Können die Massenschlachten der Total War-Serie auch in Form eines Konsolen-Prügelspiels restlos überzeugen?
Auch die Antike war musikalisch - aber es fehlt was
Spartan: Total Warrior
Ein wenig gewöhnungsbedürftig dürfte zwangsläufig die musikalische Begleitung des Spartaners sein. Beinahe schon eine Zusammenführung aus alt und neu, denn immerhin sind die Klänge recht rockig ausgefallen. Nichts desto weniger hat man es sich nicht nehmen lassen, ein paar altertümliche Laute mit einfließen zu lassen. So hat man ein recht gesundes Gemisch geschaffen, das die Spielszenen recht gut zu unterstützen vermag. Wobei nicht alle Geschehnisse gleichbeleibend musikalisch untermalt werden. Man könnte fast sagen, die Musik passt sich den Vorkommnissen so ein klein wenig an. Wird es spannend oder steht etwas unmittelbar Schwerwiegendes bevor, nimmt die Intensität der Musik zu, wird treibend und sorgt so unter Umständen dafür, dass euer Adrenalinspiegel zusätzlich hoch geschubst wird. An anderer Stelle wieder verkrümelt sich die Musik total in den Hintergrund und vermag so genau die Spannung nach oben zu jagen. Kein Zweifel möglich, aber hier haben die Macher wohl dosiert und genau gewusst, was sie getan haben.
Spartan: Total Warrior
Was man so weit auch von der Soundkulisse an sich behaupten kann. Die deutsche Anpassung kann und darf sich sehen lassen und wartet mit keinerlei wirklich negativen Aspekten auf. Zwar wirken die Sprecher mal wieder ein wenig eingeschlafen, aber das sollte man ihnen nicht zwingend vorwerfen. Immerhin schaffen sie es das wett zu machen, da die Stimmen sehr gut zu den Charakteren gewählt sind. Und wer nicht zuhören mag, der liest einfach mit - denn Texte, Befehlsangaben und dergleichen sind nur akustisch wahrzunehmen, sondern können auch einfach am Bildschirmrand mitverfolgt werden. Am Rande sei noch bemerkt: Wer der englischen Sprache mächtig ist kann auch den Originalton eingestellt lassen. Auch hier lässt sich alles mitlesen und die Stimmakteure sind gut zu verstehen. Ebenfalls gebären sie sich sehr authentisch und mit viel Leidenschaft. Aber egal wie man sich entscheidet - dem Flair und der Stimmung schadet es keineswegs. Denn am Ende ist es viel Kampfgeschrei, nur wenig verbaler Austausch, klirrende Klingen und knackige Explosionsgeräusche, die euch begleiten werden - und die klingen auf Deutsch als auch auf Englisch ganz sicher sehr gleich.
Damit wären die Antike und der Kampf gegen die Römer so weit ausgetragen und wer jetzt denkt, da fehlt was, der denkt genau richtig! Denn es ja gut und schön ein recht umfangreiches, wenn auch geradliniges Spiel auf den Markt zu werfen. Aber warum muss dann ein Entwickler immer am falschen Ende sparen? Nicht nur, dass man den guten Spartaner nicht einmal im Koop-Modus spielen kann, nein: Man hat sich einen Mehrspielermodus gleich ganz gespart! Wie bitte? Ja, Multiplayer ist absolut nicht angesagt in der Antike - wobei sich doch genau dieses Thema geradezu aufdrängt mit mehreren Leuten gespielt zu werden. Wie herrlich wäre es doch gewesen, mit einem Freund den Römern die Hölle heiß zu machen oder in der Arena nicht nur einen Bot herauszufordern sondern seinen besten Kumpel? Aber leider Fehlanzeige. Was im Übrigen auch für einen möglichen Online-Modus gilt, der ebenfalls viel Spiel im wahrsten Sinn des Wortes geboten hätte, wäre er vorhanden.