Towers of Aghasba: Mir macht es trotz durchschnittlicher Steam-Bewertungen viel Spaß!

Special Michael Grünwald
Towers of Aghasba: Mir macht es trotz durchschnittlicher Steam-Bewertungen viel Spaß!
Quelle: Dreamlit/PC Games

Ein weiterer Survival-Titel startet in den Early Access und Redakteur Michi Grünwald findet, Towers of Aghasba hat Potenzial!

Überleben ohne Hilfe

Was bisher nach einem ziemlich einfachen Survival-Spiel klingt, hat jedoch seine Ecken und Kanten. Zwar spiele ich zu Beginn ein relativ ausführliches Tutorial, doch insgesamt werde ich nur recht wenig an die Hand genommen. Wo ich bestimmte Materialien finde oder wie ich bestimmte Hilfsmittel herstelle, erfahre ich eher zufällig.

Denn erst sobald ich beispielsweise einen Felsbrocken abbaue, weiß ich, welche Rohstoffe ich daraus gewinne. Nicht aus jedem Baum bekomme ich außerdem die gleichen Materialien und zusätzlich besteht Aghasba aus mehreren Biomen.

Obwohl ich Survival-erfahren bin, hat sich für mich nicht immer direkt erschlossen, wo ich welche Rohstoffe erhalte - Erkundung steht also definitiv weit oben auf der Tagesordnung. Um mich zu heilen, muss ich zunächst auf Beeren und andere Snacks zurückgreifen; erst auf der Hauptinsel sagt mir das Spiel, wie ich mich effizienter verarzten kann. Das ist zwar keine optimale Lösung, aufgrund des relativ leichten Schwierigkeitsgrads aber verschmerzbar.

Ein Spieler taucht in Towers of Aghasba Quelle: Dreamlit Aufpassen muss ich bei Angriffen von Gegnern aber dennoch, denn meine mysteriöse Hauptfigur steckt nicht wirklich viele Treffer ein, ehe sie den Löffel abgibt. Der Tod wird allerdings nicht bestraft, denn ich erwache im nächsten Dorf mit allen Rohstoffen im Inventar wieder zum Leben.

Nerviger finde ich dagegen die stark verseuchten Gebiete und ab einem gewissen Zeitpunkt der Story verschlägt es mich regelmäßig dorthin. Mit Hilfsmitteln verlängert sich zwar die Zeit, in der ich mich in den Arealen aufhalten darf, doch gerade nach wenigen Stunden ist die Herstellung dieser Utensilien noch äußerst anspruchsvoll. Auch das Finden der helfenden Klarhimmel-Pflanzen gestaltet sich meistens als schwierig.

Um die Gebiete von der Verseuchung zu befreien, muss ich zunächst Schreine wiederaufbauen. Dafür benötige ich bestimmte Materialien. Doch welche das sind, erfahre ich erst vor Ort. Glücklicherweise befinden sich in der Nähe Schnellreiseportale, doch auch die muss ich erst mit Verbundenheit freischalten - alles nicht so einfach.

Eine Figur steht zwischen lebenden Händen in Towers of Aghasba Quelle: Dreamlit

Arachnophobiker aufgepasst

Gruselig wird's, sobald bestimmte Gegnertypen angreifen. Einerseits sind das Wesen, die sehr stark an Spinnen erinnern. Für Leute mit Spinnenphobie besteht leider keine Möglichkeit, die Krabbelviecher anders darzustellen. Andererseits gibt es auch Hände als Feinde. Ja, richtige Hände mit fünf Fingern und Härchen, aber eben ohne dazugehörigen Arm. Das sieht ganz schön creepy aus, wenn die von Söhre befallenen Widersacher auf uns zu stürmen und springen.

Schnapper nennen sich die Kreaturen und existieren ebenfalls als freundliche Genossen. Schon recht frühzeitig nach Spielstart bin ich auf eine freundliche Schnapper-Familie gestoßen, für die ich ebenfalls ein paar Quests erledigen konnte.

Selbst als Horror-Fan ist der Anblick der lebenden Hände für mich ein wenig verstörend, aber auch sehr cool. Es gibt noch etliche weitere Gegner - manche von ihnen menschlicher Natur, manche wirken eher wie große Raubkatzen oder Wildschweine.

In den Ökosystemen kreuchen und fleuchen dagegen eher friedliche Tierchen herum. Je weiter ich in der Story vorankomme, desto größer werden die Lebewesen. Rein äußerlich erinnert mich die Fauna an einen Mix aus No Man's Sky und Kena: Bridge of Spirits. Es ist auf jeden Fall ordentlich Abwechslung geboten. Alle Tiere lassen auch unterschiedliche Rohstoffe zurück, wenn ich doch einmal meinen Speer oder Bogen für die Rohstoffsammlung zücken muss.

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