Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse im Gamezone-Test

Test CharLu

Stubbs ergibt sich nicht seinem Schicksal als Zombie, er dreht den Spieß um und schlägt zurück.

Modervolk vereinigt euch

Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Das Spielprinzip bzw. das Ziel des Spiels ist offensichtlich wie einfach: Stubbs will eine Zombiearme über die ganze Welt verteilen. Ergo frisst er sich durch alle Köpfe, die sich ihm in den Weg stellen. Anfänglich noch in der Stadt unterwegs, nehmt ihr alle Gebäude und Einrichtung unter die Lupe, und verlasst diese erst wieder, wenn ihr alles aufgefuttert habt. Hierzu gehört dann auch ein Forschungslabor, die Polizeistation inklusive Gefängnistrakt oder die Stadtbibliothek. Aber auch das picknicken in grüner Natur hat was für sich, denn auch hier könnt und müsst ihr euch Verbündete für die Zombieinvasion anfuttern. Da bis auf Stubbs Zombies aber nicht gerade vor Intelligenz strotzen, bedarf es dann und wann der konkreten Führung. Grundlegend hatschen sie euch von allein hinterher bzw. helfen euch, Areale von menschlichen Leben zu befreien. Sonst sind sie aber ziemlich blöd und darum sagt ihr ihnen, wo es lang zu gehen hat. Simple Befehle, wie z.B. ein Pfiff zum Sammeln vereinfachen das Geschehen ungemein.

Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Weniger einfach wird es dann, wenn ihr im fortgeschrittenem Stadium eines der zahlreichen Fahrzeuge unter euren Hintern bekommt. Wobei es sich am Ende weniger um Fahrzeuge im eigentlichen Sinn handelt, da die Vehikel mehr den Hovercrafts nachempfunden sind. Eine etwas empfindliche Steuerung macht das Unterfangen nicht gerade leicht, mit ein wenig Übung aber durchaus mehr als machbar. Damit ist speziell bei der Fahrzeugnutzung ein Herr an Zombies durchaus hilfreich, denn ihr kommt schnell vorwärts und die Miefcrew macht für euch die Drecksarbeit und hält den Rücken frei.

Halo Engine & altertümliche Zukunft

Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Grundlegend gibt es am guten Stubbs nichts auszusetzen. Zu verwestem Leben in futuristischer Umgebung mittels der Halo Engine entstanden, zeigt sich das Gesamtbild wenig herausragend. Gesundes Mittelmaß umschreibt es wohl am Besten. Witzig ist auf jeden Fall die Art und Weise, wie man sich ganz im Stil der 50er Jahre die Zukunft vorgestellt hat. Ein wenig an die Familie "Jetsons" erinnernd, flitzen Roboter durch die Gegend, die Gebäude haben alle einen sehr ausgefallenen Touch und die Fahrzeuge fahren nicht, sie gleiten. Ein herrliches Gesamtbild, dass den Charme der Naivität der 50er Jahre wirklich einfängt. Bei genauer Betrachtung allerdings fällt auf, dass die Details ein wenig fehlen und mit dem vermeintlichen Grieseleffekt, der dem Spiel beiwohnt, scheint man mehr die Schwächen in der Optik kaschieren zu wollen als effektiv das Geschehen zu unterstreichen (optisch soll es an eine Art alten Zombiefilm erinnern). Auch die Abwechslung in sich sucht man recht vergeblich; auch wenn die Figuren mit einer gewissen Vielfalt glänzen können und alle voran Stubbs den nötigen und richtigen optischen Charme spielen lässt. In der Bewegung wiederum zeigen sich dann erneut Defizite, da alles recht gleich abläuft und wenig geschmeidig wirkt; Da ist es fast schon Usus, dass die Texturen auch wenig bis gar nichts von Verschiedenheit gehört haben.

Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Aber auch dem Gameplay ergeht es nicht anders. Offenbart es sich einzeln Betrachtet und in seinen Möglichkeiten als sehr witziger Vertreter, schiebt sich gern und oft die Langeweile ein. Denn am Ende macht man nichts anderes als Menschen jagen und ihre Oberstufe zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen zu sich zu nehmen. Einzig was die Fahnenstange wirklich oben hält ist der Umstand, dass Stubbs mit der Zeit noch dazu lernt. Man startet nicht mit all seinen Fähigkeiten und muss diese erst durch bestimmte Erfolge neu hinzu gewinnen. Damit hat man am Ende noch ein bisschen Spannung drin und vor allem auch die Motivation, die Fressorgie weiterzuführen.

Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse An manchen Stellen wird einem auch der stetig steigende Schwierigkeitsgrad das modrige Bein stellen. Speziell vor dem Hintergrund, dass man zu Anfang nicht über alle Fertigkeiten verfügt, können manche Menschenaufläufe zu einer verdammt harten Nuss werden. Mit List und Tücke ist man schlussendlich dabei, es verbirgt sich aber ein großer Nervfaktor dabei, da man oft erst mit dem X.ten Versuch wirklich ans Ziel kommt. Stubbs kann auch das zeitliche segnen und dann heißt es alles auf Anfang zu setzen. Gegen das Ablegen kann man oft nichts machen, gegen das Neuanfangen allerdings schon, denn hier haben die Entwickler mitgedacht und gut platzierte Checkpoints gesetzt, so dass man nur bestimmte Teilstücke wiederholen muss. Hierbei spielt im Übrigen auch eine Rolle, dass die Steuerung in sich zwar gut und eingängig ist, die Umsetzung aber gern mal zu Wünschen übrig lässt. Auch die Kamera tut nicht immer das was sie soll, auch wenn sie die meiste Zeit hinter Stubbs bleibt und damit freie Sicht gewährt. Eine bessere Justierung von beiden hätte wirklich gut getan.

Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Soundtechnisch gibt es dafür wenig bis gar nichts auszusetzen - im Gegenteil und so fern man mit a) Coverversionen und b) mit der etwas härteren Gangart der Musik etwas anfangen kann. Klassiker der 50er Jahre erblicken die akustische Welt in neuem Gewand wieder. Welthits wie "Lollipop", "Mr. Sandman" oder "My boyfriends back" und "All I have to do is dream" geben dem Geschehen den richtigen Pfiff. Gesamt sind 13 super bekannte Oldies aus der Mottenkiste gefischt worden, die man für Stubbs mit aktuellen Bands, vorzugsweise aus dem Rock- und Punkbereich, neu eingespielt hat. Generell gilt aber, dass die musikalische Begleitung nur Etappenweise vorhanden ist und sonst eher die Spielgeräusche ihre Dominanz zeigen.

Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse Was uns damit auf die Soundfiles in sich bringt - vor allem in Kombination mit ihrer Aktion und Darstellung. Hauptaugenmerk ist natürlich das weibliche Schreien; Aber auch die Herren der Schöpfung beweisen, welch kräftiges Organ in ihnen schlummert. Befehlsgeschrei und auch entsprechende Schussgeräusche passen sich optimal ins Bild ein. Gleiches gilt auch für berstende Türen, umfallende oder zersplitternde Tische und Stühle sowie zahlreiche anderen Gegenstände und Einrichtungsgüter. Richtig saftig lecker wird das Ohr aber verwöhnt, wenn ihr mit Stubbs eure Mahlzeit zu euch nehmt. Und nicht nur das, auch die Tatsache, dass der Gehirnkasten viele rote Inhaltstoffe hat, wird optisch sehr unterstrichen. Gern genommen die große rote Fontäne, die sich aus den Köpfen der Opfer ergießt, natürlich sehr geräuschvoll untermalt. Generell zeigt Stubbs hier sein wahres Gesicht: Kalt, böse, hungrig und kein Stückchen Rücksicht nehmend. Ihr geht über Leichen, und zwar sehr viele, und das zeigt sich in den schönsten Farben des Todes.

Meinung

Wertung zu Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse (XB)

Wertung:

7.8 /10
Pro & Contra
skurrile Umgebungen und abgedrehter Hauptcharakterwitzige Ideen wie z. B. das Flatulence Feature oder die steuerbare Handnaives 50er Jahre Zukunftsdesigngelungener Soundtrackauf der Xbox 360 spielbarguter Koop Modus
unausgereifte Grafikmanchmal störrisches Handlingwenig spielerische Abwechslung trotz Feature-Neugewinnungenpartiell ziemlich heftige und blutige
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