The Witcher 3: Wild Hunt wurde zwar kürzlich erst auf kommenden Februar verschoben, das hält Entwickler CD Projekt Red aber nicht davon ab, uns auf der E3 neue Szenen aus dem Rollenspiel zu zeigen, die unsere Vorfreude ins Unermessliche steigern.
Auf der E3 2013 gab es endlich wieder was von Hexer Geralt und The Wither 3: Wild Hunt zu sehen. In der laut Jonas Mattsson, Level Artist bei CD Projekt, bisher längsten Präsentation des polnischen Rollenspiels gieht es heftig zur Sache. Der vorgespielte Abschnitt aus The Wither 3: Wild Hunt setzt nahtlos nach dem Ende des neuesten Trailers ein, in dem der Hexer eine riesigen Greifen zur Strecke bringt und ihm den Kopf abschlägt.
Mit dem Schopf des ehemals stolzen Greifvogels am Sattel sehen wir Geralt durch die Stadt Novigrad galoppieren, die sich majestätisch in die Landschaft einfügt. Auch die Atmosphäre wirkt stimmig. Stadtbewohner gehen einem Tagesablauf nach, waschen die Wäsche, bieten Waren feil oder streiten sich lautstark. Am Auftraggeber angekommen, überreicht Geralt den Greifenskalp und erhält einen Folgeauftrag, der ihn an einen entlegenen Ort schickt.
Quelle: CD Projekt
The Witcher 3: Wild Hunt (6)
Die Spielwelt von The Witcher 3: Wild Hunt ist enorm groß. Zeit spart ein Schnellreise-System, mit dem sich einmal entdeckte Orte auf der Karte von jedem Wegweiser aus bequem auf einer Übersicht für den Teleport auswählen lassen. Nach dem der Hexer ans Ziel transportiert wurde, öffnet Mattson das Inventar und gewährt den anwesenden Journalisten einen Blick auf die Waffen, von denen der Hexer gleich zwei Stück parat hat: Eine Klinge ist für Humanoide bestimmt, mit der anderen erledigt er Biester wie Werwölfe oder tollwütige Tiere. Waffen gibt's als Beute, bei verschiedenen Händlern, als Belohnung für Missionen oder als Handwerksgegenstand, der hergestellt wird.
Nach diesem kurzen Abstecher ins Interface geht's weiter in der Geschichte. Wir machen Bekanntschaft mit einem ganz besonderen Geschöpf: Einem Godling. Optisch ist das Wesen ein Mix aus wahnsinniger Kartoffel und verrückter Katze – und redet zumindest am Anfang kein Wort mit Hexer Geralt. Grund dafür ist ein Fluch, der dem Godling auferlegt wurde. Weil Entwickler Jonas Mattsson so ein netter Kerl ist und alle Anwesenden die Fellkartoffel sofort ins Herz geschlossen haben, hilft der Hexer natürlich gerne und kletter einen Felsvorsprung herauf, um die Quelle des Fluchs zu finden und zu bannen.
Dabei fallen die Leichtfüßigkeit und die tollen Animationen ins Auge, die auch Kämpfe zu einem Augenschmaus machen. Auf der Klippe angekommen, warten schon einige Gegner, die Geralt gekonnt umtänzelt, pariert und dann unter einem lauten "Wusch" wortwörtlich in zwei Hälften zerteilt – ganz schön martialisch. Ob die Sterbeanimationen der Gegner und die allgemeine Blutflut so auch in der deutschen Version von The Witcher 3 enthalten sein werden, bleibt abzuwarten.
Quelle: CD Projekt
The Witcher 3: Wild Hunt (7)
Neben hartem Stahl setzt der Hexer im Kampf auch auf Zauber und Umgebungswaffen – oder die Kombination von beidem. Er verfügt über fünf verschiedene Spruch-Kategorien, die ihn etwa Telekinese, Verwurzelung oder Feuerzauber einsetzen lassen. In Kombination mit der Landschaft, verursacht Geralt dann noch zusätzlichen Schaden, wenn er beispielsweise im Sumpfaufsteigende Gase mittels Feuerzauber Ignite zur Explosion bringt und dabei eine größere Meute an Feinden vernichtet. Alle Magiearten steigen außerdem m Level auf und werden mit der Zeit immer mächtiger oder erhalten spezielle Extra-Wirkweisen.
Einen weitere Besonderheit sind die Hexer-Sinne, mit denen sich puren von besonderen Wildtieren und Bestien aufspüren lassen – Geralt hört besser, sieht mehr und verfügt dann außerdem über zusätzlich Jagd-Skills, die im Kampf gegen stärkere Feinde wie Werwölfe helfen.Verletzt sich der Hexer im Kampf oder möchte sich ausruhen, geht er in sich. Kein Witz, Geralt meditiert und wirft sich über Nacht Tränke ein, die ihn stärker oder geschickter machen. Allerdings nicht pausenlos, denn jede Trankmischung, die einverleibt wird, steigert das Toxicity-Level von Geralt – ist das Maximum erreicht, haben Tränke auch negative Effekte auf Statuswerte und lassen ihn schlechter dastehen – Finger weg von gepanschten Tränken!
Quelle: CD Projekt
The Witcher 3: Wild Hunt (10)
Wenn der Hexer mal nicht kämpft oder redet(oder Frauen anbaggert), dann kann man ihm stundenlang dabei zusehen wie er durch die Spielwelt läuft. Die ist nämlich so detailliert und mit viel Liebe gestaltet, dass ich mich nicht daran sattsehen konnte. Gräser, die sich im Wind wiegen, Blätterrascheln, aufgescheuchte Vögel, die wegfliegen und angreifenden Tiere, bei denen man gefühlt jedes Haar im Fell sehen kann. In der E3-Präsentation stimmte alles. Die Missionen waren super ausgewählt, die gezeigten Gegenden waren abwechslungsreich und die Kämpfe spannend. Und am Ende gab es sogar noch ein kurzes Wiedersehen mit zwei Bekannten Damen aus dem Witcher-Universum…
Ein paar Minimacken gab es natürlich noch, auch wenn die eigentlich nicht der Rede wert sind. Unter anderem flimmerten Texturen im Wald mitunter störend oder in Nahaufnahmen schielte Geralt. Solche Kleinigkeiten dürften aber bis zum Release von The Witcher 3: Wild Hunt im kommenden Jahr kein Problem sein. Ein tatsächliches Problem ist aktuell nur die gesteigerte Vorfreude auf mein schon jetzt Rollenspiel-Highlight 2015. Die Veröffentlichung von The Witcher 3; Wild Hunt ist für den 24. Februar 2015 geplant. Ich drücke beide Daumen, dass CD Projekt Red es schafft und das Gezeigte sich auch in der versprochenen Qualität im fertigen Spiel wiederfinden.
