Mehr erstklassiges Rollenspiel in einer einzigen Packung gibts augenblicklich nirgendwo.
Ist das alles? Aber noch lange nicht!
The Elder Scrolls 4: Oblivion - Spiel des Jahres Edition
Die spielerische Freiheit von "Oblivion" scheint fast grenzenlos: Hinter fast jeder Türe wartet eine neue Mission, zahllose Oblivion-Portale wollen geschlossen werden und Geheimnisse gibt es eigentlich überall zu entdecken. Auch bleibt man ständig motiviert die Fertigkeiten anderer Klassen auszuprobieren, denn auch ein Krieger freut sich über den Licht-Zauberspruch, da er sich damit das Herumschleppen von Fackeln erspart und im Kampf eine zweite Hand frei hat. Auch der Serienvater "The Elder Scrolls: Arena" wird 13 Jahre nach seiner Veröffentlichung in "Oblivion" geehrt: In der kaiserlichen Hauptstadt wartet ein riesiges Kolosseum auf euch, in dem ihr entweder als Zuschauer euer Geld durch Wetten mehren könnt oder aber selbst in den Ring steigen dürft. Wer hier besonders fleißig ist, steigt natürlich im Rang auf und darf sich schließlich auf ein hartes Match gegen den großen Champion der Arena freuen - und der hat natürlich auch wieder ein Quest für euch auf Lager.
The Elder Scrolls 4: Oblivion - Spiel des Jahres Edition
Die Heimwerker unter euch können natürlich auch magische Waffen mit den in Oblivions Höllenwelt erbeuteten Siegelsteinen herstellen oder sich in der Kunst der Alchemie durch das Herstellen von Zaubertränken versuchen. Besonders gute Magier, denen die Auswahl an Zaubersprüchen im nächsten Laden nicht üppig genug ist, dürfen im Spielverlauf auch noch völlig neue Hexereien kreieren und damit für jeden Gegner das passende Gegenmittel finden. Leseratten werden wie schon beim Vorgänger mit einer Fülle verschiedener Bücher versorgt, welche beim Studieren mitunter sogar die eine oder andere Fertigkeit verbessern. Wer unbedingt will, darf sich schließlich in der Stadt seiner Wahl auch noch ein Häuschen kaufen und es nach Belieben einrichten. Die Möglichkeit des Heiratens hat man sich hier im Gegensatz zu "Fable" gespart, aber mal ganz ehrlich: Wer will bei all diesen spielerischen Möglichkeiten auch noch freiwillig die Strapazen einer Ehe auf sich nehmen?
Knights of the Nine und Shivering Isles
The Elder Scrolls 4: Oblivion - Spiel des Jahres Edition
Neben dem Hautspiel Oblivion beinhaltet die Game of the Year-Edition auch die separat erhältlichen Erweiterungen Knights of the Nine und Shivering Isles. Bei Knights of the Nine handelt es sich weniger um ein klassisches Add-On zu einem Rollenspiel, sondern viel mehr um eine Art Kollektion die viele Mini-Erweiterungen beinhaltet, wie zum Beispiel den Turm des Zauberers, das Diebesversteck, aber auch kleine Erweiterungen wie Pferderüstung. Acht sind es dabei am Stück, die Knights of the Nine beinhaltet, wobei eben Knights of the Nine die größte Erweiterung darstellt, da es sich dabei nicht nur um zusätzliche Gebäude handelt, die den Spieler kurze Zeit beschäftigen, sondern um eine eigene Quest-Reihe die schon ca. 5 bis 10 Stunden vor den Bildschirm fesselt. In der Geschichte um die ausgestorbenen "Ritter der Neun" erfährt der Held von einem grausamen Hochelfenmagier, der einst Tamriel beherrschte. Nur das mutige Einschreiten einiger Helden, später bekannt als die neun Göttlichen, konnte die Schreckensherrschaft durch den vermeintlichen Tod des Zauberers beenden - doch nun ist dieser zurück und fordert blutige Rache. Der Spieler begibt sich also auf die Suche nach den mächtigen Artefakten der Neun und versucht mit den neun Göttern selbst Kontakt aufzunehmen, damit sie ihm in der bevorstehenden Schlacht beistehen.
The Elder Scrolls 4: Oblivion - Spiel des Jahres Edition
Bei der zweiten Erweiterung die die GOTY-Edition von Oblivion beinhaltet handelt es sich um das erschienene Add-On Shivering Isles, welches den Spieler in eine bizarre Welt entführt. Etliche Helden haben im Lauf der Videospielgeschichte bereits Portale durchquert, um in neue Welten vorzustoßen - doch selten fanden sie auf der anderen Seite einen derart krassen Kontrast zu ihrer gewohnten Umgebung: Während man in Obilvion die Welt zwar als bildgewaltig, aber Rollenspieltechnisch dennoch konventionell erleben durften, betritt man hier durch die Fratze eines Steingötzen eine wunderbar sinistre Welt des Irrsinns: Die zitternden Insel. Diese ist in zwei Teile zerrissen: Mania mit der Hauptstadt New Seoth im Nordosten und Dementia mit The Fringe im Südwesten. Nach der Ankunft im Randland der Insel kann man seine Erkundung erst beginnen, wenn man einen athletischen, axtschwingenden Riesen bezwungen hat, in dessen Eingeweiden man den Schlüssel findet, welcher das Tor zur freien Erkundung der Insel öffnet.
The Elder Scrolls 4: Oblivion - Spiel des Jahres Edition
Optisch unterscheidet sich Shivering Isles stark vom Reiche Tamriel, dabei ist nicht die Grafik sondern lediglich die skurrile Optik der neuen Spielwelt gemeint. Während sich der nördliche Teil durch kunterbunte, schrille Erscheinungen hervortut, gelangt man weiter südwärts immer mehr in die Arme düsterer, außerirdisch wirkender Lebensformen: Riesige, abstruse Pilze, verdorrte Bäume und die von den Farben grau und violett geprägten Wälder entführen den Spieler in eine Welt, wie man sie nur aus wenigen Rollenspielen kennt. Dazu passen auch die neuen Kreaturen: Baumwesen, die euch mit Psychoeffekten paralysieren wollen oder giftige Amphibienwesen, welche sich im Regen automatisch regenerieren stellen sich einem in den Weg und verschaffen Abwechslung von den bekannten daedrischen Störenfrieden. Charaktere allzu niedriger Stufe sollten deshalb nicht unbedingt sofort auf die Insel reisen, sondern erstmal im stufenorientierten Hauptspiel aufleveln, damit sie den erbarmungslosen neuen Wesen gewachsen sind.
Wenn der Himmel runter fällt...
The Elder Scrolls 4: Oblivion - Spiel des Jahres Edition
Nun zu den Einwohnern dieser paranoiden Welt. Es ist wohl keine größere Überraschung, dass diese sich, regiert durch Sheogorath, Herr der Insel und "Prinz des Wahnsinns" in einer geistig etwas desolaten Lage befinden. Dementsprechend krank sind auch größtenteils die Quests, wobei sich die der Manie und die der Demenz folgendermaßen unterscheiden: Während man in der Welt der Manischen oft lautlos und geschickt vorgehen muss, lebt man in der Welt der Demenz seine blutrünstigsten Gelüste aus. Die Quests haben hierbei im Vergleich zum Hautspiel angenehm an Entscheidungsfreiheit gewonnen, so lässt sich vieles auf mehrere Weise abschließen und man hat mehr Möglichkeiten, auf die Aufgaben zu reagieren. Doch oft ist gar nicht so klar, worum es überhaupt geht: Nicht immer wird der Wunsch so eindeutig geäußert wie bei dem Verrückten, der euch bittet, ihn vom Dach zu stoßen. Oftmals ist die Aufgabenstellung ebenso skurril wie verzwickt, wie hilft man beispielsweise jemandem, der ständig das Gefühl hat, ihm könne jederzeit der Himmel auf den Kopf fallen? Passend dazu sind auch die Belohnungen oft nicht von dieser Welt: Ein gehäuteter Hund oder Pfeile aus Gebeinen gehören zu den gebräuchlichen Geschenken im Reich Sheogoraths.
Doch was soll man überhaupt hier? Die Antwort ist einfach: Der Prinz des Wahnsinns höchstpersönlich benötigt Hilfe. Damit wird dem Spieler endlich mal die Möglichkeit geboten, in einer Fantasywelt nicht dem Guten und Gerechten zu dienen, sondern das Chaos zu nähren - dessen Feind ist logischerweise die Ordnung, deren Gott seit Jahrtausenden die Domäne von Sheogorath zu zerstören sucht. Dem soll man nun Entgegenwirken, indem man den Tempel des Fürsten in der Hauptstadt der Insel, New Seoth, betrittund dort einen Auftrag erhält, mit welchem man die Insel des Wahnsinns ein für alle Mal schützt.
