Golf-Fans mit einer PS3 können sich über eine deutlich verbesserte Move-Steuerung freuen.
Wann kommt die neue Grafik-Engine?
Tiger Woods PGA Tour 12: The Masters
Das optische Highlight dürfte in Tiger Woods PGA Tour 12 ganz eindeutig die Integration des Golfkurses von Augusta sein. Jedes Detail wurde berücksichtigt und in digitaler Form in den Titel eingebaut. Ob das nun das berühmte Brückchen, die "Magnolia Lane" zum Clubhaus oder der "Big Oak Tree", eine 150 Jahre alte Eiche, ist - was den Augusta National Golf Club auszeichnet, werdet ihr in Tiger Woods PGA Tour auch wiederfinden. So weit, so schön. Weniger schön ist, dass sich sonst in punkto Grafik in den letzten 12 Monaten Entwicklungszeit nicht wirklich etwas getan hat. D. h. zum einen, dass die Wasserdarstellung, die sich im Wind bewegenden Bäume bzw. Grasflächen und die Animationen der Golfer immer noch über jede Kritik erhaben sind. D. h. aber auch zum anderen, dass es immer noch ein absolut hässliches Zuschauerdesign, eine teilweise extrem sterile Himmel- bzw. Wolkendarstellung, schwache Regeneffekte und vor allem keinen wirklichen technischen Fortschritt zu sehen gibt. EA, wo ist endlich die neue Grafik-Engine?
Tiger Woods PGA Tour 12: The Masters
Während also auf allen drei Plattformen größtenteils ein grafischer Stillstand zu beobachten ist, wurde zumindest im akustischen Bereich etwas geändert. Mal wieder, muss man sagen, denn nachdem bereits letztes Jahr das Kommentatorenduo ausgetauscht wurde, geschieht dies im aktuellen Ableger erneut. In Tiger Woods PGA Tour 12 werden eure Schläge nun von Jim Nantz und dem etwas bekannteren David Feherty kommentiert. Übrigens komplett in Englisch und natürlich immer noch mit den kaum vorhandenen Gefühlsregungen. Gefühlsregung ist übrigens ein gutes Stichwort, denn nicht nur, dass die Zuschauer optisch "flach" sind, sie sind es auch akustisch. Stimmung will, selbst bei den besten Schlägen, nicht wirklich aufkommen - aber auch das sind wir ja bereits aus den diversen Vorgängern schon so gewohnt.
Tiger Woods PGA Tour 12: The Masters
Was wir allerdings nicht von den Vorgängern gewohnt waren, ist, dass es nun kein gedrucktes Begleitheft bei den beiden Next-Gen-Varianten (PS3, Xbox360) mehr gibt. Ok, man kann sich die Anleitung als PDF von den EA-Supportservern in deutscher Sprache herunterladen, gegebenenfalls auch ausdrucken, richtig übel ist aber, dass die sich auf der BluRay bzw. DVD befindliche Beschreibung, die man jederzeit über das Menü aufrufen kann, komplett in Englisch ist. Ganz, ganz schwach, Herr Publisher. So was nennt man nicht wirklich Kundenservice. Man könnte ja noch verzeihen, dass der Titel nicht lokalisiert wurde, also alle In-Game-Texte / Sprachausgaben in Englisch sind, aber kaum hinnehmbar ist für ein 60 Euro-Spiel, dass man praktisch komplett auf eine deutsche Beschreibung verzichten muss und das, obwohl auf der Verpackung sogar noch damit geworben wird, dass die Dokumentation auf Deutsch sei.
