Eine umfangreiche und passable Golfumsetzung, an der es aber auch das ein oder andere zu bemängeln gibt.
Caddy, Schwungsteuerung - vieles bekannt, einiges neu
Nach wie vor habt ihr die Möglichkeit euch der Golfsimulation oberflächlich zu nähern. Wollt ihr also nicht unnötig Zeit damit verschwenden, euch über Schlägerart, Schwungstärke oder ähnliches Gedanken zu machen, dann gibt es auch heuer wieder den seit letztem Jahr bekannten Caddy-Modus. Die Nutzungsmöglichkeiten dieses "Taschenträgers" reichen von der komplett automatischen Auswahl - ihr müsst dann tatsächlich nur noch den Schwung/Schlag ausführen -, über den manuellen Ratschlag, den ihr annehmen oder komplett verwerfen könnt, bis hin zum Deaktivieren dieses Features. Übrigens beim Putten ist die Caddy-Hilfe auch im aktuellen Ableger der Golfsimulation wieder nicht zu gebrauchen. Warum hier nicht nachgebessert wurde, wissen wohl nur die Entwickler.
Ebenfalls eher für die oberflächliche Herangehensweise gedacht, war das seit vielen Jahren immer als Alternative zur Sticksteuerung im Gameplay vorhandene "3-Klick-System". Das Grundprinzip war hierbei, wie ihr euch schon denken könnt, alle relevanten Golfaktionen über die Buttons zu steuern. Leider gehört dies mit Tiger Woods PGA Tour 13 der Vergangenheit an, wer nun Golf auf PS3 und Xbox360 spielen will, der muss sich damit abfinden dies ab 2012 nur noch über die Sticks (Bewegungssteuerung mal außen vor gelassen) tun zu können. Wir meinen: Ziemlich schade.
Tiger Woods PGA Tour 13
Aber gut, hat man sich damit abgefunden und hat man sich ganz auf die Sticksteuerung eingelassen, dann stellt man schon nach wenigen Spielminuten fest, dass sich hier im aktuellen Ableger von Tiger Woods doch einiges getan hat. Und zwar einiges im positiven Sinn. Vorbei dieses teilweise kaum noch nachvollziehbare Gefummel aus dem Vorgänger, in Tiger Woods PGA Tour 13 gibt sich die Steuerung über die beiden Sticks richtig intuitiv und zugänglich. Trotzdem hindert diese Zugänglichkeit das Gameplay nicht daran, auch die nötigen Tiefen zu bietet. Stichwort hierbei: True Swing. Einstellen der Schwunggeschwindigkeit, des Abschlagwinkels, des Schlagpunktes auf dem Ball und der Fußstellung lassen schon erahnen, dass man selbst nach Auswahl des Schlägers immer noch genug zu tun hat, um wirklich den perfekten Drive auf das Fairway zu zaubern. Schön auch, dass die Stärke und Geschwindigkeit absolut korrekt und vor allem optisch ansprechend in einem Schwungbogen dargestellt wird. Vorbei die Zeiten, wo das Ganze kaum erkennbar in einer Ecke oder altmodisch auf einer Powerleiste angezeigt wurde.
Tiger Woods PGA Tour 13
Coins? Pins? Beides wichtige Gameplaybestandteile von Tiger Woods PGA Tour 13. Während die Coins - können im Spiel nach den üblichen Vorgehen, also durch gute Leistungen, Aktionen usw., erarbeitet oder, für die Reichen unter euch, auch über harte Euros bzw. MS-Punkte erstanden werden - dafür benutzt werden, sich bestimmte dauerhafte Verbesserungen und spezielle Bonis zu erkaufen, haben die Pins primär die Aufgabe euch temporär, also für das gerade aktuelle Spiel, zu unterstützen. Besserer Abschlag, besseres Putten, besseres Auge für bestimme Gegebenheiten - praktisch alles kann durch Pins aufgewertet werden. Dadurch, dass die Anzahl der Benutzung begrenzt ist und ihr euch über die Zeit bessere Pintypen erspielen könnt, bekommt das Ganze sogar eine taktische Ausrichtung - ganz nach dem Motto: Wann setzte ich was am besten ein.
