Absolut abgedrehtes, morbides & goriges Schnetzelfest für Freunde bluttriefender Hack'n'Slays.
The Dishwasher: Vampire Smile
Abgerundet wird das Ganze durch ein Shop-System mit dessen Hilfe man neue Waffen oder Bonusgegenstände erwerben kann, um die Gegnerscharen noch eleganter ins Jenseits zu befördern. Wirkliche Neuheiten bietet The Dishwasher: Vampire Smile im Vergleich zu seinem Vorgänger nicht, doch wer sich als beinharter Fan des bockschweren The Dishwasher: Dead Samurai bekennt, der kann eigentlich auch dieses Mal wieder zugreifen, muss allerdings mit einem ähnlich harten Schwierigkeitsgrad leben. Doch wie heißt es so schön? Das Leben ist kein Ponyhof und genau davon ist The Dishwasher: Vampire Smile SEHR weit entfernt. Nix mit Ponys, hier geht's im Staccato zum Abdecker.
Künstlerisches Blutbad in schwarz, weiß und ROT
The Dishwasher: Vampire Smile
Die Entwickler von The Dishwasher: Vampire Smile haben sich durchaus Gedanken über die Gestaltung der einzelnen Areale und abgedrehten Figuren gemacht. Das sieht man dem Spiel gleich in der ersten Sekunde an, da alles fast schon künstlerisch und mit Hilfe von vielen Bildfiltern in Szene gesetzt wurde. Das völlig kranke und morbide Szenario in dem man anfangs sowohl in einer Irrenanstalt als auch einem Raumschiff zu Werke schreitet spricht da für sich. Technisch ist nichts an dem Spiel auszusetzen, wobei es sich von seiner Art her auch nicht großartig vom Vorgänger unterscheidet. Nach wie vor bekommt man comichafte, düstere und abscheuliche Umgebungen geboten, die immer wieder mit hektorliterweise Blut vollgespritzt werden, bis die Venen der Gegner leer gepumpt sind. Afro Samurai meets Kill Bill meets Sin City mit einem Schuss Dead Space wenn man so will.
The Dishwasher: Vampire Smile
Die Gorehounds unter euch werden auf jeden Fall ihre helle Freude haben und die abgedrehten Einfälle der Entwickler sicherlich begrüßen. Casual Gamer oder Freunde der leichten Kost könnten schon etwas verwirrter dreinschauen, wenn sie dieses Schlachtfest das erste Mal zu Gesicht bekommen und dazu schrille Breakbeat und Technoklänge aus den Boxen schallen. Da die Gewaltdarstellung jedoch an allen Ecken und Enden maßlos übertrieben in Szene gesetzt wurde, fällt es schwer das brutale Comicschauspiel gänzlich ernst zu nehmen. Vielmehr schmunzelt man hier und da immer wieder über die kranken Einfälle der Entwickler und kann sich an den Ausrastern der Protagonisten erfreuen (Bitte nicht zu Hause nachmachen!).
