Auf der Suche nach Thors Werkzeugen stolperten wir über diverse Besonderheiten der Wii-Version des Spiels.
Die Underworld
Tomb Raider Underworld
Wie bereits erwähnt gibt die Wii-Version von Tomb Raider Underworld leider auch Anlass zur Kritik. Diese beschränkt sich weniger auf die spielerischen Aspekte, sondern mehr auf die technische Umsetzung des Abenteuers. Im Verlauf des Abenteuers sind uns viele kleine Fehler aufgefallen die den Spielspaß etwas schmälern. Wollen wir mit Lara von einer Kante hoch zur nächsten springen funktioniert dies oft nur, wenn wir dabei exakt von der Mitte aus abspringen, da Lara die eingegebene Aktion sonst nicht ausführt. Ähnliches passiert auch bei vielen Durchgängen und Türen die wir passieren wollen. Treten wir nicht exakt durch die Mitte ein bleiben wir an unsichtbaren Wänden hängen. Einmal mussten wir sogar über eine unsichtbare Kante springen um eine Tür passieren zu können. Ein weiteres Problem von Lara ist ihre Angewohnheit gerne mal ins ungewisse zu springen. Wenn wir über drei Wandvorsprünge verteilt nach oben springen müssen nimmt sie die ersten beiden problemlos, beim dritten Sprung jedoch entscheidet sie sich dafür die Richtung zu verändern und springt in den Abgrund. Hier wäre deutlich mehr Feintuning angebracht gewesen. Das Spiel hat vor allem mit einer ungenauen Kollisionsabfrage zu kämpfen, da Lara Kanten, Wände und sonstige Gegenstände an denen sie Aktionen ausführen oft nicht als solche erkennt. Erschwerend kommt die ab und zu ungenaue Steuerung hinzu wenn Lara eingegebene Aktionen nicht ausführt. Unsere Archäologin war schon immer stur, in solchen Fällen trübt es jedoch nicht selten den Spielspaß. Die Steuerung selbst ist gut gelöst und die Kontrollen wurden recht intuitiv auf der Wii-Mote und dem Nunchuk verteilt. Eine gewisse Einarbeitungszeit ist jedoch erforderlich. Teilweise erweckt es den Anschein als wäre die Wii-Version des Spiels eher Stiefmütterlich behandelt worden.
Die Wii-Version im Vergleich
Tomb Raider Underworld
Während wir uns eingehend mit der Wii-Fassung von Tomb Raider Underworld beschäftigt haben, haben wir parallel dazu die Xbox 360-Version gespielt. Die Unterschiede zwischen den Versionen fallen dabei größer aus als vermutet und haben uns sehr überrascht. Während die 360-, PS3- und PC-Fassungen inhaltlich identisch sind, wurde die Fassung für die Wii teilweise sehr stark angeglichen. Das man auf Nintendo's Konsole natürlich nicht mit den grafischen Finessen der Next-Gen-Konsolen rechnen kann ist klar. Dennoch haben die Entwickler es geschafft dem Spiel auch auf der Wii eine Top-Optik zu verpassen. Allerdings merkt man dem Spiel deutlich an das es auf viele Spezial-Effekte verzichten musste. Die größten Änderungen wurden jedoch an den Arealen selbst vorgenommen. Während die Rahmenhandlung des Abenteuers natürlich gleich blieb wurden die verschiedenen Spielabschnitte drastisch verändert. Lediglich der Prolog, das erste Level und das Finale wurden fast unverändert, aber dennoch vereinfacht, übernommen. Als wir mit der kecken Archäologin jedoch die verschiedenen Schauplätze wie Thailand, Jan Mayen usw... erforscht haben, hatten wir das Gefühl ein komplett anderes Spiel zu spielen. Schalter waren nicht mehr rechts sondern links. Ganze Spielabschnitte wurden extrem vereinfacht, fehlten gar komplett oder wurden durch simple, aber spaßige, Mini-Spiele ersetzt. Der sogenannte "Casual"-Einschlag macht sich in der Wii-Version mehr als bemerkbar. Anscheinend wollten Crystal Dynamics und Eidos dem Casual-Spieler gerecht werden und liefern mit der Wii-Fassung im Vergleich mit den anderen Version eine "Light"-Version von Tomb Raider Underworld. Ganz nach dem Motto: "Spaßig, aber bloß nicht zu anspruchsvoll."
