The Next Big Thing im Gamezone-Test

Test CharLu

Ein rundherum gelungenes Point & Click-Adventure aus dem Péndulo Studio, den Machern von Runaway.

Die beste Band der Welt, Die Ärzte erzählten seinerzeit schon voller Inbrunst von der Monsterparty, auf der man mit allerlei unwirklich anmutenden Gestalten seinen Spaß haben kann. Wem bis dato visuelle Vorstellung gefehlt haben sollten, wie so eine Party aussehen könnte, bekommt vielleicht mit The next BIG Thing die richtigen Ideen serviert, denn der frische Zögling der Péndulo Studios hat alles, was eine richtige Monster-Sause so braucht - Zeitreise inklusive!

Julienne-Suppe und Blumen zum Frühstück

The Next Big Thing The Next Big Thing Keine Frage, die Péndulo Studios sind kein unbeschriebenes Blatt, haben sie in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen, dass sie mit gut arrangierter Adventure-Kost, gespickt mit Humor und ordentlichen Rätseln überzeugen können - Stichwort Runaway. Gleichermaßen Segen wie Fluch wagen die Entwickler nun den Versuch abseits ihrer erfolgreichen Trilogie und betreten neues Terrain, gleichwohl sie aber dem was sie können, nämlich klassische Point'n Click Geschichten, gar nicht erst versuchen den Rücken zu kehren. Im Gegenteil - Gutes kann, im Zweifel für den Angeklagten, nur besser werden.

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The Next Big Thing The Next Big Thing Getreu dem Motto "Schuster, bleib bei deinen Leisten" schickt sich das zumindest zu Anfang wenig sympathische Pärchen Daniel 'Dan' Muray und Elizabeth 'Liz' Allaire an, eine drohende Verschwörung zu enthüllen - ergo das titelgebende Geschehen The next big Thing. Dan, ein eher selbstgefälliger, egozentrischer, allerdings auch sehr erfolgreicher Sportreporter wurde damit betraut, wenn auch im weitläufigen Sinn, auf die frisch ins Reporter-Business eingestiegene Liz aufzupassen. Liz, aus sehr gutem Hause, ist eine taffe junge Frau mit einer nicht immer ganz den Umständen angepassten "großen Klappe" und gelegentlich sorgt Liz mit schizophren anmutenden Äußerungen dafür, dass ihre jeweiligen Gegenüber am Verstand der jungen Dame zweifeln müssen. Nichts desto weniger beweist Liz den richtigen Riecher, denn nach einer Preisverleihung wird die junge Frau Zeuge eines Einbruchs - und auch wenn Dan zunächst keine Lust hat einen auf Enthüllungsjournalist zu machen, so hat er am Ende keine Wahl und zieht mit Liz an einem Strang.

Philosophische Roboter-Wachen mit Selbstmordgedanken

The Next Big Thing The Next Big Thing Klingt nicht unbedingt nach Spannung und Humor? Vielleicht deshalb, da weniger das ungleiche Paar im Zentrum des Geschehens steht, sondern vielmehr das Ambiente, die Zeit und vor allem die weiteren Protagonisten. Schnallt euch also an, sorgt dafür das der Fluxkompensator fluxoiert und reist zurück in ein alternatives Hollywood der 50er Jahre! Monster, nicht mehr länger Gefangene des Zelluloids, sind selbigem entstiegen und leben mit den Menschen in Einklang. Der erfolgreichste unter ihnen ist William A. Fitzrandolph, Monster und Filmmagnat und er hatte auch zur besagten Preisverleihung geladen. Und während auf der nachfolgenden Party Hochstimmung herrscht, nutzt Schauspieler und eine Art Frankenstein-Verschnitt mit Namen Big Albert die Gunst der Stunde, steigt in Fitzrandolphs Büro ein und liefert so den Stein des Anstoßes.

The Next Big Thing The Next Big Thing Nun liegt es an euch aufzuklären, was in Herrgottsnamen Big Albert im Büro seines Chefs verloren hat. Zunächst einmal ist Dan völlig unbeeindruckt vom dem Geschehen, so dass ihr mit Liz alleine los ziehen müsst. Wie es sich für ein ordentliches Spiel der Gattung Point'n Click Adventure gehört, untersucht ihr alles was nicht Niet- und Nagelfest ist. Aber auch das Befragen anderer Protagonisten, von denen ihr reichlich antreffen werdet, steht mit auf dem Programm. Dabei sind es weniger Menschen, denen ihr bohrende Fragen stellt, sondern vielmehr etliche andere Monster sowie Roboter-Wachen, die vor allem deshalb eine Erwähnung verdient haben, da sie mit einem sehr variablen, beinahe schon menschlichen Eigenleben auffallen, allerdings nicht selten durchaus manipulierbar sind, so dass ihr einer Rätsels Lösung näher kommen könnt.

The Next Big Thing The Next Big Thing Generell sind die gestellten Aufgaben unterm Strich recht einfach zu lösen - egal ob ihr ein Adventure-Profi seid oder Einsteiger ins Genre. Auch der grundlegende Aufbau, welcher sich einem roten Faden gleichend durch die gesamt acht Kapitel zieht, weist wenig Kurven oder gar Knoten auf. Dazu gehört auch, dass ihr die beiden Protagonisten immer nur in Einzelaktionen erleben werdet; Hübsch abwechselnd schnüffelt ihr mal in der Rolle der Liz und im nächsten Kapitel wieder mit Dan herum, sucht Gegenstände, kombiniert diese, löst damit gern mal einen Mechanismus aus, fühlt Verdächtigen auf den Zahn, so dass ihr zumeist ohne Umschweife die nächste Aufgabe übernehmen könnt.

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