Der Personal Trainer mag seine positiven Seiten haben, verschenkt aber an anderer Stelle zu viel Potenzial!
Mit fehlender Kritik falsch angegangen
UFC Personal Trainer
Doch auch wenn THQ hier die Lizenz von UFC nutzt und so manch einer sicherlich der Meinung ist, er könne nach ein paar Wochen mit dem Personal Trainer in den Ring steigen und Wladimir Klitschko in der ersten Runde KO schlagen, wird enttäuscht. Was letztendlich bleibt "nur" ein ordentliches Workout, welches Körper und Geist wieder fit macht. Die Kunst des Schlagabtausches oder gar der Verteidigung kann aber nicht wirklich vermittelt werden. Dazu fehlt bei den zahlreichen Übungen mit dem Punchball oder dem Sandsack einfach auch das physikalische Feedback und das Gefühl, wie die Muskeln darauf regieren würden.
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Andererseits, und das ist wesentlich gravierender, mangelt es an Präzision. Die drei Trainer labern durchaus etwas von genauem Stand, passender Balance auf den Beinen und korrekter Rumpfbewegung für den optimalen Schlag oder Tritt, doch ausgewertet wird eigentlich nur die letztendliche Bewegung nach vorne oder oben. So kann ein Schlag mit dem Ellbogen auch gut und gerne mit der Hand durchgeführt werden, beides wäre für die Software richtig. Ambitionierte Spieler schummeln nicht, ärgern sich letztendlich aber über nicht gewertete Wiederholungen. Gerade Kinect zeigte im Langzeittest eine Handvoll Übungen wie zum Beispiel Liegestützen auf, die einfach nicht genau detektiert und erkannt werden. Das kann ganz schön frustrierend sein! Aber auch Move hat, aufgrund der Tatsache dass der Controller nur per Beinschlaufe genutzt wird, so seine Schwierigkeiten.
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Ordentlich dagegen ist die klare Übersicht über die Auswahlmöglichkeiten, saubere Trennung zwischen den Trainingseinheiten und ein optisch sehr aufgeräumtes Menü. Die umfangreichen Statistiken, welche über Wochen Daten sammeln und euch somit ein allumfassendes Feedback über die Trainingsleistungen bieten, sind klar zu lesen und sorgen zusammen mit den sehr gut arrangierten Erfolgen für Xbox Live bzw. den Trophäen auf PSN für langanhaltende Motivation. Der Personal Trainer erstellt, aufgrund eines Belastungstests zu Beginn (kann jederzeit zur Anpassung wiederholt werden) auch ein passende Programm über 30 oder gar 60 Tage. Je nach Kategorie wird hier nahezu täglich, aber immer wieder mit wohlverdienten und für die Muskeln auch dringen nötigen Pausen, das Fett abgebaut, ein außerordentliches Kampftraining absolviert oder der Körper gestählt. Die Einheiten sind tatsächlich gut abgestimmt und mit der Zeit wird das Training auch immer härter und länger, so dass der Körper stets ordentlich gefordert ist. Darüber hinaus können bei allen drei Trainern gesondert Programme absolviert, oder gar eigene erstellt werden. Der Editor liefert euch die Grundübungen und ihr wählt die passenden zum Komplettpaket aus. Hier kann man sogar auf die Cool-Down-Phase verzichten, na warum dann nicht gleich so?
Darüber hinaus gibt es noch einige kurzweilige Aktivitäten am Sandsack, den Punchball oder mit einem schweren Reifen, die können aber nur kaum überzeugen. Auch den Mehrspielermodus werden wohl nur die wenigste wirklich nutzen, da er nur bedingt motiviert. Online können gar nur Herausforderungen verschickt werden, nicht gerade prickelnd, wenn man im Trainingskampf gegen Freund und Familie und Aussehen steht.
Nicht gerade ansprechend, das Fitnessstudio
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Neben einer trüben Optik, die mit einer nicht gerade sonderlich einladenden Farbpalette uns schon in eine regelrecht düstere Stimmung bringt, sorgt vor allem die Sounduntermalung für eine Atmosphäre, bei der man um dieses Fitness-Studio vorab schon einen riesigen Bogen machen würde. Hintergrundmusik ist entweder ein instrumental plärrendes Metalgeschrubbel oder eigenartige Jingels von 5-10 Sekunden in einer alsbald völlig nervenden Dauerschleife. Gerade im Bereich der Fitness-Spiele kommt es vor allem auch auf die Atmosphäre an, die weder die schäbig dunkel aussehenden virtuellen UFC Trainingshallen, noch die Sounduntermalung bieten kann. Auch - wie bereits angesprochen - die Trainer mögen mit ihren Monologen ziemlich einschläfernd wirken. Sie reagieren weder auf eure Leistungen, noch können sie sich überhaupt irgend etwas merken. Beständig, manchmal gar im Sekundentakt, trichtern sie uns ein, dass gezieltes Aufwärmen Muskelverletzungen vermeidet, oder wir nun langsam außer Atem kommen sollten. Beständig dieselben Kommentare, das dazu noch in Englisch mit einer viel zu schnell scrollenden Übersetzung. Übrigens unterscheiden sich die drei Gestalten optisch nur kaum, und vor allem nicht im Wortschatz - jeder liefert dieselben meist sinnlosen Weisheiten! Vor allem wissen sie immer zur falschen Zeit das falsche zu sagen. Es wirkt nicht gerade seriös, wenn man trotz verpatzter Übungen oder körperlicher Aufgabe noch gelobt wird. Insgesamt verliert der UFC Personal Trainer aufgrund dieser Tatsachen das meiste Potenzial, denn technisch und vom Training her bietet der Titel ein wahrlich gutes Workout.
