Technisch nicht ganz so rund wie auf den anderen Systemen, aber noch immer ein knallhartes Actionfest für Profis.
Technische Differenzen
Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas
Vegas bleibt also Vegas, auch auf der PS3. Die Unterschiede zu den konkurrierenden Fassungen fallen somit minimal aus und sind eher technischer Natur. So mussten wir beispielsweise feststellen, dass wir im Vergleich mit der Version für Microsofts Daddelkiste mit doppelt so vielen Ladesequenzen konfrontiert wurden. Das bedeutet im Klartext, dass bei bestimmten Rücksetzpunkten nicht einfach nur gespeichert, sondern auch nachgeladen wird, was den Spielfluss ein wenig auseinander reißt. Eigentlich fast schon peinlich für die PS3, denn hier zeigt sich offenbar mal wieder der Flaschenhals des Systems. Bei einer so strikten Aufteilung des Arbeitsspeichers hilft eben auch keine Blu Ray Disc, und so sah sich Ubisoft scheinbar gezwungen, die Level im Datenaufwand zu halbieren. Aber auch grafisch scheint die PS3 Fassung nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten zu können. Beim direkten Vergleich fällt zum Beispiel das etwas gröber aufgelöste Bump Mapping, das fehlende Anti-Aliasing sowie die mehrfache Verwendung bestimmter Texturen auf, was allerdings nicht wirklich ins Gewicht fällt. Viel eher waren die etwas dunkleren und kontrastarmen Farben zu bemängeln, die vielen Settings ein leicht matschiges Erscheinungsbild verleihen, und nicht so crisp rüberkommen, wie auf der Xbox 360. ganz zu schweigen davon, dass die Framerate hin und wieder etwas einsackt. Wer die anderen Umsetzungen nicht kennt, wird sich daran aber kaum stören, denn nach wie vor ist die Grafik hervorragend und begeistert mit Weitsicht, überzeugenden Effekten sowie realitätsnahen Modellen.
Allerdings ist ein HD Screen für dieses Spiel Pflicht, denn auch wenn Ubisoft das übliche Low-Res Flimmern vermeiden konnte, wirkt sich die niedrige Auflösung eines Röhren TV negativ auf die Spielbarkeit aus. Entfernte Gegner, die im schlimmsten Falle vor kontrastarmem Hintergrund stehen, sind oft nicht mehr als ein Pixelhaufen, der nur schwer ins Fadenkreuz zu bekommen ist, was in High Definition aber nur selten ein Problem darstellt.
Akustisch ist Rainbow Six Vegas hingegen über alle Zweifel erhaben. Fast alle Unterhaltungen wirken authentisch, die Soundeffekte sind knackig und selbst die Schreie der in Panik geratenen Gegner sind überzeugend. Nur die Stöhnsamples, die abgespielt werden, wenn ihr oder einer eurer Partner getroffen wird, sind nicht intensiv genug und können in bestimmten Situationen sogar nervig wirken. Jedenfalls hat man nicht den Eindruck, dass eine einschlagende Kugel einem eurer Mitstreiter große Schmerzen bereitet. Die eher vereinzelt verwendete Musik, die oft von Quellen innerhalb der Szenerie eingespielt wird, sorgt hingegen für eine ungeahnte Authentizität, da sie nicht versucht, eine künstlich heraufbeschworene Stimmung aus dem Off zu erzeugen.
