Mit The Shoot hat uns Sony mit seinem ersten Lightgun-Shooter für Move versorgt, jetzt ist The Fight an der Reihe.
Unfaire Mittel
The Fight
Unser Kämpfer beherrscht ein kleines Repertoire ein unfairen Moves. Dazu muss man zusätzlich die T-Taste drücken und die vorgegebene Bewegung ausführen. Wie diese aussehen, erklärt das Spiel. Unter anderem sind Kopfnüsse und Ellbogenschläge möglich. An anderer Stelle kann man den Opponenten mit einer Hand packen und ihn mit der anderen bearbeiten. Doch leider muss auch hier attestiert werden, dass die Kommandos eher selten richtig erkannt werden. Es wird viel Kraft für nichts und wieder nichts verschwendet. Weiterhin ist die Auswahl an verschiedenen Angriffen eher begrenzt, zumal die Beine nicht benutzt werden. Apropos, man muss während des Kampfes auf einer Position verharren, da ansonsten eine erneute Kalibrierung fällig wird, die man während des Spielens und vor jedem Fight ohnehin gefühlte 1.000 Mal durchlaufen muss. Um den Kämpfer zu bewegen, muss die Move-Taste gedrückt und gleichzeitig der Controller in die jeweilige Richtung bewegt werden.
The Fight
Da nicht jeder über zwei Move-Controller verfügt, ist es auch möglich, einen DualShock zu schwingen. Dieser erkennt jedoch keine exakten Bewegungen sondern löst nur vordefinierte Angriffe aus, die noch schlechter erkannt werden als bei der Move-Peripherie. Ich rate von diesem Experiment ab, es macht einfach keinen Spaß bzw. noch weniger Spaß als mit zwei Move-Controllern. Die Eye-Kamera soll eigentlich auch Kopfbewegungen erkennen. Doch dazu braucht man zunächst eine perfekte Beleuchtung, was nahezu unmöglich ist, und selbst dann versagt das System viel zu oft. Neben dem Balken für Lebensenergie sieht der Kämpfer noch ein Ausdaueranzeige. Greift man in zu schneller Abfolge an, sinkt die Ausdauer bis auf Null, womit man nur noch ein Opfer für den Gegner darstellt. Aus diesem Grund sollte man sich ab und zu etwas erholen. Wer seine Daten (Körpergröße und Alter) angibt, dem berechnet das Programm den Kalorienverbrauch. Dem eigenen Kämpfer schauen wir übrigens über die Schulter, wobei es auch Kameraperspektiven gibt, die etwas weiter heraus zoomen. In jedem Fall hat man genügend Übersicht, auch wenn eine Ego-Perspektive vermisst wird.
Dreckig und brutal
The Fight
Die Kämpfer in The Fight sind durchgehend Gesichtsbaracken, doch die dreckige und düstere Grundstimmung wird durch die ungemütlichen Arenen sehr gut eingefangen. Auch die Charakter-Modells bieten genügend Details. Da man jedoch nur in dunkel-grauen Gegenden unterwegs ist, macht sich optisch sehr schnell ein wenig die Monotonie breit. Insgesamt wurde bei der Optik gute Arbeit geleistet, was vom Sound unterstützt wird. Hier bekommen wir hauptsächlich Rap- und Hip-Hop- Mucke zu hören. Die deutsche Stimme von Danny Trejo ist ganz in Ordnung. Dennoch sollte man die Konsole auf Englisch umstellen, da sich der echte Trejo nun mal besser darstellen kann, und zwar deutlich besser.
