Auch auf der 360 sind die Turtles rasant, actionreich und spaßig! Nur die Technik überzeugt nicht ganz.
Technischer Abschluss
TMNT: Teenage Mutant Ninja Turtles
Wie auch schon bei "Peter Jackson's King Kong" erwartet uns mit den "Teenage Mutant Ninja Turtles" eine durchaus aufwendige Versoftung des kinotauglichen Materials. Neben dem Spieldesign haben die Entwickler auch Wert auf das Äußere gelegt und präsentieren Leonardo, Raphael, Michelangelo und Donatello in einer ordentlich umgesetzten Ambiente mit schönem Ausblick auf die Skyline von New York. Ähnlich wie im kommenden Kinofilm ist auch das Abenteuer für die Konsolen äußerst dunkel und düster gehalten, was das Klischee eines Kinderzimmer-Comics ein wenig hinter sich lässt. Vor allem die Aufmachung der Geschichte ist wie schon beschrieben sehr stimmig ausgefallen, wobei die Entwickler die Thematik auch gut in ein Gameplay umgesetzt haben. Die Xbox 360 Fassung ist grafisch mit Abstand die opulenteste Variante, die man sich von TMNT zulegen kann. Gegenüber der Playstation 2 und vor allem der Wii haben die Details zugenommen. Wesentlich mehr Gräser zieren die Wege und bewegen sich sogar bei Berührung, tolle Spiegelungen sorgen für nette Effekte und deutlich mehr Feinde tummeln sich gleichzeitig in den Arenen. Insgesamt wirkt die Grafik schärfer und schöner, aber leider ist sie einer solchen Konsole nach wie vor unwürdig. Man merkt einfach an, dass es sich hier um eine einfache Portierung mit geringen Verbesserungen handelt. Hervorzuheben ist aber eine optische Änderung einiger Missionen, in denen sich Raphael als einen Superhelden ausgibt. Diese werden auf der alten Konsolengeneration ganz normal in Farbe dargestellt, auf der Xbox 360 erinnern diese aber extrem an den Kinofilm "Sin City". Vieles ist in schwarz-weiß gehalten und nur wenige Elemente, einige Graffitibilder sowie Lichteffekte bringen variantenreiche Kolorierungen ins Spiel. Warum nur die Xbox Besitzer in den Genuss dieser recht stilvollen Darstellungsart kommen, bleibt wohl ein Geheimnis der Entwickler. Der Soundtrack bietet fetzige Rhythmen und nette Melodien, während aber vor allem die Sprachausgabe ihren Teil zur Ambiente beiträgt. Freche, oftmals aber auch etwas kitschige Kommentare, unterstützen die Kampfgefechte oder Klettereinlagen und lockern das Spielerlebnis ein wenig auf. Einige Schnitzer wie Überlagerungen von Sprachsamples hat man sich dennoch erlaubt. Zudem reicht die Klangqualität nicht an den Standard heran und lässt den ansonsten recht pompösen Dolby Digital Raumklang der Konsole vermissen.
