Suikoden V im Gamezone-Test

Test CharLu

Fans können aufatmen: Suikoden hat zu alter Form zurückgefunden. Einsteiger sollten dennoch lieber erst einen Versuch wagen.

Ein wenig blass um die Nase

Suikoden V Suikoden V Neben den vielen Kämpfen und der immer interessanter werdenden Geschichte scheinen die Örtlichkeiten fast schon ein wenig nebulös und wenig spektakulär. Wer prinzipiell auf schnieke Optik mit vielen ausladenden Details steht, dem sei jetzt schon geraten einen Bogen um die neuerlichen Geheimniskrämereien in Suikoden V zu machen. Wer dagegen darauf verzichten kann und zudem in der Lage ist dein Feinschliff in der Einfachheit zu sehen, der muss schlicht einen Blick riskieren. Generell erweisen sich, das muss man einfach so sagen, die Umgebungen als eher trist und langweilig. Leichte Pastelltöne, wenig kräftige Farben und eine Spur von Verwischeffekt lassen das Königreich wenig pompös wirken. Auch die eher fehlenden Details und die nur spartanisch gesetzten Extras, die den Spieler verleiten gewisse Dinge (z.B. Truhen & Co.) genauer unter die Lupe zu nehmen, tragen auch nicht zum glanzvollen Auftritt bei. Dafür machen die durchaus fantasievollen Figuren und Charaktere, egal ob Freund ob Feind, den eher blässlichen Auftritt wieder wett. Egal ob Prinz, die zugehörige Leibgarde oder unsere Mutter bzw. deren Schwester, sie verfügen allesamt über hübsch anzusehende Details die sich u.a. bei der Kleidung als auch der Frisur und anderen eher Nebensächlichkeiten erweisen. Gleichwohl sind es dennoch genau diese unscheinbaren Kleinigkeiten, die dem kompletten Erscheinungsbild das passende Leben einhauchen. Irgendwie nur schade, dass Frisuren keine Bewegung zeigen oder aber Kleidung nicht flattert. Die Damen und Herren bewegen sich gesamt nach recht einheitlichem Muster und erscheinen im Vergleich zur Konkurrenz sehr altbacken.

Präsentiert sich Spielgeschehen als auch die Cutscenes in reiner Spielegrafik muss man festhalten, dass die Sequenzen überaus ordentlich daher kommen; Hingegen die Spielabschnitte mit einem beinahe schon typischen Flimmern aufwarten. Auch immer wieder gern genommen sind Pop-Ups und matschige Texturen, die dem Fantasy-Spektakel gar nicht gut tun. Daran ändert sich auch wenig, wenn man sich zu Beginn des Spiels entscheiden kann, ob man auf 50 oder 60 Hz Modus spielen mag. Die eher unschönen Ausflüge in das Land der Grafikfehler sind in beiden Fällen gleichermaßen enthalten. Einfach leider nur sehr schade!

Suikoden V Suikoden V Ebenfalls wenig bis keine positiven Punkte kann man dem Ladeverhalten als auch den Speicherpunkten zusprechen. Da euch eure Reise an viele verschieden Orte führt und ihr dafür z.B. auch Gast in unterschiedlichen Häusern seid, bekommt ihr allein beim zugehörigen Übergang einen Ladebildschirm präsentiert. Manches Mal auch ein wenig abgekürzt, da es eine einfache schwarze Blende gibt, denn einen flüssigen Übergang. Auch im Kampfeinsatz bleibt ihr davon nicht verschont. Sicherlich gewöhnt man sich mit der Zeit daran und man nimmt die immer wiederkehrenden dunklen Bildschirme einfach in Kauf. Ein zwiespältiger Fall sind auch die Möglichkeiten seinen Fortschritt zu speichern. Lediglich vorher bestimmte Orte laden dazu ein festzuhalten, was man sich oftmals in mühevoller Kleinarbeit bzw. in vielen Spielstunden erarbeitet hat.

Meinung

Wertung zu Suikoden V (PS2)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
umfangreiche Charakter-Aufstellunginteressante Story mit ungeahnten Wendungenleichter Zugang zum Kampfsystemlange Spielzeitgelungene Sprachausgabewieder mehr Suikoden-Style
technisch als auch optisch veraltetzu viele Ladebildschirme & oft zu lange Ladezeiteneher unglückliches Speichersystemteilweise heftiges FlimmernFehler in den Textpassagen (Doppelwortedoppelt Buchstabenteilweise Worte vergessen)zu wenig Animationendüdeliger & nerviger Sound
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