Star Raiders im Gamezone-Test

Test Goreminister

Star Raiders bietet uns schnörkellose Balleraction die schon bald mangels Abwechslung zu langweilen beginnt.

Und schon wieder ein Produkt aus der Recycling-Abteilung von Atari. Dieses Mal geht es um den Klassiker Star Raiders aus dem Jahre 1979, welcher nun noch einmal als Downloadspiel aufbereitet wurde. Seinerzeit konnte das Spiel auf dem Atari 800 durch seine Cockpit-Sicht begeistern und beeinflusste nachfolgende Spielegenerationen, bzw. Weltraum-Shooter wie Wing Commander und/oder die X-Wing Serie. Die Neuauflage macht jedoch eine Kehrtwende, greift Ideen aus den beiden genannten Spielserien auf und vermischt diese mit einem Touch von japanischer Mecha-Kultur. Klingt nicht schlecht und ob das Ganze die 800 fälligen Microsoft-Points wert ist, erfahrt ihr im nachfolgenden Review.

Auf in den Kampf mit Battlestar Galac... ääähm...falscher Film

Star Raiders Star Raiders Die Geschichte des Spiels ist wie in beinahe jedem Shoot 'em Up eher belanglos und nebensächlich, weswegen Star Raiders hierbei keine rühmliche Ausnahme darstellt. Wieder einmal gilt es ein wirklich mies gelauntes Volk angriffslustiger Aliens in die Schranken zu weisen und so macht sich ein tapferer Recke auf, um die so genannten Zylons zu pulverisieren. Kommt euch der Name bekannt vor? Ja, nicht nur euch, doch mit den Aggressoren, die einen weltbekannten Kampfstern ausradieren möchten, haben diese Gesellen nicht wirklich etwas zu tun.

Der kleine Bruder des Wing Commanders

Star Raiders Star Raiders Die Neuauflage von Star Raiders bietet euch neben den Dogfights in Wing Commander Manier eine Menge an nützlichen Extras und Power-Ups, mit denen man seinen Kampfjet aufrüsten darf, wenn man genügend Credits durch Abschüsse vorweisen kann. Doch damit nicht genug. Da das Schiff auch über mehrere Transformationsstufen verfügt, ähnlich wie die Transformers, ist es möglich, mehrere Waffensysteme zum Einsatz zu bringen. Die Steuerung der Transformationsstufen unterscheidet sich leicht voneinander. Der geübte Raumkadett weiß aber sicherlich umgehend mit diesen Kontrollschemen zu hantieren, wobei sich der Angriffsmodus des Schiffes ein wenig gewöhnungsbedürftig gestaltet. Macht aber nichts, denn mit fortschreitender Spieldauer kommt man auch hiermit zurecht. Darüber hinaus kann man den mächtigen Geschütz-Modus aktivieren, bei dem das Schiff allerdings ungleich schwerfälliger reagiert, oder den ausbalancierten Angriffsmodus wählen.

Star Raiders Star Raiders Die Missionen gestalten sich jedoch immer ähnlich, um nicht zu sagen gleich. Natürlich müssen eine ganze Menge Zylon-Schiffe atomisiert werden, um Konvois zu beschützen oder die Aggressoren davon abzuhalten weiter in Richtung Menschheit vorzurücken. Und auch Angst vor dem virtuellen Tod ist gänzlich unbegründet. Werdet ihr pulverisiert, dann könnt ihr nach einer gewissen Respawn-Zeit wieder in das Geschehen einsteigen und müsst nicht von vorn beginnen oder bekommt ähnliche Strafen aufgebrummt. Man sollte eben nicht zu viel Tiefgang erwarten, sondern bekommt einen soliden Weltraum-Shooter geboten, der ohne Schnörkel oder lästigen Ballast präsentiert wird. Das geht natürlich zu Lasten der Abwechslung, denn diese kommt in Star Raiders definitiv zu kurz, da ihr lediglich ein Schiff nach dem anderen abknallt. Weitere Modi oder Features? Fehlanzeige und auch einen Online-Multiplayer hat man nicht implementiert.

Ist eben trist im Weltraum, gell?

Star Raiders Star Raiders Wer schon einmal unser Erdenrund in einem Spaceshuttle umkreist hat, der weiß, dass sich meist gähnende Leere auftut und man nicht wirklich Spektakuläres zu sehen bekommt. Merkt ihr etwas? Auch Star Raiders ist grafisch ähnlich minimal gestrickt und erinnert an die ersten Gehversuche dieses Genres. Gut, DAS mag vielleicht auch übertrieben sein, doch wirklich viel Abwechslung oder ein ausgefeiltes Design sollte man beileibe nicht erwarten. Man beschränkt sich auch hierbei auf eine schnörkellose Präsentation ohne großen Schnick-Schnack, wobei man die feindlichen Schiffe meist nur daran erkennt, dass sie rot im Zielsucher des Schiffes erfasst werden. Wer sich noch an Titel wie z.B. Colony Wars erinnert und seine Erwartungen gehörig zurück schraubt, der weiß ungefähr was ihn grafisch erwartet.

Zudem ist es im Weltall bekannter Maßen sehr ruhig, um nicht zu sagen totenstill. Und Star Raiders nimmt sich hieran ein Beispiel. Neben eher minimalen und dünnen Sound-Effekten bekommt der geneigte Spieler keinen wirklich bombastischen Soundtrack, sondern eher farblos gestrickte Melodien geboten, die man 10 Minuten nach dem Spielerlebnis schon wieder vergessen hat.

Meinung

Wertung zu Star Raiders (X360)

Wertung:

5.2 /10
Pro & Contra
Schnörkellose ActionDiverse Schiff-Upgrades
Langweilige DogfightsBelanglose Musik & Nervende Sound FXAbsolut nichts sagende StoryKeine Abwechslung im MissionsablaufSchnell schleicht sich Langweile ein
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