Tomb Raider: Nur wie früher - Ich will ein Retro-Spin-off!

Kolumne Carlo Siebenhüner
Tomb Raider: Nur wie früher - Ich will ein Retro-Spin-off!
Quelle: Crystal Dynamics / pcgames

Selbst nach fast 30 Jahren besitzen Lara Crofts Abenteuer immer noch eine enorme Sogwirkung. Gameplay, Levelaufbau & Stimmung sind einzigartig und stellen für Carlo die Frage: Warum baut man auf dieser Grundlage nicht ein Retro-Spin-off?

2024 hat spielerisch bereits ordentlich Fahrt aufgenommen, obwohl das Jahr erst zwei Monate alt ist. Palworld hat sich richtig durchgesetzt, Helldivers 2 ist ein Hit, und Banishers ist ebenfalls fantastisch. Trotzdem bin ich momentan in eine ganz andere Spielewelt eingetaucht - eine, die schon viele Jahre auf dem Buckel hat. Neben den großen Neuerscheinungen hat mich eine Remaster-Trilogie wieder voll in ihren Bann gezogen.

Tomb Raider wie früher

Die Rede ist natürlich von Lara Croft und den Neuauflagen der ersten drei Tomb-Raider-Spiele, die bereits fast 30 Jahre alt sind. Die Grafik wurde aufgefrischt, mit scharfen Texturen, mehr Polygonen und höheren Frameraten. Dennoch steckt unter der Haube immer noch das alte Spiel, wie man anhand der Möglichkeit, auf die alte Version umzuschalten, erkennen kann.

Es ist erstaunlich, wie diese Spiele auch heute noch eine enorme Anziehungskraft besitzen. Vielleicht spricht da auch eine gehörige Portion Nostalgie aus mir, aber beim Erkunden der Höhlen und Tempel habe ich mich gefragt, warum nicht mal wieder etwas Neues in diesem Stil gemacht wird.

Tomb Raider ist natürlich nicht tot. Die Reihe ist nach wie vor unverwüstlich. Die Reboot-Trilogie ist großartig geworden, abgesehen vom ersten Teil, bei dem ich die Story unglaublich dämlich fand. Aber dazu kommen wir noch. Es wird sogar ein neues Tomb Raider entwickelt. Crystal Dynamics arbeitet fleißig daran und hat kürzlich ein erstes Artwork veröffentlicht.

Lara Croft in der Spielserie Quelle: Crystal Dynamics Doch was ich mir wünsche, ist eine Art Retro-Tomb-Raider mit den Mechaniken und dem Stil von damals. Tomb Raider 1 wurde 1996 veröffentlicht, also vor fast 30 Jahren. Es wurde sofort ein Hit, und Eidos brachte dann einen Teil nach dem anderen heraus, bis die Spieler schließlich genug davon hatten. Eidos wollte Lara anschließend neu erfinden und scheiterte kläglich mit Angel of Darkness. Erst mit einem Entwicklerwechsel kam die Reihe wieder auf Kurs.

Was Tomb Raider ausmacht

Mein Punkt ist: Schon 1996 hatte Tomb Raider alles, was die Reihe ausmacht und es wurde sofort schlecht, als man an dieser Formel herumexperimentierte. Vor allem zwei Punkte stechen für mich hier heraus.

Da haben wir natürlich den Charakter, Lara Croft. Heutzutage ist ihr Name immer noch sehr bekannt. Ende der 90er-Jahre entstand aber ein regelrechter Kult um Lara Croft.

Lara kämpft gegen einen Löwen. Quelle: Aspyr Media Ich kann mir am Ende nicht ganz erklären, warum die Leute so dermaßen begeistert waren. Das lag natürlich auch an ihrem Äußeren, das will ich nicht abstreiten, aber auch ihr Charakter an sich war einfach cool. Lara Croft war von Anfang an ein starker Charakter.

Aristokratin, gut ausgebildet, eloquent, gefährlich. Was heute vielleicht von manchen Teilen des Internets als "alleskönnende Mary Sue" verschrien würde, kannte man damals nur von Indiana Jones und Co. Es war damals vielleicht die Zeit für eine weibliche Heldin.

Bildergalerie

Dieser Charakter ist untrennbar mit Lara Croft verbunden. Im Reboot von 2013 sollte sie verletzlich sein und es sollte ihren Weg zur starken Heldin zeigen. Meiner Meinung nach hat das überhaupt nicht funktioniert. Das lag aber auch zu großen Teilen am Story-Drehbuch. Das arme Mädchen heult und schluchzt, aber sobald sie den Abzug betätigt, wird sie zur Killermaschine. Das ergibt keinen Sinn.

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