Towers of Aghasba: Mir macht es trotz durchschnittlicher Steam-Bewertungen viel Spaß!
Special
Ein weiterer Survival-Titel startet in den Early Access und Redakteur Michi Grünwald findet, Towers of Aghasba hat Potenzial!
Die Kunst der Fortbewegung
Kämpfe stehen eher nicht im Mittelpunkt und das ist auch gut so. Denn dem Movement merke ich den Early-Access-Zustand deutlich an. Schlagen, einen Pfeil abfeuern und ausweichen - auf mehr kommt es nicht an. Stehen die Gegner leicht erhöht, schwinge ich häufig auch schon mal in die Luft. Mir fehlt in den Kämpfen ein wenig das Feedback, dass ich gerade einen Treffer eingesteckt habe. Deswegen falle ich häufiger recht überraschend tot um.
Insgesamt bietet Towers of Aghasba etliche Möglichkeiten, die Spielwelt unsicher zu machen. Nachdem ich das Dorf auf der Hauptinsel errichtet habe, steht mir ein praktisches Reittier zur Verfügung. Auf Pfiff erscheint die Hasilope und bringt mich deutlich schneller von A nach B.
Quelle: Dreamlit
Angetan hat es mir jedoch das Klettern. Kein Berg ist dadurch nämlich zu hoch für mich. Ich muss zwischendurch nur kurze Pausen einlegen, um den Ausdauerbalken zu füllen und im Anschluss geht's weiter bergauf. Einige Questmarker fordern auch meine Kletterkünste heraus; nicht nur einmal bin ich aus der Puste gekommen und habe einen Abgang gemacht.
Ausdauer ist außerdem neben den verseuchten Gebieten der einzige Faktor, den ich ständig im Blick behalten muss. Essen, Trinken, Hitze oder Kälte spielen keine Rolle. In dieser Beziehung kann ich das Spiel getrost als Survival light bezeichnen.
Auch beim Gleiten mit dem Fallschirm nach der Kletterei braucht es ein Auge auf den Ausdauerbalken. Setzt die Erschöpfung in der Luft ein, stehen mir nämlich eine unsanfte Landung und der Respawn im nächsten Dorf bevor. In vielen Momenten erinnert mich das Spiel dabei an Enshrouded - einem weiteren Survival-Spiel im Early Access. Das Movement funktioniert dort nämlich sehr ähnlich.
Verbesserungsbedarf
Obwohl ich größtenteils viel Spaß beim Überleben habe, stoße ich doch immer wieder auf nervige Bugs und andere Schwierigkeiten. Schon im Tutorial soll ich für die Kriegerin Hoa beispielsweise Fische einfangen. Eine Angel besitze ich jedoch nicht und die Sicht unter die Wasseroberfläche ist äußerst eingeschränkt. Da bleibt nichts anderes übrig, als viel Geduld mitzubringen.
Die Not hat mich dabei erfinderisch werden lassen: Mit einer Art Fernglas habe ich zunächst einen Teich nach Lebewesen gescannt und die so angezeigten Fische im Anschluss mit Pfeilen aus meinem Bogen erledigt. Eine andere Quest oder eine Angel hätte ich dennoch vorgezogen.
Die hakelige Steuerung darf gerne ebenfalls noch optimiert werden. Sowohl beim Reiten als auch beim Klettern stellt mich die Spielwelt aufgrund ihrer hügeligen Umgebung und mancher Vorsprünge vor ziemliche Probleme.
Auf dem PC laden zudem Texturen hin und wieder recht spät und auch Ruckler schleichen sich ein. Auf der PS5 ist die Spielerfahrung insgesamt besser. Weniger wild sind manche nicht übersetzte Textzeilen, vereinzelt kommen englische Sätze in den Dialogen vor. Das passiert jedoch so selten, dass sich die kleinen Probleme verschmerzen lassen.
