GTA in Tokio? Rockstar war einem Japan-Ableger offenbar viel näher

News David Fabricius
GTA in Tokio? Rockstar war einem Japan-Ableger offenbar viel näher
Quelle: Rockstar Games

Fast hätte Grand Theft Auto die USA verlassen und wäre in einer der größten Metropolen der Welt gelandet. Ein Ex-Rockstar-Entwickler verriet, wie real diese Idee wirklich war.

GTA und Amerika gehören untrennbar zusammen. Liberty City, Vice City und Los Santos sind längst digitale Spiegelbilder realer US-Metropolen. Seit dem kurzen Abstecher nach London im Jahr 1999 hat Rockstar die Reihe nie wieder außerhalb Nordamerikas angesiedelt. Doch genau das hätte sich beinahe geändert. Ein ehemaliger Rockstar-Entwickler bestätigte, dass ein GTA in Tokio nicht nur eine lose Fantasie war, sondern kurz davor stand, Realität zu werden. Auch abseits von GTA zeigt sich, wie lange manche Ideen in der Industrie im Raum stehen können: Half-Life 3 soll real sein.

Rockstar plante GTA: Tokyo mit einem Studio vor Ort

Obbe Vermeij, ehemaliger Technical Director bei Rockstar North, arbeitete an Klassikern wie GTA 3, Vice City und San Andreas. Im Gespräch mit GamesHub erklärte er, dass Rockstar tatsächlich ernsthaft an internationalen GTA-Ablegern gearbeitet habe. Ein Schauplatz in Tokio war hierbei nicht abwegig. "Wir hatten Ideen für GTA in Rio, Moskau und Istanbul. Tokio wäre tatsächlich beinahe passiert", so Vermeij. "Ein anderes Studio in Japan sollte unser Code-Gerüst nehmen und GTA: Tokyo entwickeln."

Es ging nicht um ein loses Brainstorming, sondern um ein konkretes Outsourcing-Projekt. Ein japanisches Team sollte auf Basis von Rockstars Technik ein vollständiges GTA-Spiel mitten in einer der komplexesten Städte der Welt erschaffen. Am Ende wurde das Projekt jedoch verworfen. Gründe nennt Vermeij nicht, doch die Herausforderungen liegen auf der Hand: Kultur, Sprache, Straßensysteme und Gameplay-Anpassungen hätten ein enormes Risiko bedeutet, vor allem in einer Zeit, in der GTA noch nicht die heutige Milliardenmarke erreicht hatte.

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Warum Rockstar heute nicht mehr von den USA weggeht

Seit GTA 5 ist die Marke in eine völlig andere Größenordnung gewachsen. Laut Vermeij ist genau das der Grund, warum ein exotisches Setting heute kaum noch eine Chance hätte. "Wenn Milliarden von Dollar auf dem Spiel stehen, ist es viel einfacher, das zu machen, was man kennt", erklärt er. Die USA seien das Zentrum der westlichen Popkultur. Selbst Spieler, die nie dort waren, hätten sofort ein Bild im Kopf.

Ein GTA in Bogotá, Tokio oder Toronto? Für Rockstar wäre das heute ein unnötiges Risiko. Selbst Ideen wie Drogenschmuggel in Kolumbien, die Vermeij persönlich spannend findet, würden kaum den gigantischen Mehraufwand rechtfertigen. So bleibt GTA wohl für immer amerikanisch und GTA: Tokyo ein faszinierendes "Was wäre wenn", das fast Realität geworden wäre. Hättet ihr euch auf das Setting gefreut?

Quelle: insider-gaming

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