Minecraft-Server plötzlich illegal? Gerichtsverfahren entfacht Debatte um Spielerrechte
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Während der Anhörung der Mitglieder von Stop Killing Games vor dem kalifornischen Gericht lässt eine Aussage die Gaming-Community hellhörig werden: Minecraft-Community-Server sind illegal?!
Im Kampf für die Rechte von Gamern musste die Verbraucherrechtsbewegung Stop Killing Games dieses Jahr einige Rückschläge wegstecken. Stop Killing Games setzt sich dafür ein, dass Publisher die zentralen Server des Games nicht einfach abschalten dürfen und für Spieler eine Möglichkeit geboten wird, ihr erworbenes Spiel weiterspielen zu können.
Zuletzt scheiterte der "Protect Our Games Act" in einem fortgeschrittenen Verfahren vor dem kalifornischen Senat, die Beteiligten von Stop Killing Games zeigen sich jedoch weiter kämpferisch. Womit die Verantwortlichen von Stop Killing Games nicht gerechnet hatten, war, dass bei dem Gerichtsverfahren überraschend ein neues Fass aufgemacht wurde, das eines der am meisten gespielten Games der Welt betrifft.
Lobbyisten meinen: Private Minecraft-Server sind illegal
Die Niederlage vor dem kalifornischen Gericht ist ein Rückschlag für Gamer auf der ganzen Welt. Was die Gaming-Community aber wirklich hellhörig machte, war die Aussage von Jennifer Gibbons, Vizepräsidentin der Entertainment Software Association (ESA).
Während der Anhörung sagte die Vizepräsidentin für den US-Branchenverband der Videospielindustrie, dass private Minecraft-Server illegal seien. "Diese Privatserver stehen in keinerlei Verbindung zu Microsoft und haben in der Vergangenheit eine Menge Kritik dafür bekommen, nicht dieselben Sicherheitsstandards wie offizielle Server zu haben", so Jennifer Gibbons.
Die Aussagen der Lobbyistin, Minecraft-Privatserver kämen Piraterie gleich, stießen auf Unverständnis. Immerhin können Spieler auf der offiziellen Minecraft-Webseite die Tools herunterladen, die für einen Community-Server benötigt werden.
In einem Statement gegenüber PC Gamer ergänzt die ESA, dass Privatserver die Rechte am geistigen Eigentum des Spieleherstellers verletzen. "Die Hersteller behalten sich das Recht vor, ihre Rechte gegen diese Server geltend zu machen", so die ESA.
Diese Rechtslage ist eindeutig. Genau an dieser Rechtslage will die Stop-Killing-Games-Initiative rütteln. Die Hoffnung von Stop Killing Games ist, Spielehersteller wie Microsoft dazu zu verpflichten, Tools für die Einrichtung von Community-Servern weiterhin bereitzustellen, auch nachdem ein Onlinespiel eingestellt wurde.
Quelle | gamesradar
