So stellen wir uns Unterhaltung für Erwachsene vor, auch wenn die deutsche Version komplett entblutet wurde.
Multiplayer
Menschen verfügen über Waffen, Darkline laufen Wände entlang
Fast möchte man sagen, dass der Titel "natürlich" auch einen Multiplayer-Mode bietet, der mit fünf verschiedenen Varianten daherkommt. Dabei dürfte sich der Deathmatch, der Team-Deathmatch und der Capture the Flag von selbst erklären. Bei den zwei weiteren Varianten handelt es sich um Abkömmlinge des Last man Standing, wobei der jeweils letzte überlebende Spieler die Runde gewinnt. Relativ einzigartig ist aber nur die Spielvariante "Letzter Mensch", bei der nur ein Spieler in Gestalt eines Menschen das Spielfeld betritt, während alle anderen als Darklinge auftreten. Nur der Mensch kann Punkte erzielen, und wer den Mensch tötet, wird selbst zum Menschen.
Das Besondere am MP-Mode ist, dass man, abhängig vom gewählten Spiel, als Mensch oder Darkling agieren kann, wobei man in einigen Varianten auch während des Spiels zwischen ihnen wechselt. Während die Menschen die einzigen sind die Waffen benutzen können, besitzen die Darklinge die Fähigkeit an Mauern oder sogar Decken entlang laufen zu können.
Juhuu!
In der Praxis aber gibt es ein großes Problem mit dem MP-Mode von The Darkness, denn das Spiel ist ein unglaublicher Bandbreitenfresser. Um ein Spiel für nur vier Spieler hosten zu können, braucht man eine 4 Mbit Anbindung ins Internet, für acht Spieler entsprechend 8 Mbit, worüber wohl nur die wenigsten Spieler verfügen dürften. Somit beschränkt sich der Multiplayer-Mode wohl auf lokal vernetzte Konsolen. Vielleicht wird der Netzcode in den folgenden Wochen noch optimiert und das Spiel gepatcht. Wünschenswert wäre es, denn so wie er augenblicklich aussieht, kann man ihn wirklich fast nur im LAN nutzen, aber nicht übers Internet, was sehr schade ist, denn der Kampf Menschen gegen Darklinge macht wirklich Spaß.
Unterschiede Xbox 360 und PS3
Verstörende Szenen in beiden Versionen
Spielt man auf einem HD-Screen, bekommt man auf den beiden Konsolen eine praktisch identische Grafik geboten, mit dem kleinen Unterschied, dass es auf der Xbox 360 einen ganz leichten Unschärfeeffekt gibt wenn man sich schnell dreht, welcher der PS3 fehlt, wofür man sich aber bei der PS3-Version schneller drehen kann als mit der 360, was in manchen Situationen ein Vorteil sein kann. Spielt man aber an einem gewöhnlichem Röhrenfernseher, muss man auf der PS3 mit dem leider so oft auftretendem 50 Hertz Geflimmer leben, weil sich das Gerät weigert ein 60 Hertz Signal auszugeben. Das führt leider auch im Spiel selbst zu unruhigen Linien und flimmernden Texturen, wovon man auf der Xbox 360 verschont bleibt. Auch vermeint man auf der PS3 in wenigen Situationen einen Framerate Einbruch zu erkennen, wohingegen auf der Xbox 360 immer alles angenehm flüssig läuft.
Unserer Meinung etwas ungünstig gelöst wurde das Problem der längeren Ladezeiten auf der PS3. Die Sony Konsole braucht nämlich pro Ladevorgang ziemlich genau immer drei bis fünf Sekunden länger, was für sich alleine kein Problem darstellen würde, wenn nicht die hervorragenden Ladesequenzen mit Jackie Estacado immer um genau diese Sekunden zu kurz ausgefallen wären, so dass wir auf der PS3 die letzten Sekunden des Ladevorgangs einen schwarzen Schirm kredenzt bekommen an dessen unterem Rand ein langweiliger Ladebalken eingeblendet wird. Diesen sieht man auf der Xbox 360 nie, auf der PS3 bei jedem Ladevorgang. Da fragt man sich schon, weshalb die Ladevideos nicht einfach etwas länger gemacht wurden.
Bleibt noch zu sagen, dass man auf der PS3 natürlich, aus bekannten Gründen, auf den Rumble-Effekt verzichten muss, wobei dieser aber auch auf der Xbox 360 relativ sparsam eingesetzt wurde.