Wo ist hier nur der Schleudersitz? Diesen viel zu leichten und langweiligen Railshooter möchte man am liebsten schnell verlassen!
Tom Clancy's Hawx 2
Der Bodenangriffsmodus wirkt sogar noch witzloser. Man steuert den Flieder aus einer sehr nahen 3rd Person-perspektive unter dem Heck des Fliegers und fliegt im Tief- und Tiefstflug durch die (ausgesprochen hässlichen) Wii-Landschaften. Als Waffen stehen einem Geschütze und Luft-Bodenraketen zur Auswahl, insgesamt läuft es aber Gameplaymäßig häufig darauf hinaus, dass man nur schnell mit dem Pointer reagieren muss, um anfliegende Raketen abzublocken. Außerdem: Mindestens ein Level haben die Entwickler so richtig verbockt, da der Helikopter darin durch Berge und Täler auch automatisch auf- und absteigt - schwer zu handhaben und daraus resultieren so einige Crashes.
Tom Clancy's Hawx 2
Helikopter kann man außerdem auch aus einer Cockpitsicht steuern - die einzigen Flugzeuge, die man aus dieser Perspektive erlebt. An Bord hat man dabei das Geschütz, spezielle gelenkte Luft-Bodenraketen und ungelenkte Raketenwerfer, die schnurstracks dahinfliegen, wo der Wii-Pointer hinzeugt. Vor allem die Nachtmissionen vermitteln hierbei die realistischsten Momente, die H.A.W.X. 2 zu bieten hat, vom Anspruch her ist es aber nichts weiter, als ein Moorhuhn-Klon aus einem Hubschrauber.
Anspruchslos und relativ öde
Tom Clancy's Hawx 2
Insgesamt ist das Spiel leider viel zu anspruchslos. Feinde sind einfach zu bekämpfen, das Fliegen insgesamt ist simpelst und selbst schwierige Flugmanöver kriegt man ohne Probleme hin. Nichts davon wird aber von dem komplett sinnlosen Autopiloten übertrumpft, der einmal angeschaltet, das Spiel zu einem überteuerten Moorhuhnableger degradiert und jeglichen, vorher schon nur geringen, Anspruch an den Spieler dahinrafft. Okay, man könnte sagen, dass der Wii-Titel halt was für Kinder ist, aber aufgrund seines offenkundig militärischen Hintergrundes und einer 12er-Freigabe lassen wir nicht mal das zählen.
Tom Clancy's Hawx 2
Grafisch präsentiert sich auch nicht das Gelbe vom Ei. Die Flugzeuge sind da noch das hübscheste, was der Spieler zu Gesicht bekommt. Vor allem aber die Umgebung und Bodenziele fallen durch eine abstruse Hässlichkeit auf. Die Umgebung basiert einmal mehr auf realen Satellitenbildern, was zwar auf den Next Gen-Konsolen gut aussieht, auf der Wii aber verwaschen und niedrig aufgelöst ist und zu einem Brei aus braunen, beigen und grünen Farbtönen. Explosionen sind da noch unansehnlicher und wirken grob aufgepipxelt und komplett antiquiert. Aber, das muss man dem Spiel zugestehen, wenigstens läuft alles flüssig auf dem Bildschirm ab!
Verschiedene Steuerungsarten
Tom Clancy's Hawx 2
Hat man als Spieler ein letztes Fünkchen Anstand und Anspruch ans Gameplay, so wird man den Autopiloten natürlich abschalten. Um so weiterzuspielen, braucht man in jedem Fall ein Nunchuck. Damit kann man dann mithilfe des Sticks lenken, auf der Wiimote sind die Waffen (Geschütz mit Trigger, Raketen mit A auslösbar). Leider ist es nicht möglich, das Flugzeug zu gieren, also eine reine Seitwärtsbewegung zu machen. Stattdessen muss man sich immer in die Kurve legen und mit dem Höhenruder nachhelfen. Das ist unpräzise und vor allem unpraktisch!
Besonders wilde Naturen können sich aber auch im Bewegungsflug probieren. Dabei steuert man den Flieger durch die Bewegung des Nunchucks, der ja auch einen Sensor enthält. Ist zwar unpräzise, die Wiimote braucht man ja aber dennoch, um auf dem Bildschirm zu zielen. Wem das zu schwer fällt, der kann einfach das Nunchuck abstöpseln und in den Draufsichtmodus wechseln. Das ist ein Shoot'em Up-Arcademodus, der zwischen Sidescroll- und Draufsicht wechselt und komplett 2D abläuft. Traurig, dahinter verbirgt sich zwar der simpelste Spielmodus, dafür aber auch der interessanteste.
