Tomb Raider: Legend im Gamezone-Test

Test Alexander Schneider

Auch auf dem Gamecube beweist Lara, das sie es drauf hat. Leider aber auch mit ein paar grafischen Schwächen.

Zurück zu den Anfängen?

Tomb Raider: Legend Tomb Raider: Legend Nach den letzten Tomb Raider Titeln war es eigentlich zu erwarten, dass die Serie wieder zu alten Qualitäten zurückfinden muss um weiterhin bestehen zu können. Nicht umsonst wurden wir im Vorfeld mehrmals daraufhingewiesen, dass Lara nun wieder zu ihren archäologischen Wurzeln zurückgefunden hat. Doch keine Angst, Tomb Raider Legend wirkt an keiner Stelle altbacken oder wie ein Titel von gestern, ganz im Gegenteil ist das Spiel absolut up to date und präsentiert uns deswegen nicht nur die erwarteten Höhlen mit zugehörigen Steinrätseln und Geheimgängen, sondern auch viele moderne und urbane Orte, wie das Japan von heute beispielsweise, wo sich Lara in und auf stählernen Wolkenkratzern bewegt und gegen absolute HiTec bestehen muss. Doch ist der Mix aus dem wühlen in alter Erde und den modernen Örtlichkeiten herrlich gelungen, besonders auch weil die zugehörige Geschichte so spannend erzählt wird, was jedem einzelnen Ort im Spiel wichtig werden lässt.

Tomb Raider: Legend Tomb Raider: Legend Wenn es alleine nach meinem persönlichem Urteil ging, dann würde ich nämlich nicht behaupten, dass Lara zu den alten Wurzeln zurückgefunden hat, ganz im Gegenteil ist sie eher neu auferstanden, hat den Staub der Vergangenheit abgewischt und präsentiert sich komplett neu. Technsich ist die GameCube-Fassung von Tomb Raider Legend wie erwartet irgendwo zwischen PS2- und Xbox-Version angesiedelt. Unterschiede sind jedoch klar erkennbar. Vor allem im Vergleich mit der Xbox 360-Fassung zieht die Cube-Version natürlich deutlichst den Kürzeren. So wirkt die GameCube-Lara Detailärmer und es finden sich einige verwaschene Texturen im Spiel wieder, die auch vom Auftritt auf der Sony Konsole bekannt sind. Das Nintendo's Würfel bei dieser Umsetzung abermals nicht wirklich ausgereizt wurde wird dem Spieler optisch an einigen Stellen bewusst. So verfügt die GameCube-Fassung gar im Vergleich mit allen anderen Versionen über keinerlei Schattenwurf, die Lichteffekte fallen insgesamt etwas schwächer aus. Dennoch wirkt an manchen Stellen das Spiel einen Tick farbenfroher als die PS2-Version. Wer mit offenen Augen durch die verschiedenen Level läuft, der erkennt ab und zu auch das Zucken von nicht einwandfrei integrierten Texturen. Nichtsdestotrotz gelingt aber auch hier das Revival von Lady Croft und kann überzeugen.

Alle paar Kapitel begegnen wir einem Bossgegner, die, wie könnte es anders sein, kaum auf den ersten Versuch zu bezwingen sind, selbst wenn wir uns für den leichtesten der drei gebotenen Schwierigkeitsgrade entschieden haben. Denn allen gemein ist, dass man erst herausfinden muss wie sie zu bezwingen sind. Oft ist eine Kombination aus bestimmten Vorgehen und exaktem Timing nötig um ihrer Herr zu werden.

Musik & Sound

Spätestens wenn wir mit Lara das erste Mal auf dem Motorrad sitzen, wird uns die unglaublich gut passende Hintergrundmusik zum Spiel auffallen. Derweil sollte der aufmerksame Spieler schon vorher merken mit wie viel Gefühl die einzelnen Musikstücke ins Gameplay eingeflochten wurden. Erst seitdem ich dieses Spiel gespielt habe, weiß ich, wie gut Trance zu einer Ducati passt, besonders wenn man mit 150 Sachen durch die Steppe fegt.

Was aber die ganzen Lara-Fans unter euch am meisten freuen dürfte, ist der Umstand, dass sie wieder ihre bekannte Synchronstimme erhalten hat, nämlich die von Marion von Stengel, und wir uns nicht mit einer Aushilfsstimme zufrieden geben müssen. Doch neben ihr haben auch die anderen Synchronsprecher ganze Arbeit geleistet und sorgen für ein glaubwürdiges Spielerlebnis.

Lara, ganz allein für dich

Tomb Raider Legend ist ein reinrassiger Singleplayer-Spaß für einen Spieler alleine. Es gibt keinerlei Möglichkeiten sich zu Zweit mit ihr zu Vergnügen, Lara steht für keinen Dreier bereit. Der Schwerpunkt des Spiels liegt auf der erzählten Story sowie das möglichst schnelle und perfekte absolvieren der einzelnen Levelabschnitte. Perfekt sind sie, wenn wir alle versteckten Schätze in Bronze, Silber und Gold gefunden haben, und schnell müssen wir beim zweiten Mal sein, wenn wir uns an das Zeitspiel wagen, welches pro bestandenem Kapitel freigeschaltet wird. Selbstverständlich muss man diese Aufgaben nicht gleich in Angriff nehmen und kann sich beim ersten Durchgang voll auf das Spiel konzentrieren, um dann beim zweiten Durchgang möglichst alles perfekt zu machen.

Belohnungen

Nach jedem beendetem Kapitel werden wir für unsere Leistung belohnt. Und Tomb Raider Legend gibt sich wirklich spendabel und schüttet gerne und viel aus. Da gibt es Kostüme für Lara frei zu spielen, welche sodann im optionalem Zeitspiel und bei wiederholtem durchspielen eines Levels benutzt werden können, sowie weitere Objekte aus dem Spiel, wie Waffen und Fahrzeuge, aber auch Konzeptgrafiken, Charakter-Profile und sogar Waffenupgrades. Damit wird jedwede Art von Bonus-DVD unnötig.

Meinung

Wertung zu Tomb Raider: Legend (GC)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Laras neues Bewegungsrepertoireder magnetische Haken und seine Möglichkeitendie einwandfrei funktionierende Steuerungdas flüssige Gameplay ohne Frustmomentedie herrlich ausstaffierten Örtlichkeitendie hervorragend inszenierte MusikuntermalungLaras Mimikdas nasse Körper-Featuredie abwechslungsreichen Rätselstellungendas geschlitzte Abendkleiddie original Synchronstimme von Marion von Stengel
Haare und Arme durchdringen in seltenen Fällen die Körperkeinerlei Schattenwurf im Spielselten auftretende Ruckler
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