Solatorobo im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Red, der Caninu-Jäger, macht sich auf den Weg in das Abenteuer seines Lebens. Was er wohl alles erleben mag?

Solatorobo Solatorobo Immerhin kann man aber die Fähigkeiten seines Roboters ein wenig aufpeppen. Werte wie Angriff und Abwehr lassen sich verbessern, indem man das Upgrade für eine gewisse Anzahl Ringe (die Währung in der Sheperd-Republik) kauft. Nun muss sich dieses Upgrade (z.B. Angriff + 3) aber erst noch auf die dafür vorgesehene Fläche anpassen lassen. Anfangs hat man auf dieser Fläche lediglich fünf offene Felder. Es kann nun sein, dass eine Verbesserung zwei Felder in Anspruch nimmt oder noch mehr. Dabei gilt es darauf zu achten, dass nicht nur die benötigte Anzahl an Feldern frei ist, sondern dass auch die Anordnung stimmt. So muss man in Tetrismanier ein wenig tüfteln und aufpassen, dass man nicht mehr Verbesserungen kauft, als man überhaupt einfügen kann. Mit der Zeit lassen sich aber auch viele Items sammeln, die für immer mehr Platz und damit auch einen immer stärkeren Roboter sorgen. Auch hier ist das Prinzip sehr simpel, doch es funktioniert gut und motiviert.

Ein breites Angebot an Quests

Solatorobo Solatorobo Damit man aber überhaupt erst an Ringe gelangt, mit denen man sich schließlich Upgrades leisten kann, müssen diese natürlich irgendwie verdient werden. Das geschieht über Quests. In jeder Stadt gibt es eine Anlaufstelle für Jobangebote, die man teils annehmen muss, damit die Story voran getrieben wird und teils annehmen kann, um mehr Ringe und Erfahrungspunkte zu ergattern. Die Aufgaben sind dabei sehr vielseitig. Red betätigt sich beispielsweise als Flugblattverteiler, als Lagerarbeiter, als Vorbild für faule Lehrlinge, als Foto- und Musiksammler, als Kammerjäger und vieles mehr. Manchmal müssen also Dinge gesucht und gefunden werden, ein anderes Mal bekämpft man Gegner oder löst kleinere Rätsel. Durch die große Bandbreite wird einem nicht so schnell langweilig und man bekommt so einiges geboten. Das Schöne dabei ist außerdem, dass die Entwickler wirklich mitgedacht haben. Wenn man eine Quest erfüllt hat, dann wird sie meist auch genau in diesem Moment "abgebrochen" und man erhält die Belohnung, ohne dass man wieder sinnlos ganz zum Anfang laufen muss oder gar zurück zur "Jobzentrale". Das funktioniert alles sehr ökonomisch, ohne unnötig die Nerven zu strapazieren.

Willkommene Auflockerung oder nerviger Unterbruch? - die Flugeinlagen

Solatorobo Solatorobo Nach einer gewissen Spielzeit kommt Red irgendwann in die Situation, dass er einen Flugwettbewerb bestreiten muss. Dabei fliegt man in einem eingezeichneten Kurs seine Runden und versucht möglichst vor den anderen Fliegen ins Ziel zu gelangen. Ähnlich wie bei Mario Kart gibt es kleine Power-Ups. Sobald man durch eines hindurch geflogen ist, erhält man beispielsweise eine Rakete, die man auf seine Kontrahenten feuern kann. Es gibt aber auch kleine Goodies, die man auf seine Verfolger ablassen kann. Das ist nicht neu und auch nicht besonders einfallsreich. Bei uns konnte diese Sequenz daher leider nicht für sonderlich viel Begeisterung sorgen. Auch die Steuerung empfanden wir währenddessen als eher träge und nicht besonders ausgereift. Wer sich voll und ganz darauf einlässt und Spaß daran findet, der wird sich bestimmt daran gewöhnen und der wird diese kleinen Flugeinlagen vielleicht auch hin und wieder mit Freunden bestreiten. Wir waren davon aber nicht so wirklich angetan. Zum Glück wurde diesem Punkt aber nicht sehr viel Beachtung geschenkt, sodass nicht jeder zweite Auftrag in solch ein Rennen mündete, sondern man wirklich kaum einmal durch die Lüfte gleiten muss. Wer daran Gefallen gefunden hat, darf im Hauptmenü aber nach Herzenslust ein Wettrennen starten und so viel fliegen wie er möchte. Auch gerne mit ein paar Freunden gemeinsam.

Farbenfroher Japano-RPG-Stil

Solatorobo Solatorobo In technischer Hinsicht ist "Solatorobo" ein durchweg solider und gelungener Titel. Die ganzen Locations und Charaktere sind absolut liebevoll gestaltet und wachsen einem schon nach kurzer Zeit total ans Herz. Besonders in den Zwischensequenzen merkt man, dass hier nicht einfach so eine 0815-Story mit irgendwelchen austauschbaren Figuren heruntergeleiert wird, sondern dass man echtes Herzblut in die Entwicklung gesteckt hat. In farbenfrohem Anime-Look fiebert man mit Red und seinen Gefährten mit und ist stets gespannt, wie die Geschichte wohl weitergehen mag.

Die atmosphärischen Melodien und Gesänge tragen ihren Teil dazu bei und sind äußerst typisch für ein Japano-RPG. Den einen wird es freuen, den anderen wird es nerven. Wer sich aber auf solch ein Spiel einlässt, der sollte sich auch bestens mit der Musik anfreunden können.

Solatorobo Solatorobo Womit man sich hingegen nur nach ein wenig Widerspruch anfreunden kann ist die Steuerung. Diese funktioniert zwar ohne jegliche Probleme und vollkommen einwandfrei. Red lässt sich mittels Steuerkreuz bestens lenken und auch die (beschränkten) Moves lassen sich einfach durchführen. Das Problem bei der Sache ist allerdings, dass man den Touchscreen nicht wirklich nutzt und ihn in keinster Weise in die Spielmechanik eingebunden hat. Es werden lediglich das Steuerkreuz und die Buttons benötigt. Das ist sehr schade, denn hier hat man ein wenig Potenzial verschenkt.

Meinung

Wertung zu Solatorobo (NDS)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Kampfsystem könnte komplexer seinnur ein Speicherplatzkeine Nutzung von Touchscreen / Mikrosehr einfach und viel Hilfe / TippsFlugeinlagen sind eher zäh und öde
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