Die Neuauflage für Unterwegs erstrahlt im alten Glanz, Reids Abenteuer macht aber auch heute noch richtig viel Spaß!
Die letzten Informationen aus Eternia
Tales of Eternia
Ansonsten seid ihr immer auf der Suche nach den Elementwesen, den Craymels, welche euch bei der Lösung der Aufgabe weiter helfen sollen. Diese verleihen der Truppe noch zusätzliche Kräfte und Zauber, mit denen so manche Aufgabe gelöst werden kann. Dazu begibt man sich immer wieder in dunkle Höhlen und Dungeons, in denen es vor Feinden nur so wimmelt. Kleinere Denkaufgaben sowie Lauf- und Logikrätsel sorgen in den labyrinthartig aufgebauten Abschnitten für etwas Abwechslung, sind aber nicht sonderlich schwierig ausgefallen. Meist stellt sich am Ende ein schwer zu besiegender Brocken in den Weg, welcher mit Ausdauer und vielen Heilgegenständen aber letztendlich auch den Löffel abgibt. Aufgelockert wird der typisch rollenspielartige Trip durch Eternia mit vielen keinen Minispielen wie Rafting, Rate-, sowie Denk- und Geschicklichkeitsspielen, aber auch nette Showeinlagen - beispielsweise. könnt ihr tatsächlich auch das örtliche Theater besuchen gehen.
Insgesamt läuft das Spiel recht linear ab: Nachdem eine Aufgabe erledigt ist, gibt irgendeine Person entweder aus der eigenen Truppe, oder aber auch aus dem Umfeld an, was als nächstes zu tun ist. Ihr wandert schlicht zur nächsten Stadt, erforscht diese und geht dann in die nächste Höhle, um dort den für die Story wichtigen Gegenstand zu finden oder eine Person anzutreffen. Dennoch gibt es Abseits des roten Gameplay-Fadens immer wieder Dinge, die sich lohnen, auch mal anzuschauen - wie gesagt, es können diverse Minispiele absolviert oder aber auch nette Geheimnisse und versteckte Orte gefunden werden. Nur wer sich auch mit den Nebensächlichkeiten aufhält, wird letztendlich evtl. die auf der Packungsrückseite angegebenen 60 Stunden an Spielzeit erreichen. Ansonsten dürfte das Ende nach etwa 30 Stunden über den PSP-Bildschirm flimmern. Der Mehrspielermodus hat es übrigens nicht in diese Portierung geschafft, obwohl mit den Wi-Fi Fähigkeiten die Möglichkeit sicherlich vorhanden gewesen wäre. Immerhin profitiert das Spiel von äußerst geringen Ladezeiten, was für eine kurze Reise in die Welt von Eternia unterwegs essentiell ist. Ein Rollenspiel an sich ist aber wohl generell weniger dafür geeignet, mal kurz am Bahnhof gespielt zu werden.
Zauberhafte Welt in altertümlichem 2D-Look
Tales of Eternia
Die märchenhafte Geschichte präsentiert sich in einer recht verträumten Welt, welche zwar altertümlich noch in einer 2D-Optik dargestellt wird, aber dadurch auch einen gewissen Reiz hat. Die Städte und Verliese sind wunderschön gezeichnet und gefallen durch viele Details, aber auch hinter Fassaden versteckten Gängen und Geheimnissen. Trotz der etwas älteren Grafik verzückt das Spiel mit netten Effekten wie einem blank poliertem und sich spiegelndem Boden, sich im Wind bewegende Gräsern und durchaus belebte Innenstädte. Zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl, die Welt sei künstlich erstellt worden, man betrachtet sie als ein einzigartiges Werk, das seine eigene Geschichte erzählen möchte. In dieser Hinsicht kommt "Tales of Eternia" an unterhaltende Fantasy-Bücher heran, nur das dem Spieler das Schicksal in die eigene Hände gelegt wird (mit der PSP im wahrsten Sinne des Wortes). Das Charakterdesign ist gelungen, die putzigen Anime-Figuren wachsen einem schnell ans Herz und die Gegner wie Bienen, Hornissen, Schlangen, aber auch Untote und Golems zeigen die Kreativität der Entwickler auf. Auf der Landkarte hätte der kleine Reid aber dennoch einige Animationen mehr vertragen können und auch einige kleine technische Fehler wie kleine Streifen in den Bitmapgrafiken haben sich eingeschlichen.
Der Sound des Spiels ist äußerst gut gelungen, die musikalische Darbietung präsentiert sich in typisch märchenhaften Klängen, welche das Spielgeschehen optimal unterstreichen. In den Kämpfen muntern sich die Helden mit Schlachtrufen auf, sobald eine Spezialattacke oder einen Zauber losgelassen wird. Dadurch kann man schnell hören, was die Mitstreiter ihren Gegnern entgegenwerfen - manchmal doch ganz praktisch. Dazu gesellt sich eine superbe Sprachausgabe, wenn auch nur in astreinem Englisch. Diese ist ordentlich umfangreich ausgefallen, so dass man fast gar Stunden den Gesprächen der kleinen Truppe lauschen kann. Wer aber keine gesonderten Einstellungen an der Soundausgabe vornimmt, wird den einen oder anderen Satz nur lesend verfolgen können, da die Sprachsamples ab und an durch die Hintergrundmusik übertönt werden und kaum verständlich sind.
