Super Street Fighter 4 im Gamezone-Test

Test Goreminister

Eine erweiterte Kämpferliste, Packende Online-Duelle und Bonus-Stages machen das neue SF zu einem Traum für Fans.

Dagegen ist es schon seltsam zu beobachten, dass Super Street Fighter IV eigentlich mehr bieten soll als der Vorgänger, der Time Trial- und der Survival Mode allerdings den neuen Bonusstages weichen mussten; Hier kann man nach Belieben Autos oder Fässer zerkloppen und diese Aufgaben wiederholen, wenn man sie im Arcade-Modus frei geschaltet hat. Der Trial-Mode hingegen lässt euch trainieren, bis die Daumen glühen, doch auch hier wird man belohnt, wenn man verschiedene Aufgaben erfüllt und kann so neue Kostümfarben erspielen.

Super Street Fighter 4 Super Street Fighter 4 Die größte Neuheit allerdings dürfte das runderneuerte Battle Network sein, in dem man sich mit Spielern auf der ganzen Welt messen kann. Ranglisten-Spiele, Team-Kämpfe und die neue Replay-Funktion mit Hilfe derer man Kämpfe aufzeichnen und untereinander tauschen kann, sollten das Herz eines jeden Fans höher schlagen lassen. Während ihr im Ranglisten-Modus um Punkte kämpft um die Spitze der Weltrangliste zu erreichen, könnt ihr in der Mitspielersuche nach Lust und Laune gegen verschiedene Kontrahenten antreten. Auch die Verbindungen zu den jeweiligen Servern laufen wesentlich besser als beim Vorgänger, so dass man ein nahezu uneingeschränktes Online-Erlebnis genießen kann, ohne größere Lags befürchten zu müssen. Da sich Online allerdings nur die Besten der Besten eins auf die Rübe geben, kann dies für Neueinsteiger bei anhaltenden Niederlagen schnell zu Frusterlebnisse führen. Einer der Spieler sagte bei unserem ausführlichen Test des Mehrspieler-Modus: "Wer in Street Fighter einen Kampf gewinnt, hat den Sieg auch verdient." Wahre Worte wie wir finden und können dieser Aussage nur beipflichten.

Super Street Fighter 4 Super Street Fighter 4 Ein bald erscheindender DLC wird zusätzlich die Möglichkeit bieten, Turniere für bis zu 8 Spieler zu hosten, bzw. diese auszutragen und lässt damit feuchte Prügelspielträume wahr werden. Man kann natürlich auch zu den verschiedenen Kostüm-DLCs greifen, welche nach und nach erscheinen, doch möchte man alle neuen Kämpferoutfits besitzen, so muss man mit einem Preis von rund 28 Euro (7 DLCs zu je rund 4 Euro) rechnen, wenn man jedes einzelne Paket kauft. Ein bitterer Beigeschmack bleibt bei solchen Zukunftsaussichten zurück, doch auch wenn man die DLCs nicht erwirbt, bietet sich dem geneigten Spieler ein intensives Erlebnis, welches schnellen Einstieg und unkomplizierten Spaß für jeden bietet.

Unveränderte Technik, die immer noch begeistert:

Super Street Fighter 4 Super Street Fighter 4 Die Aufmachung des Edelprüglers kann sich nach wie vor sehen lassen. Neben einem ansehnlichen Menü und packenden Kämpfen weiß vor allem auch die grafische Darstellung zu gefallen, auch wenn diese vielleicht nicht ganz so ausgefallen ist wie die in BlazBlue: Calamity Trigger. Das Kampfgeschehen läuft hierbei ebenfalls in 2D ab, die Figuren und die Kampfarenen sind jedoch in 3D gehalten. Capcom beweist so das auch ein 2D Prügler einwandfrei in 3D-Optik funktioniert. Die Charaktere heben sich optisch allerdings stark vom Rest der Kampfstages ab. Die Figuren selbst werden detailliert dargestellt und wirken eher als wären sie einem Anime entsprungen, was auch an den teilweise übertriebenen Proportionen liegt (Ja, Chun-Lis Beine sind immer noch gigantisch dick). Diese, teilweise übertriebene, Darstellung gehört jedoch zu Street Fighter, ebenso wie die effektvollen Kampfeinlagen. Gerade in den flotten Keilereien läuft der Titel zu Höchstformen auf und verwöhnt unser Auge permanent mit verschwenderischen Lichteffekten. Egal ob wir unseren Feind mit einem Energie-Angriff verletzen oder mit einer aufwändigen Reihe von Schlägen und Tritten eindecken, auf dem Bildschirm knallt, blitzt und funkelt es. Richtig bunt auf dem Bildschirm wird es jedoch erst wenn wir einen sogenannten Super- oder Ultra-Move ausführen. Wenn einer dieser speziellen Angriffe eingeleitet wird, unterbricht das Spiel kurz den laufenden Kampf und kündigt die Spezialattacke aus einer neuen Kameraperspektive an. Gleich darauf erstrahlt der Bildschirm in einem bunten Meer aus Farben und Spezialeffekten während wir dank der Attacke unserem Kontrahenten bis zu 50 Prozent der Lebensenergie rauben. Neu hinzugekommen sind zudem die Fokus-Angriffe der verschiedenen Protagonisten. Der Fokus-Schlag ist eine Attacke die aufgeladen wird und je länger ihr sie auflädt, desto mehr Schaden richtet ihr mit dem Angriff an.

Super Street Fighter 4 Super Street Fighter 4 Wendet man sich dem Arcade-Modus zu, so wird man zudem von einer Reihe Anime-Sequenzen verwöhnt, welche ebenso übertrieben in Szene gesetzt wurden, aber hervorragend zum restlichen Setting passen. Vor allem die Szenen der neuen Charaktere fügen sich sehr schön in das Gesamtbild ein und so bekommen die neuen Recken auch im Intro zum Spiel einen standesgemäßen Auftritt spendiert. Musikalisch hat sich ebenfalls einiges getan und neben den berühmten Musik-Themen der Serie bekommt man in den neu hinzugekommenen Stages auch Re-Mix Versionen älterer Songs aus der 16-Bit Ära zu hören. Jeder, der einmal Street Fighter II gespielt hat, wird die neu intonierten Klänge umgehend erkennen und sich aufgrund der Akustik gleich heimisch fühlen.

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