Auf der Suche nach Thors Werkzeugen stolperten wir über diverse Besonderheiten der PS2-Version des Spiels.
Die PS2-Version im Vergleich
Tomb Raider: Underworld
Während wir uns eingehend mit der PS2-Fassung von Tomb Raider Underworld beschäftigt haben, haben wir parallel dazu die Xbox 360- und Wii-Version gespielt. Die Unterschiede zwischen den Versionen fallen dabei größer aus als vermutet und haben uns sehr überrascht. Während die 360-, PS3- und PC-Fassungen inhaltlich identisch sind, wurden die Fassungen für die Wii und PlayStation 2 sehr stark angeglichen. Das man auf Sonys in die Jahre gekommener Konsole natürlich nicht mit den grafischen Finessen der Next-Gen-Konsolen rechnen kann ist klar. Die PlayStation 2-Version sieht aber noch ein ganzes Stück schwächer aus als die Wii-Version. Selbst der Vorgänger Tomb Raider Legend macht auf der PS2 eine bessere Figur. Auch merkt man dem Spiel deutlich an, dass es auf viele Spezial-Effekte verzichten musste. Die größten Änderungen wurden jedoch an den Arealen selbst vorgenommen. Während die Rahmenhandlung des Abenteuers natürlich gleich blieb wurden die verschiedenen Spielabschnitte drastisch verändert. Als wir mit der kecken Archäologin jedoch die verschiedenen Schauplätze wie Thailand, Jan Mayen usw... erforscht haben, hatten wir das Gefühl ein komplett anderes Spiel zu spielen. Schalter waren nicht mehr rechts sondern links. Ganze Spielabschnitte wurden extrem vereinfacht, fehlten gar komplett oder wurden durch simple, aber spaßige, Mini-Spiele ersetzt. Der sogenannte "Casual"-Einschlag macht sich auch in der PS2-Version mehr als bemerkbar. Anscheinend wollten Crystal Dynamics und Eidos dem Casual-Spieler gerecht werden und liefern mit der PS2-Fassung im Vergleich mit den anderen Versionen eine "Light"-Version von Tomb Raider Underworld. Ganz nach dem Motto: "Spaßig, aber bloß nicht zu anspruchsvoll." Selbst der Ableger für die Nintendo Wii ist anspruchsvoller aufgebaut. Wir fragen uns warum, an den technischen Grenzen der PlayStation 2 kann es nicht liegen, eben so wenig an mangelndem Speicherplatz auf der DVD.
