Innovation wird bei diesem gelungenen Titel ganz groß geschrieben. So machen Action-Adventures Spaß!
Ein spielerisches Multitaltent!
Grafisch ist Mark of Kri ein bis ins Detail hervorragend gestalteter Leckerbissen. Dabei geht es in erster Line gar nicht so sehr um die ebenfalls sehr gute 3D-Grafik, vielmehr um die tollen Zwischensequenzen und Charakterdesigns, für die anscheinend ehemalige Disney-Zeichner verantwortlich waren. Diese Artworks und die Gesichter der Figuren sind jedes mal ein echter Augenschmaus und verbreiten eine ganz eigene, packende Atmosphäre. Die in-Game Grafik ist stellenweise zwar etwas trist, die gelungenen und äußerst abwechslungsreichen Animationen unseres Helden machen dies allerdings wieder gut. Selten hat man derart viele Angriffsbewegungen an einem Spielehelden gesehen. Das dabei auch oft kräftig auf die Pixelblut-Tube gedrückt wurde ist unserer Meinung nach nicht so schlimm, auch wenn es stellenweise ziemlich heftige Szenen zu sehen gibt.
Mark of Kri ist aber kein Metzelspiel in dem es nur ums Töten geht. Nein, es ist viel mehr als das und verlangt vor allem einen klugen Kopf am Joypad. Rau, unser Held, kann sich nämlich mit allerlei Tricks und Techniken seiner Feinde entledigen. Ganz wichtig ist dabei das Zielsystem: Mit dem rechten Analogstick werden bis zu drei Feinde gleichzeitig anvisiert. Über deren Köpfen erscheint nun ein Symbol der für sie "zuständigen" Taste, also ein Kreis, Dreieck oder Viereck. Somit ist es möglich den Kampf mit mehreren Gegnern gleichzeitig aufzunehmen. Wer nur zwei oder nur einen Gegner im Visier hat, kann zudem die frei gebliebene Taste(n) für besonders starke Schlagkombinationen verwenden. Später kommen zum anfangs verfügbaren Schwert noch ein paar zusätzliche Waffen (Axt, Bogen und Speer), diese sorgen für besonders viel Abwechslung im Gameplay, da somit auch völlig neue Funktionen und Angriffstechniken verfügbar werden. Rau kann sich übrigens auch ohne Waffen bestens zur Wehr setzen und sich an seine Gegner sehr geschickt anschleichen um sie lautlos zu eliminieren. Es ist sogar möglich mehrere Gegner gleichzeitig, oder um die Ecke stehende Feinde im Schleichmodus gezielt und in aller Ruhe zu überwältigen. Sollte man trotzdem mal von einem Feind überrascht werden, kann man mit geschicktem Einsatz der R1-Taste den Feind oftmals überwältigen und seine eigenen Waffen gegen ihn anwenden. Durch diese Elemente wird das Gameplay extrem abwechslungsreich und lässt dem Spieler immer mehrere Möglichkeiten offen eine bestimmte Situation zu meistern. Es gibt allerdings auch Stellen, in denen nur eine Taktik funktioniert und man sehr schnell sein Leben verliert, wenn man die Situation falsch angeht. Hier ist häufiges Speichern absolute Pflicht.
So manchen Hinterhalt kann man zum Glück sehr leicht entgehen, wenn man seinen magischen Vogel namens Kuzo häufig und richtig einsetzt. Kuzo kann an bestimmen Stellen in den Leveln landen und die Gegend für uns unerkannt auskundschaften. Manchmal benötigt man ihn auch zum Umlegen von Schaltern oder zum Ablenken von Gegnern. Kuzo ist ein weiteres Spielelement, dass dem Gameplay viel Tiefe und Abwechslung verschafft. Viele Situationen sind ohne den magischen Vogel nur schwer zu schaffen und auch so mancher Bonusgegenstand versteckt sich dort, wo nur Kuzo hinkommen kann.
Den zentralen Punkt im Spiel stellt das Wirtshaus von Rongo dar, hier wird die Geschichte weitererzählt, neue Kampftechniken gelernt und bei einem alten Magier kann man einiges an Bonusmaterial freischalten. Das Spiel ist sehr linear aufgebaut und man kann sich in den Leveln eigentlich nicht verlaufen. Lange Suchorgien und Durststrecken im Gameplay wie bei "Soul Reaver" hat man hier definitiv nicht zu befürchten.
