Trotz der Änderungen am Kampfsystem ist Soul Calibur seinen Wurzeln treu geblieben und begeistert wie eh und jeh.
Soulcalibur 5
In Soul Calibur IV konnten wir die Charaktere im Kampf regelrecht ausziehen, indem wir ihnen die Rüstungsteile und Kleidungsstücke vom Leib schlugen. Das geht nun nur noch in begrenztem Ausmaß. Zugegeben, es sah ja auch etwas lächerlich aus, wenn man plötzlich jemandem in Unterwäsche gegenüberstand. Zwar ist es immer noch möglich diverse Rüstungsteile zu entfernen, bis auf die Unterwäsche ausziehen aber kann man die Kämpfer nun nicht mehr. Davon gibt es in Soul Calibur V nun ganze 27 Stück, wovon 12 neu sind, inklusive Ezio. Wie gewohnt sind Anfangs nur gut die Hälfte davon verfügbar, die restlichen muss man sich erst freischalten. Ebenfalls wie gewohnt, gibt es sie jeweils in drei Bekleidungsvarianten.
Soulcalibur 5
Selbstverständlich können wir uns auch wieder eigene Kämpfer erstellen, wobei wir entweder einen vorgegebenen modifizieren oder selbst einen von Grund auf aufbauen. Allerdings gibt sich der Editor dazu nicht besonders umfangreich, wahrscheinlich wird hier auf zusätzlichen Content geschielt, weswegen am Ende doch immer recht gleich aussehende Charaktere herauskommen. Zudem, aber das war in Soul Calibur ja schon immer so, müssen wir unseren selbst erstellten Charakter mit einem der vorhandenen Kampfstile ausrüsten, können also keinen wirklich neuen Charakter erschaffen. Von denen aber dürfen wir bis zu 50 verschiedene speichern, was absolut ausreichend ist. Und damit die im Auswahlmenü auch schön präsentiert werden, können wir ein Foto schießen, den Hintergrund dazu wählen und sogar noch Verzierungen hinzufügen.
Quelle: Namco Bandai
Soulcalibur 5
Grafisch hat Soul Calibur V im direkten Vergleich mit dem Vorgänger nochmal deutlich zugelegt. Besonders die 27 Arenen sehen so gut aus wie noch nie und manche davon taugt um uns kräftig staunen zu lassen. Doch auch die Fighter sind herrlich anzusehen und toll animiert, selbstverständlich durchgehend in 60 Frames per Second. Einzig etwas herum mäkeln könnte man an den Haaren, besonders die längeren sehen aus als wären sie aus langen Kettenstücken zusammengesetzt, sowie an manchen Röcken, die sich nicht immer natürlich verhalten. Da kann es schon mal passieren, dass die Waffen der Kämpferinnen den eigenen Rock durchdringen oder dieser beim Sturz sich seltsam verhält und dem Himmel entgegenstrebt, so als wäre er von steifen Drähten durchzogen.
Die Spielvarianten
Quelle: Namco Bandai
Soulcalibur 5
Statt des Schicksalsturm gibt es nun wieder einen richtigen Story-Mode, der allerdings nur streng linear abgearbeitet werden kann und dafür auch nicht besonders umfangreich ausfiel. Wenn man dran bleibt kann man die komplette Geschichte um Patroklos Alexander locker in zwei bis höchstens drei Stunden durchspielen, je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad. Dafür wird aber auch ganz schön viel Geschichte erzählt und wir erfahren viel über die berühmten Schwerter, ihre Herkunft und aktuelle Geschichte, nun 17 Jahre nach den Ereignissen in Soul Calibur IV. Allerdings ist die Story mitunter ganz schön naiv und nicht frei von Klischees. Aber mal unter uns, wer hätte schon ernsthaft etwas anderes erwartet? Wirklich schade ist eigentlich nur, dass der Großteil der Geschichte anhand recht langweiliger Zeichnungen erzählt wird, nur ab und zu haben die Entwickler richtige Videosequenzen eingestreut. Die aber können dann auch wirklich überzeugen und sind toll gemacht.
