Mit einem Affenzahn prallt SEGA’s Maskottchen gegen die Trägheit und verliert alsbald jeglichen Ansatz eines Spielspaßes.
Der Spaß hat somit ein jähes Ende gefunden
Sonic Unleashed
Als Sonic the Werehog durchstreift man die Gebiete quasi nochmals, aber aus anderer Perspektive und mit anderen Möglichkeiten. Dieser schwerfällige Koloss trabt in bester Action-Adventure Manier durch die Landschaft und kommt kaum vom Fleck. Erstaunlich, dass sein Doppelsprung doch recht beachtlich ausfällt. Auf den Spuren von Lara Croft, klettert der Gute dann an Vorsprüngen entlang, darf ein paar Schalter umlegen und muss das Ende des Levels mittels Akrobatik erreichen. Nur leider spielt sich dieser Part so was von träge, dass einem dabei die Augen fast schon zufallen. Man hat nicht nur mit einer oftmals ungünstigen Kameraperspektive zu kämpfen, auch die Steuerung könnte deutlich intuitiver ausfallen. Denn ohne Weiteres hängt sich das Monster nicht an den Vorsprung, da muss man schon gut getimte Tastenkombis verwenden. Zudem nerven immer wieder Feinde, welche mit einer äußerst simpler Hau-Drauf-Action über den Jordan geschickt werden. Dies geschieht durch simples Buttonsmashing der wenigen Angriffstasten, wobei es aber durchaus dank Quick Time Events einige Feinheiten im Kampfsystem gibt. Wie auch die Xbox 360 Variante bietet auch die PS3 Version die Möglichkeit, die Fähigkeiten durch Eigenarbeit weiter zu entwickeln. Dadurch erlernt der Werehog neue Angriffsmuster, während der richtige Sonic etwas flotter und flinker durch die Labyrinthe saust. Viel mehr gibt es aber dann nicht zu entdecken, da sich die Abschnitte bis auf die Bossfights doch arg ähneln.
Loben wollen wir an dieser Stelle aber noch die Synchronsprecher, denn die englische Sprachausgabe ist wirklich gelungen und haucht den Charakteren Leben ein. Vor allem der putzige Chip, aber auch Sonic gefallen. Wer die Lust verspürt, darf sogar ins japanische reinlauschen - sozusagen für Fans. Ansonsten wird ein typischer Soundtrack mit elektronischen Klängen geboten, welche die rasante Hatz gut unterstützen und den öden Werehog Part zumindest untermauern.
