Test Drive Unlimited im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Zwar musste die PS2-Version einige Federn lassen, trotzdem muss sich der Titel nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Drive In & Clubhäuser

Erwischt! Erwischt! Wer das erste Mal an einem DriveIn-Schalter vorbeifährt könnte meinen hier gibt es dickmachendes Fast Food zu kaufen. Doch dem ist nicht so, denn hinter den DriveIn-Schaltern verbirgt sich nichts anderes als die Möglichkeit eigene Herausforderungen entweder zu definieren und hoch zu laden, oder die von anderen Spielern erstellten Herausforderungen in Angriff zu nehmen. Die Clubhäuser hingegen, die man für richtig viel Geld einkaufen kann, sind genau das was sie scheinen, nämlich der Sitz unseres selbst gegründeten Autoclubs. Der Witz am eigenen Club ist, dass man richtige Clubrennen austragen kann, man also mit seinen Fahrern gegen die Fahrer eines rivalisierenden Clubs antreten kann.

Das Autoradio

Selbstverständlich besitzt jedes Auto auch ein Radio, welches uns diverse Sender zur Auswahl anbietet. Es gibt einen Klassiksender ebenso wie einen der ausschließlich Funk & Soul bietet und natürlich auch einen der nur Hardrock spielt. Insgesamt sind es über sechs verschiedene Radiosender die man empfangen kann und gut ausgesuchte Stücke bieten, mitunter aber wiederholen sich diese schon nach fünf oder sechs Stücken.

Offline nur der halbe Spaß?

Wie schon erwähnt befindet man sich direkt nach dem Spielstart schon in der riesigen Online-Welt von Hawaii, auf der sich alle augenblicklich TDU spielenden Gamer tummeln. Verfügt man über keine Online-Anbindung wird der Online-Part vom Spiel simuliert. Es gibt also auch offline die Möglichkeit Fahrer zum Duell herauszufordern, dabei handelt es sich dann natürlich um vom Computer simulierte Fahrer und keine menschlichen Spieler. So bekommt man ohne Internet-Anschluss immerhin schon einen Eindruck wie das Online-Gaming aussieht. Die richtigen Online-Rennen aber stehen einem dann nicht zur Verfügung.

Technisches

Am Start Am Start Test Drive Unlimited bietet uns einen wahrlich gigantischen Umfang, wobei man aber anmerken muss, dass sich die vielen verschiedenen Herausforderungen im Grunde doch recht ähneln. Denn entweder geht es darum als erster über die Ziellinie zu fahren oder eine bestimmte Zeit zu unterbieten. Die Soundkulisse darf man als solide bezeichnen, auch wenn die verschiedenen Radiosender sich schnell wiederholen und so mancher Motorensound irgendwie nicht so ganz zu überzeugen weiß. Ganz deutlich ins Gewicht jedoch fällt die kontrastarme und so überhaupt nicht sonnig wirkende Umgebung der PS2-Fassung von Test Drive Unlimited. Sicher, es war klar, dass man bei solch einem Projekt auf der PS2 diverse Abzüge hinnehmen wird müssen, darum stören die ständig sichtbaren PopUps oder die relativ geringe Sichtweite sowie die leicht zuckende Präsentation des Renngeschehens weniger, die allgemeine Trübe aber, welche das gesamte Spiel erscheinen lässt als sei Hawaii eben im Nebel versunken, steht dem Spiel überhaupt nicht gut zu Gesicht. Es kommt schlicht kein Südsee-Feeling auf, wenn man nie die Sonne sieht und der Himmel immer dicht bewölkt erscheint.

Trübes Wetter auf der PS2? Trübes Wetter auf der PS2? Doch es gibt noch weitere Details in denen sich die PS2-Version von den großen Brüdern unterscheidet. So ist es auf der PS2 möglich sich vor jedem Rennen für einen von drei Schwierigkeitsgraden zu entscheiden, das gibt es bei den anderen Versionen nicht. Je höher der gewählte Schwierigkeitsgrad ist, desto höher die Gewinnsumme. Ebenfalls neu in der PS2-Version sind die sogenannten Meisterpunkte, die man neuerdings, ganz PGR like, für spektakuläres Fahren erhält. Jedes Sliden oder Bodenkontakt verlieren bringt uns Meisterpunkte, welche unsere Fahrerwertung nach oben drücken. Kein wirklich neues Feature aber in der Praxis ganz praktisch ist der Umstand, dass wir gewonnene Autos nicht beim Händler abholen müssen, denn diese Landen auf der PS2 direkt in der eigenen Garage. Recht praktisch ist die neue Funktione des Auto-GPS. Ist diese aktiviert, nimmt unser Navi-System automatisch das nächstgelegene und noch nicht bestandene Rennen als Ziel auf, so dass wir nicht jedes einzelne Rennen erst "anpeilen" müssen.

3.. 2.. 1.. Los! 3.. 2.. 1.. Los! Schade, dass uns auf der PS2 kein 4:3 Vollbild geboten wird, stattdessen muss man auf entsprechenden Fernsehern mit dicken Balken oben und unten im Bild leben. Dafür wird uns im Gegenzug ein sauberer 60 Hertz-Mode geboten. Was einem wahrscheinlich erst auf den zweiten Blick auffällt, ist, dass die Rückspiegel ebenso wie das Inboard-GPS nicht funktionieren. Die Rückspiegel zeigen uns nur ein unscharfes Etwas, und der GPS-Bildschirm im Wageninneren zeigt ebenfalls nur einen grünen Fleck ohne Informationsgehalt. Bleibt noch zu erwähnen, dass auf der PS2 ebenfalls nicht aufgezeichnet wird welche Strassen wir schon befahren haben und welche nicht, was wohl daran liegt, dass es eh keine Belohnung für das entdecken aller Strassen der Insel gibt.

Meinung

Wertung zu Test Drive Unlimited (PS2)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Hawaii himselfdie super detailgetreu nachgebildeten Fahrzeuge inkl. der einmaligen Innenansichtlang anhaltender Spielspaß durch immer neu präsentierte Möglichkeitenbeim Offline-Spiel wird der Online-Part simuliertdie gute Auswahl der Musikstückedie generelle Präsentationder Suchtfaktor
Läuft leider nicht ganz flüssigmitunter brutale PopUpssich schnell wiederholende MusikstückePAL-Balkendas komplette Fehlen der Missionenkeine Boutiquen und keine Klamotten für unseren Charakterweniger Autos als bei PC und Xbox 360das trübe Erscheinungsbild
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