Lange hat's gedauert, doch endlich darf Mario auch gegen Snake, Sonic oder Wario antreten - und das sogar online!
Modi und Boni ohne Ende
Super Smash Bros. Brawl
"Super Smash Bros. Brawl" ist ein Spiel, das man ewig lange zocken kann und dennoch gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Allein schon die Vielzahl an Modi und die damit verbundenen Möglichkeiten ist enorm. Während man sich im bereits erwähnten Subraum-Emissär durch eine Story und verschiedenste Welten prügelt, tritt man im klassischen Modus gegen verschiedene Kämpfer an. Manchmal im Team, manchmal auch gegen einen Riesen-Pikachu oder ein ganzes Team Olimars oder einfach nur einer gegen einen. Am Ende wartet wieder die bekannte Meisterhand und danach ist das Abenteuer geschafft. Im Training dürfen sämtliche Moves geübt werden und im Stadion kann man sich dem Home-Run-Wettkampf stellen, in dem man durch gekonnte Angriffe einen Sandsack durch die Luft prügeln soll. Es gibt auch Missionen, in denen bestimmte Vorgaben erreicht werden müssen. Beispielsweise alle zerstörbaren Plattformen in einer Stage kaputt schlagen oder eine Truppe Yoshis in einer bestimmten Reihenfolge (z.B. erst der grüne, dann der blaue, dann der gelbe...) aus dem Bild befördern. Das klingt manchmal leichter als es ist. Wer mit mehreren Freunden vor der Wii sitzt, der wird sich vermutlich im Brawl-Modus zu Hause fühlen. Hier können Team-Kämpfe, Turniere und Kämpfe mit ganz besonderen Regeln ausgetragen werden. Für besonders viel Aufregung hat damals die Ankündigung des Online-Modus gesorgt. Es ist wirklich klasse, dass man nun auch endlich weltweit gegeneinander antreten kann, aber wer Xbox Live gewöhnt ist, der wird leider solche Dinge wie den Voice Chat oder die enorm einfache Handhabung (ganz ohne alberne Freundescodes) ein wenig vermissen. Nichtsdestotrotz funktioniert der Online-Modus äußerst gut und ihr dürft flüssige Matches mit der ganzen Welt austragen.
Super Smash Bros. Brawl
In den ganzen Modi lassen sich natürlich wieder massig Münzen, Trophäen und Sticker sammeln. Diese neuen Sticker haben dabei aber nicht nur Sammelwert, sondern auch einen besonderen Effekt. Wählt im Subraum-Emissär einen Kämpfer aus und beklebt eine Fläche mit diesen Sticker. Jeder einzelne stärkt euch, beispielsweise durch Angriff + 8 oder Beinangriff + 12, Feuerschutz + 6 usw., was eurem Charakter natürlich im Kampf zugute kommt. Die Trophäen haben hingegen keinen praktischen Nutzen. Dafür sehen sie umso edler aus. Wer den klassischen Modus etwa mit Diddy Kong gemeistert hat, der bekommt den kleinen Primaten sogleich als Trophäe spendiert. Diese können aber auch durch die Münzschleuder ergattert werden. Dabei schießt man mit einer Kanone kleine Raumschiffe ab und hin und wieder erscheinen Trophäen. Hat man eine Trophäe einige Male getroffen, wandert sie in eure Tasche. Das Interessante dabei ist die Munition eurer Kanone. Diese besteht nämlich aus Münzen. Um also Trophäen abschießen zu können, müssen vorher fleißig Münzen gesammelt werden. Das ist allerdings in den verschiedensten Modi möglich.
Super Smash Bros. Brawl
Ein weiteres Extra ist das Stage Studio. Hier dürft ihr nach Herzenslust eine eigene Stage erschaffen. Dabei werden natürlich Grenzen gesetzt, sodass man keine kilometerweite Plattform erschaffen kann, aber im Rahmen der Vorgaben lässt sich so einiges kreieren. Welche Materialien man verwenden möchte, welche Spezialeffekte die Stage bieten soll, ob man lieber Musik aus den Zelda- oder Mario-Spielen hören möchte, welcher Hintergrund zu sehen sein soll und viele weitere Optionen. Wenn man besonders kreativ war, darf man sein Meisterwerk auch online mit Freunden tauschen und verschicken. Allerdings lassen sich selbsterstellte Welten leider nicht online spielen. Mitten im Gefecht können auch Screenshots gemacht werden oder sogar kurze Mitschnitte, die sich dann ebenfalls mit Freunden austauschen lassen.
Gamecube-Controller, Wii-Remote (+ Nunchuk) oder Klassik-Controller?
Super Smash Bros. Brawl
Wenn man dem Spieler so viele Möglichkeiten gibt, sich für eine Steuerungsvariante zu entscheiden, dann ist die Wahrscheinlichkeit umso höher, dass jeder für sich die passende Option findet. Auf diese Weise wird niemand vor den Kopf gestoßen, da jeder seinen eigenen Geschmack hat, was die Steuerung anbelangt. Wir wollen an dieser Stelle daher auch keine Wertung für oder gegen eine bestimmte Steuerungsmöglichkeit liefern, da jeder für sich entscheiden sollte, wie er am besten klar kommt. Allerdings können wir berichten, wie es sich bei uns verhält. Wir haben meist ganz klassisch mit dem Gamecube-Controller gespielt, da wir diese Steuerung durch die stundenlangen Melee-Sessions noch immer drauf hatten und daher zunächst auf Bewährtes setzten. Bislang hat sich diese auch als unsere Lieblingssteuerung herausgestellt, wobei sich Brawl auch mit Wii-Remote und Nunchuk ganz gut spielen lässt. Allein mit der Wii-Remote oder mit dem Klassik-Controller konnten wir uns noch nicht so richtig anfreunden.
Ansonsten wäre noch zu sagen, dass die Steuerung an sich sehr simpel ist. Es gibt zwei Schlagknöpfe, die jeweils mit einer Richtungstaste kombiniert werden können, um unterschiedlichste Attacken hervorzubringen. Greifen und blocken können die Kämpfer natürlich auch, aber Angriffe, bei denen man sich die Finger verbiegen muss, gibt es nicht.
Grafik, Stage-Design und Sound
Super Smash Bros. Brawl
Was die Grafik angeht hat man noch mal einiges verbessert seit Melee. Die Charaktere sind detaillierter und die Animationen absolut flüssig. Auch die Effekte können sich sehen lassen und die Cut-Scenes im Subraum-Emissär verdienen ebenfalls ein ganz besonderes Lob. Die Stages sind hier und da hingegen ein wenig texturarm, aber in ihrem Gesamtbild wieder total stimmig. Ihr Design ist über jeden Zweifel erhaben, denn man hat sehr viele Locations aus den verschiedensten Spielen entnommen und originalgetreu in "Super Smash Bros. Brawl" integriert. Ob Shadow Moses mitsamt einem hin und wieder auftauchenden Metal Gear, aus der gleichnamigen Serie oder die Green Hill Zone aus dem Sonic-Universum, die Dschungel-Kulisse Maxikaskade aus Donkey Kong Jungle Beat, die Brücke von Eldin aus Zelda Twilight Princess, das Reich der Lüfte aus Kid Icarus und sogar der PictoChat des Nintendo DS - es gibt kaum einen Ort, an dem nicht gekämpft werden darf.
Begleitet wird das ganze Spektakel stets von der passenden Musik. Für diese war Meister Nobu Uematsu höchstpersönlich verantwortlich. Dieser hat schon den Soundtrack zu Spielen wie Final Fantasy erschaffen und gilt zu Recht als einzigartig. Das hört man bereits dem imposanten Titel-Song an, der majestätisch wirkt und durch choralen Gesang eine ganz besondere Note verliehen bekommt. Die verschiedenen Stile aus den unterschiedlichsten Games sorgen außerdem für jede Menge Abwechslung. Soundtechnisch also die perfekte Mischung!
