zugelegt. Traumhafte Sonnenuntergänge, ein detailliertes Schadensmodell und kristallblaues Meereswasser zeugen vom hohen Grafikstandard des Titels. Die Hardwareanforderungen sind entsprechend: 3 GHz sollte der Rechner schon unter der Haube haben, viel Arbeitsspeicher (mindestens 1 GB, besser 2 GB) und eine leistungsstarke Grafikkarte können ebenfalls nicht schaden. Nahezu alle Befehle lassen sich alternativ auch per Taste bzw. Tastenkombination eingeben. In der Praxis genügt jedoch die Maus. Das geht auch schneller. Und Schnelligkeit ist später während der sehr hektischen Gefechtssituationen in bestimmten Situation sehr wichtig. Kameraperspektiven wie die der Ereignis- oder Torpedokamera sind auch diesmal mit dabei, so dass der Spieler auch in abgetauchtem Zustand verfolgen kann, was sich oberhalb der Wasserlinie tut, welchen Weg sein abgefeuerter Torpedo nimmt und welche Trefferwirkung dieser erzielt. Übrigens reißen die Torpedos nach Aufprall und Detonation neuerdings sichtbare Löcher in die Bordwände der Schiffe, was es dem U-Boot-Kommandanten ermöglicht, quasi in die Innenräume seiner Zielobjekte hineinschauen zu können. Auch soundtechnisch spielt das neue Silent Hunter in der Oberliga mit. Ob Gefechtslärm, Musik oder Unterwassergeräusche - alles wirkt authentisch wie aus einem Guß. Die Synchronisation ist englischsprachig, mit deutschem Untertitel.

Meinung

Wertung zu Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific (PC)

Wertung:

8.3 /10
Pro & Contra
sehr gute Grafiksolider Soundabwechselungsreiche Missionendetailgetreue Schiffsmodellespannend-realistische U-Boot-Atmosphärelange Spielzeit
hohe Hardwareanforderungenunzureichendes Tutorialdiverse Bugs
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