Der pelzige Weltraumheld Fox McCloud ist wieder da. Diesmal leider in einem ziemlich durchwachsenen Abenteuer.
Optisch überraschend gut
Star Fox Assault
Als wir vor zwei Jahren auf der E3 2003 die ersten Bilder von Star Fox Assault präsentiert bekamen, waren wir schlichtweg entsetzt. Kein vernünftiger PR-Verantwortlicher würde solch klägliche Bilder, die nicht viel mehr als SNES-Qualität zu bieten hatten, der Öffentlichkeit vorstellen. Umso angenehmer sind wir nun vom Endprodukt überrascht, denn die Horrorvision eines Star Fox in Pixelgrafik samt schlechter Auflösung ist glücklicherweise nicht Realität geworden. Star Fox Assault sieht sogar sehr gut aus und beeindruckt mit knallbunter aber anspruchsvoller Grafik, welche zu Boden und in der Luft absolut überzeugen kann. Zwar mussten die beiden Füchse im Team auf ihren sehr realistisch wirkenden Pelz aus "Star Fox Adventures" verzichten, aber dafür hat man sich bei der restlichen Grafik ins Zeug gelegt und ganz besonders während der Endgegner-Kämpfe kräftig auf die Polygon-Tube gedrückt. Lediglich in Sachen Animation muss sich das Spiel weitere Kritik gefallen lassen, denn die Bewegung eures Helden während der Bodenmissionen besteht aus extrem wenigen Animationsphasen, wirkt äußerst steril und fast schon lachhaft. Wenigstens kommen die Charaktere während der Zwischensequenzen ganz gut zur Geltung, trotzdem hätte man auch im Spiel etwas mehr Liebe zum Detail investieren können. Akustisch gibt sich Star Fox Assault durchwachsen. Die Hintergrundmusik ist nicht viel mehr als N64-Gedudel, geht aber aufgrund vieler bekannter Melodien immer noch sehr gut ins Ohr und kann deshalb auch trotz ihres einfachen Aufbaus überzeugen. Schlimmer hat es da schon die Sprachausgabe erwischt: Alle Dialoge wurden im englischen Original belassen, dafür aber deutsch untertitelt. Das wäre an sich nicht schlimm, nur hören sich die rekrutierten Sprecher derart gelangweilt und unmotiviert an, als hätten sie zu viel Zeit mit den enthaltenen Bodenmissionen verbracht. Leider geht dadurch auch sehr viel der ohnehin recht dünnen Atmosphäre verloren.
