Der etwas verspätete Nachfolger demonstriert eindrucksvoll, wie "Enter the Matrix" hätte aussehen sollen.
Zwiespältige Technik
The Matrix: Path of Neo
Grafisch hat "The Matrix: Path of Neo" ordentlich zugelegt und lässt seinen Vorgänger alt aussehen. Trotzdem ist die PC-Version im Vergleich zu den Konsolen-Kollegen absolut schwach ausgefallen, denn selbst bei höchster Detailstufe und Auflösung sieht das Spiel keinen Deut besser als auf der PS2 aus. Weder die Texturen, noch der Detailgrad des Protagonisten erreichen hier ein überdurchschnittliches Niveau. Heutige PCs sind zu weitaus mehr in der Lage, weshalb die PC-Version auch bei der Wertung einiges an Federn lassen musste. Die Grafikengine kann die effektreichen Kämpfe aber trotzdem bestens darstellen, was auch daran liegt, dass ihr die Umgebung fachmännisch zerlegen könnt. So werden bei den Kämpfen ganze Wände eingerissen, Holzbalken zersplittert, Scheiben gehen zu Bruch und Putz bröckelt unter Beschuss realistisch zu Boden.
Man spricht Deutsch
Atari hat sich die Mühe gemacht "The Matrix: Path of Neo" komplett ins Deutsche zu übersetzen und das sehr vorbildlich. So werdet ihr bis auf einige wenige Ausnahmen die deutschen Synchronstimmen der Schauspieler hören können, die ihren Job zwar nicht so emotional wie im Kino verrichte, ihr Handwerk aber dennoch ohne Fehl und Tadel beherrschen. Nur einige wenige Nebenfiguren wurden etwas lieblos und teils unpassend synchronisiert, was aber im Endeffekt kaum negativ auffällt. Da es sich hierbei um ein Lizenzprodukt handelt, könnt ihr euch natürlich auch auf die gelungene Filmmusik freuen, die mitreißend das Spielgeschehen untermalt. Leider ist die Abmischung nicht immer ganz gelungen, wodurch die Sprachausgabe in den Filmsequenzen oft zu leise wirkt.
