Es ist cool, sieht modern aus und hat alles, was das Tanz-Herz begehrt, aber ...
Hier steppt der Bär
Quelle: Ubisoft
The Black Eyed Peas Experience
Spielerisch orientiert sich The Black Eyed Peas Experience an den schon genannten Titeln Dance Central 2 & Just Dance 3, wie auch dem indirekten Vorgänger mit Micheal Jackson. Die jeweiligen Choreographien der einzelnen Songs wurden auf kleinere Figuren herunter gebrochen, die mittels Vorschau am oberen Bildrand optimal angekündigt werden. Einerseits ist der Verlauf erkennbar, andererseits informiert ein Zähler darüber, mit welchem Beat die neuen Tanzschritte eingeläutet werden. Unser virtueller Tänzer, in der Karriere im ausführlichen Editor gar nach eigenen Wünschen angepasst, steht dem Team der Black Eyed Peas gegenüber und imitiert deren Bewegungen. Diese müssen natürlich ebenfalls haargenau vor Kinect nachempfunden werden, was dank der deutlich größeren Darstellung der Avatare wesentlich einfacher ausfällt als noch seinerzeit in Michael Jackson The Experience. Wie immer ist die Mechanik auch leicht zu durchschauen, in der Ausführung dann aber ziemlich happig, da das Spiel doch recht hartnäckig wertet und vielleicht auch manchmal den Bewegungsablauf vor dem TV nicht ganz so gut erkennen kann. Insgesamt macht der Titel aber eine hervorragende Figur, vor allem nach der per Optionen möglichen Kalibrierung des Video- und Audio-Lags.
Quelle: Ubisoft
The Black Eyed Peas Experience
Wer sofort in den Dance Party Modus springt, wird unweigerlich ins eiskalte Wasser geworfen. Jeder Song ist von lässig bis legendär in eine von vier Schwierigkeitsstufen eingeteilt und man kann zunächst nicht auf einem niedrigen Niveau anfangen. Ärgerlich, wenn der Lieblingssong daher schier unmöglich erscheint und man vor allem keinen Plan bezüglich der Bewegungen hat. Wer stattdessen die Karriere in Form des Dancing Deluxe Modus startet, freut sich über einen persönlichen Dance Coach. Denn bevor wir Fans im angesagten Club begeistern dürfen, gilt es zunächst die einzelnen Moves zu lernen und unser Können vorab unter Beweis zu stellen. Das interaktive Training bringt euch die einzelnen Tanzfiguren näher und so lernt man Schritt für Schritt die eigentliche Choreographie des gewählten Songs. Das empfanden wir als sehr positiv, auch wenn der Schuss manchmal nach hinten losgehen kann. Wer natürlich wenig Rhythmus im Blut hat und sich unmotiviert vor Kinect stellt, wird in der Karriere auch recht bald auf die Nase fallen und frustriert den Titel in die Ecke pfeffern.
Quelle: Ubisoft
The Black Eyed Peas Experience
Eigentlich schade, denn der Dancing Deluxe Modus bietet so viel mehr als nur eine einfache Karriere, in der man Song für Song abarbeitet und zum Schluss einen Abspann zu Gesicht bekommt. Unter anderem können eigene Choreographien aus den vorhandenen Figuren zusammengestellt werden, auch wenn der Editor etwas umständlich zu bedienen und das Ergebnis leider aufgrund der Vorgaben repetitiv ist und daher bei weitem nicht an die Möglichkeiten von Just Dance 3 heranreicht. Innerhalb der Karriere sorgt ihr zudem für den Aufbau einer Fanbase, die einerseits neue Auftrittsorte mit sich bringt, andererseits weitere Schwierigkeitsgrade sowie vor allem viele Accessoires freischaltet. In der Umkleide kann das virtuelle Ego nach Herzenslust mit neuen Klamotten ausgestattet werden, um stets den neuesten Trend auf die Bühne zu bringen und das Publikum begeistern zu können.
Quelle: Ubisoft
The Black Eyed Peas Experience
Darüber hinaus sorgen Ranglisten für einen internationalen Vergleich sowie sofortige Rückmeldung, wenn die Kollegen aus der Freundesliste mal wieder besser waren. Mit den freischaltbaren Dingen und den Highscores wird Solisten auf jeden Fall ein ordentlicher Motivationsfaktor geboten, dennoch kommt auch bei The Black Eyed Peas Experience am meisten Spaß auf, wenn ein paar Freunde sich im heimischen Wohnzimmer einfinden. Zwei dürfen gleichzeitig das Tanzbein schwingen, weitere zwei dürfen wie schon bei Michael Jackson The Experience die angezeigten Songtexte trällern. Wie so oft ist der Karaoke-Part aber nur ein nettes Gimmick am Rande und dank der weniger guten Rückmeldung zur gesanglichen Performance eher nur der kurzweiligen Unterhaltung dienlich.
