Steel Diver im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Die Missionen fressen keine zeitliche Ewigkeit, gehen flott von der Hand und machen kurzweilig richtig Laune.

Manöver!

Gesteuert wird das U-Boot im normalen Spielbetrieb über den Touchscreen. Hier finden sich Buttons für Raketen oder Abwehrmechanismen sowie ein Regler für die Beschleunigung und für das Auf- und Abtauchen. Schiebt ihr den Regler in die mittige Stellung befindet sich das Steuerelement in neutraler Position. Bei den beiden größeren Schiffen befindet sich zusätzlich unter der in der oberen Hälfte angebrachten Karte eine Art Lenkrad über das sich die Neigung einfacher einstellen lässt. Ist dieses nicht vorhanden erfordern Manöver die das Boot sich neigen lassen sollen feinfühligen Einsatz von Beschleunigung und Aufstieg.

Ein Schlauch ohne Abwechslung

Steel Diver Steel Diver In Sachen Leveldesign zeigt sich der Titel wie seine Hauptprotagonisten: Eng konstruiert und lang gezogen. Die Areale des Spiels weisen zwar durchaus Variantenreichtum auf und schicken euch in Gewässer unterschiedlichster Farbtöne und Flora, bleiben jedoch in ihrer Grundstruktur stets ein großer Schlauch mit Hindernissen. Dabei obliegt es oft dem Spieler sich Gefechten zu stellen oder einfach nur volle Kraft voraus gen Ziel zu brausen. Bei zweitgenannter Taktik bekommt man sogar noch einen besseren Platz in der Highscore-Liste, da dort nur die benötigte Zeit und nicht etwa zerstörte Gegner oder Minen aufgelistet werden. Im Wettlauf gegen die tickende Uhr bekommt man stets den gleichen Hintergrund zu Gesicht: Eine riesige zusammengenietete und mit Wasser befüllte Stahlröhre. Das restliche Spieldesign fügt sich jedoch gut ins Thema ein. Die Regler auf dem Touchscreen versprühen den kalten, tristen, metallischen Charme einer Maschine in der lediglich auf den Nutzen und nicht auf den Look der Instrumente Wert gelegt wird.

Steel Diver Steel Diver In "Periskop" erwartet den Spieler die Tristesse und gleichzeitige Bedrohung der Meerestiefe im Kampf der U-Boote oder der weite Blick bei schönem respektive auch wahlweise stürmischem Wetter, welches mit Abstand am meisten her macht. Stürzt ihr euch in die "Seeschlacht" werdet ihr von einer weitaus simpleren Präsentation begrüßt. Zwar werden hier, wenn es denn soweit kommt, in den Gefechten kleinere Miniclips eingespielt, jedoch verlieren diese schon nach wenigen Blicken ihren Reiz und werden als störend empfunden. Aufgrund der Erscheinungsplattform wurde Steel Diver auch mit einem 3D-Effekt ausgestattet. Wird der Regler also nach oben geschoben sorgt er ausschließlich für mehr Tiefgang in den schlauchigen Level. Somit wirkt die Unterwasserwelt deutlich weiter innerhalb des Bildschirms und auch die oben genannte Metallröhre vermittelt eine überaus glaubhafte Wölbung des Metallkorpus. Auf die Ohren bekommt der geneigte Spieler hörenswerte Effekte. Dabei sind jedoch Sounds für abgeschossene Torpedos, Explosionen oder gar Wassereffekte nicht das Ausschlag gebende Kriterium. Vielmehr sind es die Kommandos, welche ertönen wenn man auf den Touchscreen-Reglern volle Kraft voraus, nach hinten, oben, oder unten gibt. Wenn dann das Sonar den typischen Such-Ton dazu beisteuert ist für das richtige Flair gesorgt.

Meinung

Wertung zu Steel Diver (3DS)

Wertung:

6.7 /10
Pro & Contra
KommandosSonartriste Aufmachungarcadiges Gameplay„Seeschlacht“
Schlauchige Levelbeinahe keine Motivationskurvezu geringer Umfangeinfallslose Geschichteunspektakulärer 3D-Effekt
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