Splinter Cell: Chaos Theory im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Die PS2-Version viel deutlich schwächer aus als die großen Brüder auf dem PC und der Xbox.

Gleiches Gameplay, viel mehr Action

Gesundheit wird neuerdings getrunken Gesundheit wird neuerdings getrunken Das grundlegende Spielprinzip ist natürlich das geblieben was Splinter Cell schon immer war. Allerdings erzeugt die Summe der vielen Neuerungen tatsächlich einen neuen Spieleindruck. Denn auch wenn man eine Wache einfach erschießen kann, ist es doch viel lustiger und spannender zu versuchen sie möglichst spektakulär um die Ecke zu bringen. So können wir uns von einem Rohr herabhängend eine Wache schnappen und ihr das Genick brechen, ohne den Boden zu betreten. Ebenso ist es möglich sie über ein Geländer in die Tiefe zu stoßen oder ihnen einfach das Kampfmesser von ganz nah zu zeigen. Besonders spannend ist es auch wenn man versucht in ein Zelt einzudringen, indem man die Plane zerschneidet und sich von Hinten an die Wache ranmacht. Speziell dieses Feature aber verrät uns, dass eben doch nicht alles überall möglich ist. Denn nur an den dafür gedachten Stellen können wir ins Zelt eindringen, nicht etwa dort wo es uns am praktischsten erscheint.

Von den neuen technischen Spielereien abgesehen bemerkt man recht schnell, dass sich die Entwickler nicht nur viel Mühe gegeben haben uns möglichst unterschiedliche Herausforderungen und Einsatzorte zu bieten, das Gameplay im gesamten ist auch etwas schneller und actionreicher ausgefallen. So dürfen wir wesentlich öfter die Waffe einsetzen oder rohe Gewalt anwenden. Trotzdem aber liegt der Hauptaugenmerk nach wie vor auf dem unentdecktem Vorgehen.

Co-op und Versus-Mode

Den Versus-Mode, also die Spielvariante an der bis zu vier Spieler teilnehmen können, wobei zwei in die Rolle der Spione schlüpfen und die anderen zwei in die Rolle der verteidigenden Söldner, gibt es in fast unveränderter Form wieder. Ganze elf Level werden uns geboten auf denen wir unser Geschick gegenüber den anderen menschlichen Spielern beweisen können. So wie schon in Pandora Tomorrow müssen wir uns auch in dieser Multiplayer-Variante mit einer leicht geänderten Steuerung gegenüber der Singleplayer-Mission abfinden.

Coop-Mode auf der PS2 nur lokal möglich Coop-Mode auf der PS2 nur lokal möglich Völlig neu hingegen ist der Co-op Mode, welcher zwei Spielern gestattet gleichzeitig am Spiel teilzunehmen. Allerdings spielen wir im Co-op nicht etwa die Missionen aus der Singleplayer-Kampagne, sondern vier speziell für diesen Modi erstellte Level. Zugegeben, vier Level hört sich nicht besonders viel an und ist es in der Praxis auch nicht, auch wenn die Level selbst ebenfalls sehr gelungen und abwechslungsreich sind. Der Pferdefuß den uns die PS2-Version aufbürdet ist der Umstand, dass man den Coop-Mode ausschließlich lokal per Splitscreen spielen kann. Obwohl die PS2-Fassung einen Online-Mode besitzt, unterscheidet sich dieser kaum von dem aus "Pandora Tomorrow", denn den Coop-Mode kann man nur lokal spielen, nicht einmal das verlinken mehrerer Konsolen ist möglich.

Neben den bekannten Bewegungen und Gadgets gibt es im Co-op Mode spezielle Bewegungen die nur zu Zweit und nur in diesem Modus benutzt werden können. Allen voran die Räuberleiter, wobei ein Spieler den anderen über ein hohes Hindernis heben kann. Auf dieselbe Art und Weise funktioniert die menschliche Leiter, nur eben umgekehrt von Oben herab. Variationen davon sind das Doppel-Abseilen und der Kopfüber-Abstieg. Der Vorteil beim Doppel-Abseilen ist, dass der Spieler der am Seil hängt seine Waffe benutzen kann, wohingegen der haltende Spieler die Bewegung des Hängenden steuert. Beim Kopfüber-Abstieg hingegen können wir die Waffe nicht benutzen, aber sehr wohl unsere Hände. Während uns also unser Mitspieler hinablässt, können wir uns eine Wache greifen und sie erwürgen. Die beiden lustigsten Moves aber sind definitiv das auf der Schulter stehen, wobei man sogar seine Waffe einsetzen kann, sowie der Weitsprung. Dieser gestaltet sich nämlich anders als erwartet. Um beispielsweise seinen Kollegen über eine Laserbarriere zu bekommen, genügt es ihn zu nehmen und darüber zu schleudern. Der Geschleuderte ist sogar in der Lage eine Wache auszuschalten, insofern der Werfer auch gut gezielt hat. Wie realistisch es ist seinen Mitstreiter mehrere Meter durch die Luft zu schmeißen sei einmal dahingestellt, Spaß macht es allemal.

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