Spider-Man: Dimensions im Gamezone-Test

Test Goreminister

Der Sprung durch die vier Spiderman-Universen macht Spaß und spricht vor allem Serienfreunde an.

Wenn man sich die Historie der bislang veröffentlichten Spider-Man Spiele ansieht dann wird man feststellen, dass diese beinahe so weit zurückreicht wie der erste Auftritt des Wandkrabblers selbst. 1962 erschien der erste Comic und "nur" 16 Jahre später folgte 1978 bereits ein erstes Text-Adventure mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft. Über 30 Jahre später sind aus den schlichten Text-Adventures umfangreiche Spiele geworden in denen man Spidey durch dreidimensionale Umgebungen bewegt und alle Fähigkeiten des Comiccharakters selber ausleben kann. Das neueste Spiel hört auf den Namen Spider-Man: Shattered Dimensions und führt zum ersten Mal in der Geschichte der Serie gleich vier verschiedene Spider-Man Universen zusammen. Ob sich der Ausflug in die "Amazing", "Noir", "2099" und "Ultimate"-Dimensionen lohnt, erfahrt ihr von Spider-Man Kenner Olaf Langner.

Im Dimensionsnetz der Spinnen

Spider-Man: Dimensions Spider-Man: Dimensions Im Hinblick auf die Geschichte des Spiels wird dem Spieler lediglich ein roter Faden geboten, an dem er sich entlang hangeln kann. Wieder einmal taucht Bösewicht Mysterio auf und plant eine magische Steinplatte aus der Empire State University zu entwenden, doch erneut hat er die Rechnung ohne Spider-Man gemacht. Dieser taucht urplötzlich auf und möchte Mysterio an seinem Raubzug hindern, doch dummerweise sorgt Spidey für ungewolltes Chaos in dem er die Steinplatte "des Chaos und der Ordnung" während des Kampfes mit dem Schurken zerdeppert. Nun ist guter Rat teuer, denn mit dieser Aktion hat er dafür gesorgt, dass die verschiedenen Dimensionen des Universums aus dem Gleichgewicht geraten. Von dieser "Erschütterung der Macht" verständigt taucht Madame Web auf und gibt Spider-Man den Auftrag, die einzelnen Fragmente einzusammeln, um schlimmeres zu verhindern. Das Dumme an der Sache ist allerdings, dass diese nun über vier Dimensionen verstreut wurden, weswegen der Spieler abwechselnd in verschiedene Spidey-Versionen schlüpfen und die Bruchstücke in den einzelnen Dimensionen suchen muss. Dabei trifft Spider-Man auf eine Menge alter Feinde und schlägt sich nicht nur durch alternative Realitäten, sondern auch verschiedene Zeiten.

Spider-Man: Dimensions Spider-Man: Dimensions Unter anderem schreitet man im "Noir"-Universum mit einer 30er Jahre Version des Wandkrabblers umher, während die "2099"-Dimension eine mögliche Zukunft der Spinne zeigt. Dazwischen befindet sich die gegenwärtige "Amazing Spider-Man"-Dimension, sowie die "Ultimate"-Welt in der wir Spidey in seinem schwarzen Symbionten-Kostüm zu Gesicht bekommen. Anfangs noch verwirrt von den ständigen Dimensionssprüngen, gewöhnt sich unser Held jedoch ziemlich schnell an die anstehenden Wechsel und begibt sich mit einer Menge Mut und flotten Sprüchen an die schwierige Aufgabe. Wird die Platte nicht wieder zusammen gesetzt, droht nämlich nicht anderes als - ja richtig - der Untergang aller Dimensionen.

Schwingen - Kloppen - Endgegner

Spider-Man: Dimensions Spider-Man: Dimensions Gameplay-technisch orientiert sich Spider-Man: Shattered Dimensions an typischen Hack n 'Slay Spielen, ohne großartige Freiräume in den einzelnen Levels. Ziemlich linear hüpft, prügelt und schwingt man sich durch die insgesamt 13 Level und muss am Ende natürlich einen obligatorischen Endgegner zur Strecke bringen, um ihm einen Teil der Steintafel zu entreißen. Dabei unterscheidet sich der Spielablauf in den einzelnen Dimensionen nicht großartig voneinander und lediglich die "Noir"-Level bieten mit ihrem Ausflug in das Stealth-Action Genre ein wenig Abwechslung. Hier gilt es den offenen Kampf mit den Gegnern zu meiden, um nicht im Kugelhagel durchsiebt zu werden. Anstelle dessen schleicht man sich ähnlich wie in Batman: Arkham Asylum über Stahlträger und höher gelegene Ebenen, um die Feinde mit einem Netzangriff auszuschalten. Weitere Abwechslung bringen die "Free Fall"-Events in der "2099"-Dimension, sowie unterschiedliche Jump 'n Run Aktionen, bei denen man u.a. Feinden ausweichen muss, während Spidey von Großwildjäger Kraven unter Beschuss genommen wird oder Electro seine Blitzwesen auf einen hetzt. Die Bosskämpfe verdienen hier ohnehin einen Bonuspunkt, da man die einzelnen Schurken zum einen in ihrer "natürlichen Umgebung" und zum anderen auf sehr abwechslungsreich gestaltete Art und Weise aus dem Weg räumen muss.

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