Die Welten in "Sword of the Berserk" sind genreüblich recht düster in Grau und Braun gehalten. Dabei wurde besonderer Wert auf die zu vermittelnde Atmosphäre gelegt wofür man so manch grafischen Fehler in Kauf genommen hat. So verschwinden die Figuren schon einmal teilweise in den Wänden oder lässt einen die Kameraführung an mancher Ecke verzweifeln, da sie sich alle Mühe gibt einem möglichst wenig Übersicht zu bescheren. Mit etwas Übung allerdings kann man über dieses Manko wohlwollend hinwegsehen.
"Sword of the Berserk" besitzt keine klassische Save-Funktion, vielmehr gibt es lediglich vier Speicherpunkte an denen der aktuelle Spielstand automatisch gesichert wird. Daraus ergibt sich der recht knackige Schwierigkeitsgrad, da man nach dem verspielen seiner 9 Credits das Kapitel wieder von Vorne beginnen muss. Als Belohnung bekommt man dafür, je nach Schwierigkeitsgrad, diverse Goodies freigeschaltet, wie ein MiniGame oder die BattleArena.
Die Soundkulisse gehört mit zu dem Besten was man auf dem Dreamcast erleben kann. Die orchestrale Beschallung ist absolut filmreif inszeniert und lässt den Spieler nicht nur einmal erschaudern. Wenn Guts dazu noch sein Schwert durch die Fleischberge dirigiert entsteht eine Atmosphäre wie man sie sich als Hack & Slayer nur wünschen kann. Zu kritisieren bleibt nur noch die nicht ganz exakte Kollisionsabfrage sowie die etwas eigenwillige Steuerung Guts per Analog-Stick. So dreht sich der Hauptdarsteller erst wenn er seinen Schlag zu Ende geführt hat, was in mancher Situation zu spät sein kann.
Man sollte an diese Stelle erwähnen, dass "Sword of the Berserk" kein Spiel für zart besaitete Naturen oder gar Kinder ist, denn schon das Spielgeschehen selbst spart nicht mit Blut und die Geschichte dahinter kann für manchen Albtraum sorgen. Also unbedingt die Altersempfehlung auf der Packung beachten!
"Sword of the Berserk: Guts Rage" ist ein erstklassischer Hack & Slay wie man ihn sich nur wünschen kann, vielleicht sogar der Beste auf dem Dreamcast. Sicherlich hat das Game geringe grafische Schwächen, genauso könnte man die Steuerung und die Kollisionskontrolle etwas exakter umsetzen, im Großen und Ganzen aber gibt es kaum etwas auszusetzen. Wer also diesem Genre zugetan ist sollte sich dieses epische Meisterwerk unbedingt zulegen, denn schon die Geschichte im Spiel wäre einen Film wert.
