Midway stellt mit TNA Impact! eine grundsolide Arcadeprügelei auf die Beine, bei der das Wrestling etwas in den Hintergrund rückt.
TNA iMPACT!
Herzstück eines guten Wrestlinggames war bislang eigentlich immer der Create-A-Wrestler Modus. Umso erstaunlicher das dieser bei der PS2 Version vollkommen weggefallen ist und auch auf den NextGen Konsolen bekleckert dieser sich nicht gerade mit Ruhm. Zunächst einmal habt ihr nur fünf Slots, um eigene Superstars zu erstellen, bei den heutigen Konsolen sollte man erwarten dürfen, dass man sich je nach Festplatten/Memory-Stick Speicherplatz so viele eigene Athleten erstellen kann, wie man möchte. Dann folgt natürlich das Übliche Einkleiden des Superstars, hier gibt es durchaus einiges an Shirts, Hosen und Schuhen, um euch halbwegs vom Rest abzuheben. Ganz lächerlich wird es aber, wenn es daran geht sein eigenes Moveset zusammen zu stellen, eure sieben Wrestlingaktionen wählt ihr aus einem Arsenal von nicht mal 20 unterschiedlichen Moves. Diese kann man sich übrigens, wie auch die Einzugsvideos, nicht vorher ansehen. Wer also nicht weiß, wie der "Death Valley Driver" aussieht, muss dieses erst im Match selbst ausprobieren. Da kann man nur zu dem Fazit kommen, dass dieser Modus zum Schluss noch einfach reingeschustert wurde.
TNA iMPACT!
Mit eurem eigenen Star könnt ihr dann auch im Storymodus antreten. Hier übernehmt ihr die Rolle des maskierten TNA Champions "Suicide". Dieser wird, nachdem er sich weigert sich für einen anderen Wrestler hinzulegen, von dem Tag Team Latin American eXchange Krankenhausreif geprügelt und erwacht ohne Maske bzw. so wie ihr euren Athleten gestaltet habt, in Mexiko wieder. Ohne Erinnerung wer er ist, findet ihr euch dennoch schon bald wieder in einem Wrestlingring. Zufällig landet ihr dann auch wieder bei TNA und schließt dort Freundschaft mit Kevin Nash. Daraufhin gilt es sämtliche Titel zu gewinnen, was euch zirka 40 Matches oder 5-8 Stunden Spielzeit kostet. Hierbei wird euch vor allem die schlechte KI eures Tag Team Partners einiges an Nerven kosten. Dieser bequemt sich nämlich nur in 50% der Fälle dazu einen Pin oder eine Submission zu unterbrechen. Hinzu kommt das mit dem Spielverlauf eure Gegner immer stärker werden. So darf man gegen Ende der Story dem Gegner gern mal alle 6 Stühle über die Rübe ziehen, um ihn in den hellorangen Bereich zu bringen. Das führt dazu, das man Matches minutenlang komplett dominieren kann, nur um am Ende ausgekontert zu werden und doch noch zu verlieren. Die Story an sich wird aber sehr nett erzählt, immer wieder folgenden Zwischensequenzen in der Ingame Grafik die euch über den weiteren Verlauf informieren. Leider hat man euch aber keinerlei Entscheidungsfreiheit in die Hand gegeben, alles folgt linear der vorgegebenen Geschichte, das führt natürlich dazu, dass man die Story nach dem einmaligen Durchspielen wohl nicht mehr anrühren wird.
TNA iMPACT!
Nicht unerwähnt bleiben darf der Onlinemodus. Hierbei habt ihr nur noch die Auswahl zwischen den 1 Vs 1 Matches. Ansonsten wird euch nicht viel geboten, es gibt zwar ein Leaderboard, das euch anzeigt wie viele Spiele ihr gewonnen und verloren habt, aber das war es dann auch schon. Natürlich gibt es auch wieder schwarze Schafe, die ein Match das man nicht mehr gewinnbar ist einfach verlassen. Dieses Spiel wird dann komplett aus der Statistik gestrichen - hat also quasi nie statt gefunden. Das Unglaublichste was mir online passiert ist, war ein Quitter der das Spiel sofort nach dem Three Count verlassen hatte. Hoffentlich wird hier noch mal nach gepatcht, damit das Quitten nicht so attraktiv ist.
