Leider nicht mehr als unterdurchschnittliche Hack & Slay-Action, die nach nur fünf Stunden ein schnelles Ende findet.
08/15-Design
Thor: God of Thunder
Besonders ekelig ist allerdings die Kamera, die sich zwar manuell justieren lässt, jedoch grundsätzlich ein perfektes Beispiel für die totale Unübersichtlichkeit ist. Vor allem wenn man gegen größere Feinde antritt und Angriffsmustern ausweichen muss, versagt die Kamera völlig, weswegen man oft nicht sieht, was Sache ist. Ein weiteres Manko ist die alberne Story, die kaum der Rede wert ist, und das absolut generische Design, was sowohl Feinde als auch Spielwelt betrifft, passend unterstützt. Die Entwickler haben sich ein wenig am Film orientiert und das Ganze mit einer 08/15-Dschungel-Welt, ein paar kargen Felslandschaften, Lava-Leveln und einigen futuristischen Innen-Arealen ergänzt. Abgesehen davon, dass man an Details gespart hat, könnten die Level standardisierter und fantasieloser kaum noch sein, was zusätzlich auf das Gegner-Repertoire zutrifft. Da die Unreal Engine 3 genutzt wird, darf wenigstens manchmal die eine oder andere hübsche Stelle bewundert werden, während Thor: God of Thunder zumindest aus technischer Sicht keinen Totalausfall darstellt. Schön und kreativ ist allerdings etwas völlig anderes.
Thor: God of Thunder
Die Animationen sind ebenfalls nicht sonderlich ansehnlich, doch immerhin stimmt der filmische Soundtrack zufrieden, was man von der deutschen Sprachausgabe nicht behaupten kann. Thor klingt wie ein kleiner Bursche, die anderen Charaktere sind ähnlich schlecht synchronisiert. Zum Glück müssen die niedrig aufgelösten Zwischensequenzen eher selten angeschaut werden. Wie bereits erwähnt, ist Thor: God of Thunder recht kurz ausgefallen. Auch wenn das Spiel gerne ein paar unfaire Stellen bietet, kann man es auf leicht bis zum letzten Oberbösewicht innerhalb von nur fünf Stunden schaffen. Dann wird es aber sehr frustig, was auch für die drei höheren Schwierigkeitsgrade gilt. Man muss schon extrem leidensfähig sein, um das Spiel auf "schwer" anzugehen. Dafür ist das Design zu unvorteilhaft. Mehrspielermodi gibt es nicht, weswegen man sich sehr gut überlegen sollte, ob man die 50 Euro ausgibt.
