Friendslop: Ein kontroverses Genre? Spiele wie Peak werden durch den Begriff abgewertet, findet Investor
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Koop-Hits wie Peak oder andere Social-Games werden plötzlich unter dem abwertenden Schlagwort "Friendslop" zusammengefasst. Ein Investor hält diese Einordnung für gefährlich, weil sie den Wert dieser Spieleform verzerrt, sowohl für Studios als auch für euch als Spieler.
Auf Steam entstehen gerade immer mehr kleine, günstige Multiplayer-Spiele, die ihr mit Freunden spielen könnt, statt sie alleine durchzugrinden. Dazu gehören chaotische Koop-Abenteuer, kreative Sandbox-Experimente oder einfache Party-Games. Diese Titel treffen immer wieder den einen Nerv. Doch für diese Welle hat sich ein problematischer Name etabliert: "Friendslop". Genau gegen diesen Begriff richtet sich jetzt deutliche Kritik. Der Spiele-Investor Binni Erllingsson fordert offen, den Ausdruck fallen zu lassen, bevor er sich endgültig durchsetzt. Der Name verzerrt für ihn das, was diese Spiele wirklich leisten.
Warum "Friendslop" mehr beleidigt als beschreibt
Erllingsson stört sich vor allem an dem Wort "slop". Für ihn bedeutet es etwas Billiges, Schlampiges und Minderwertiges. Genau das trifft auf viele dieser Spiele nicht zu. Hinter ihnen stehen oft kleine Teams, die bewusst auf kreative Ideen, soziale Dynamik und Zugänglichkeit setzen.
Erllingsson lebt in Schweden und kennt mehrere der Studios persönlich, die dieses Segment gerade prägen. Seiner Meinung nach sind sie das genaue Gegenteil von "sloppy". Der Begriff wertet ihre Arbeit ab und sendet gleichzeitig eine unterschwellige Botschaft an die Spieler. Es ist so, als würden sie etwas Zweitrangiges spielen. Gerade Spiele wie Peak, die durch Koop-Momente, Humor und gemeinsame Erlebnisse leben, würden durch dieses Label kleiner gemacht, als sie sind.
Diese Spiele treffen genau den Zeitgeist
Erllingsson sieht den Erfolg dieser Titel nicht als Zufall. Durch seine frühere Arbeit bei Minecraft und Toca Boca weiß er, wie stark sich die Spielgewohnheiten von Gen Z und Gen Alpha verändern. Diese Generationen wachsen mit Roblox, Minecraft und Social-Games auf. Das sind Spiele, die weniger auf Wettbewerb und mehr auf gemeinsame Kreativität und Spaß setzen. Für viele junge Spieler ist Gaming kein Solo-Hobby mehr, sondern ein sozialer Raum. Man spielt zusammen, redet, lacht und probiert Dinge aus. Genau hier setzen die neuen Koop-Hits an, und das zu Preisen, die oft niedriger sind als ein Kinobesuch oder ein Abend im Restaurant.
Auch international sieht Erllingsson denselben Trend, etwa in China, wo Koop-Spiele für Freundesgruppen und Paare boomen. Diese Art von Spielen wird die Branche in seinen Augen in den nächsten zehn Jahren prägen. Deshalb will er auch den Begriff "Friendslop" loswerden. Sie sollen nicht mit einem abwertenden Label abgespeist werden. Vertretet ihr auch seine Meinung? Oder denkt ihr völlig anders?
Quelle: dexerto
