Uncharted: Drakes Schicksal im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Ein absolut erfrischendes Spielerlebnis welches in keiner PS3-Sammlung fehlen darf.

Detaillierte Dschungel-Welten

Uncharted: Drakes Schicksal Uncharted: Drakes Schicksal Drake ist hauptsächlich im Dschungel unterwegs und erkundet alte Forts, düstere Kloster und finstere Katakomben. Dennoch zeigt sich das Spiel in dieser Hinsicht sehr abwechslungsreich. Mit viel Liebe zum Detail wurden die einzelnen Areale erstellt. Vögel fliegen an uns vorbei, Blätter wehen im Wind, während wir uns an der phänomenalen Aussicht ergötzen. Obwohl die Vegetation nicht ganz mit Crysis mithalten kann, befindet sich die Technik auf aller höchstem Niveau. Durchgehend detaillierte Texturen machen zusammen mit den beeindruckenden dynamischen Lichteffekten eine ausgezeichnete Figur. Nie sah es so schön aus, eine dunkle Ruine mit der Taschenlampe auszuleuchten. Überhaupt dürfte euch die Kinnlade das eine oder andere mal herunterklappe. Wenn ein altes deutsches U-Boot plötzlich auf einer Klippe im Urwald auftaucht, ist so was einfach einer dieser besonderer Momente.

Uncharted: Drakes Schicksal Uncharted: Drakes Schicksal Hinzu kommen noch die herrlichen Wassereffekte, das zerbröckelnde Mauerwerk und die feinen Explosions- und Raucheffekte. Absolute Spitze sind die feinen Animationen, die gerade die Videosequenzen wie einen Hollywood-Film erscheinen lassen. Und wen es interessiert: Auch Drake wird, ähnlich wie Lara, nass. Also einfach mal ins Wasser springen und die kleinen Grafikspielereien beobachten. Naughty Dog hat die PS3 Hardware größtenteils im Griff, wozu auch die Ladezeiten zählen. Einmal geladen, könnt ihr theoretisch das ganze Spiel ohne eine einzige Wartepause absolvieren. Die Level gehen nahtlos in einander über. Auch Ruckler und Kantenflimmern kennt das Spiel weitestgehend nicht.

Uncharted: Drakes Schicksal Uncharted: Drakes Schicksal Dennoch ist Uncharted nicht frei von Fehlern. Am auffälligsten sind diverse Pop-Ups von Pflanzen und Co sowie äußerst nervige Texturnachlader. Ihr kommt also in einen neues Areal und müsst quälende Sekunden warten, bis die matschigen Texturen durch die detaillierte Tapete abgelöst werden. Dies wird euch über die ganze Spielzeit begleiten, mal mehr, mal weniger auffällig. An einer Stelle zeigte sich das Problem jedoch besonders auffällig. Gefühlte 10 Sekunden stehen wir nun vor dem Jet Ski und er ist immer noch ein Haufen Matsch. Dann sind die detaillierten Texturen endlich aufgebaut, wir drehen uns kurz weg und wieder müssen wir den matschigen Jet Ski ertragen. Sogar die einzelnen Schätze, die wir, nachdem sie eingesammelt wurden, in einer nahen 3D-Perspektive zu sehen bekommen, haben mit diesem Problem zu kämpfen. Da fühlt man sich an das kürzlich erschienene Mass Effect erinnert, das ähnliche Defizite aufwies. Dennoch ist Uncharted in dieser Hinsicht nicht ganz so auffällig. Vielleicht hätte Naughty Dog dann doch eine Installations-Option anbieten können, um das Streaming-Problem zu minimieren.

Uncharted: Drakes Schicksal Uncharted: Drakes Schicksal Ansonsten gibt es noch vereinzeltes Tearing zu beobachten, das erstens sehr selten ist und zweitens geschickt durch Unschärfe-Effekte kaschiert wird. Einige Clippingfehler, Drake läuft einfach so wie in Geist durch kniehohe Pflanzen, stören nur bedingt. Etwas unschöner ist da schon, dass die Kamera komplett aus der Levelstruktur geraten kann. Trotz alle dem bietet uns Uncharted eine Spitzengrafik, die sich mit anderen Grafik-Orgien problemlos messen kann. Zudem funktioniert auch die Steuerung bestens. Präzises Zielen ist ebenso möglich, wie die bereits erwähnten Sprungpassagen. Von der bewegungsintensiven Steuerung wird nur dezent Gebrauch gemacht, wie zum Beispiel beim Balancieren. Hier müsst ihr das Gamepad nach links und rechts schwenken, um das Gleichgewicht zu halten.

Uncharted: Drakes Schicksal Uncharted: Drakes Schicksal Ein weiteres Highlight ist die Soundkulisse. Der krachige Dolby Digital Sound mit seinen orchestralen Klängen, bei denen fast schon Indy erblassen würde, lässt perfekte Schatzsucher-Atmosphäre aufkommen. Die ständige Bedrohung wird von den dynamische inszenierten Klängen wie bei kaum einem anderen Spiel hervorgehoben. Ein Traum ist die Sprachausgabe, besser kann man es schlicht nicht machen. Ich kann mich kaum daran erinnern eine bessere deutsche Synchronisation in letzter Zeit gehört zu haben. Das kommt gerade den Videosequenzen zum Vorteil. Der Wortwitz und die ewigen Streitereien zwischen Drake und seiner Reporterfreundin sind fast schon unheimlich charmant. Eine 08/15 Synchro hätte da viel kaputt gemacht.

Meinung

Wertung zu Uncharted: Drakes Schicksal (PS3)

Wertung:

9.3 /10
Pro & Contra
Herrlich erzählte Schatzsucher-Storygrandiose und flüssige Optikgeschmeidige Animationenkaum Ladezeitengrößtenteils clever wirkende KIunkomplizierte SteuerungDeckungsfeatureabwechslungsreiches Gameplay durch Rätsel und Sprungeinlagentolle Fahrsequenz mit Geländewagenamüsante Videosequenzen mit sympathischen Protagonisten wirken wie ein guter Hollywood-Streifendezent ansteigender Schwierigkeitsgradfaire Checkpointsviele freischaltbare Extras motivieren zum erneuten Durchspielenmit ca. 8 Stunden nicht zu sehr kurzperfekte deutsche Sprachausgabemitreißender Soundtrack
Texturen werden sichtbar nachgeladenseltene KI-AussetzerDeckungsfeature manchmal fehlerhaftKämpfe werden schon mal zu hektischSchusswechsel können zur Routine werdenAction-Anteil überwiegt zu starkRätsel sehr leicht zu lösen und wenig innovativ
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