Der Titel beweist vor allem mit den Tekken Charakteren welch gute Spielmechanik Capcom über die Jahre hinweg entwickelt hat.
Ein Juwel in der Hinterhand
Street Fighter X Tekken
Ganz ohne Hilfestellungen kommt auch ein Street Fighter x Tekken nicht aus. Die neuartigen Edelsteine, zu Englisch Gem, verleihen uns zusätzliche Kräfte. Ziehen wir aus Boost Gems Vorteile für kampfrelevante Attribute wie Kraft oder Geschwindigkeit helfen vor allem blutigen Anfängern die Assist Gems auf die Sprünge. Aktiviert werden diese je nach Anforderung zum Beispiel mit Schlagkombinationen oder kassierten Treffern. Ob und auf welche Gems wir zurückgreifen wollen können wir im Menü per Voreinstellung festlegen. Unsere Gem-Kombination kann dann ganz simpel bei der Charakterwahl ausgewählt werden. Durch die Gems rücken Profis und Neulinge wieder enger zusammen was für gemischte Gefühle in der Spielerschaft sorgen dürfte.
Die Spielmechanik...
Street Fighter X Tekken
...ist die große Stärke des Crossover-Produktes. Es ist Capcom wirklich verblüffend gut gelungen die Tekken Charaktere in das doch recht eigene Universum zu befördern und zu integrieren. Sei es nun Paul, Law, Jun oder der alte Heihachi fühlen sich die Charaktere zu keinem Zeitpunkt deplatziert an, vielmehr bringen sie eine frische Brise ins Auswahlmenü und in die doch schon sehr festgefahrene Komboliste des Titels. Vor allem die Kombination aus Protagonisten beider Franchises in einem Team macht den eigentlichen Reiz des Titels aus. In Sachen Steuerung macht der Titel wie jedes Beat'em Up am meisten Laune auf einem anständigen Arcade-Stick. Bei den Controllern hat mal wieder der Dualshock dank seinem besseren Digipad die Nase selbst vor dem modifizierbaren Kreuz des Xbox-Pads on Front. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache dass sich das Eingabegefühl in beiden Versionen vollkommen nachvollziehbar und vollwertig anfühlt. Schläge als auch Tritte übertragen den richtigen Dampf vom Eingabebefehl bis zum Treffer auf der Mattscheibe und das Street Fighter-Gefühl ist schneller da als wir Hadoken sagen können.
Krachbunt
Street Fighter X Tekken
Optisches Highlight des Titels ist sicherlich einmal mehr der hervorragende Cell-Shading Look welcher uns schon seit Street Fighter IV verzaubert. Überraschenderweise passt diese Überzeichnung wunderbar zu den ehemals äußerst realistisch dargestellten Tekken-Protagonisten. Übertroffen wird der gesamte Grafikstil im Grunde nur von den Spezialeffekten. Gerade Super Art Moves hüllen den Bildschirm in eine Farbexplosion die Epileptikern einen Schauer über den Rücken schicken dürfte. Hier flackert, blinkt, scheint es nur so vor sich hin während wir Zeugen von abstrus-akrobatischen Verrenkungen der eigenen oder gegnerischen Spielfigur werden. Doch auch in der Umgebung liegt das Augenmerk deutlich auf den grellen und freundlichen Tönen der Farbpalette, was quietschbunt klingen mag aber wie schon in den Vorgängern stimmig zu einander passt. Akustisch verdienen lediglich die Effektsounds wie Trefferkontakte, Kampfschreie oder der übliche Krawumm einer Superattacke. Alle anderen Zwischenrufe und der übliche Trashtalk stehen in Relation zu eventuellem Sinn wie ein Staubkorn zu gesunder Ernährung.
