Fans freuen sich erneut über eine gute Mischung aus Erforschen, Rätseln, Klettern und Ballern.
Die PS Vita macht es möglich
Uncharted: Golden Abyss
Wenn man möchte, kann man Uncharted: Golden Abyss fast komplett mit den beiden Analog-Sticks und den Buttons spielen. Das führt dazu, dass das Spiel den PS3-Fassungen im Prinzip in nichts nachsteht. Aber auch hier muss man festhalten, dass die Zielerfassung weiterhin ziemlich wackelig ist, sogar noch etwas mehr als zuletzt bei Uncharted 3. Ansonsten haben die Entwickler an vielen Stellen optional die Features der PS Vita eingebaut. Die müssen meist nicht vewendet werden, wenn man nicht unbedingt will. So ist es zum Beispiel möglich, die Nahkämpfe auf dem Touchscreen durchzuführen. Dazu muss man den Feind antippen und eventuell auch mit dem Finger über den Bildschirm wischen. Granaten können ebenfalls ziemlich präzise mit dem Finger auf dem Display platziert werden.
Uncharted: Golden Abyss
Auch beim Klettern darf man entweder wie auf der Konsole agieren oder mit dem Finger die Route auf den Bildschirm zeichnen. So werden die ohnehin schon anspruchslosen Klettereien fast vollständig automatisiert. Weiterhin kann man Vorsprünge antippen und Drake setzt automatisch zum Sprung an. Das rückwertige Touchpad kann zum Hoch- und Runterklettern von Seilen verwendet werden, was aber nicht sonderlich intuitiv ist. Hier ist die klassische Variante wohl besser. Um aber mit einem Scharfschützengewehr zu zoomen, macht das hintere Touchpad schon mehr Sinn. Zwingend benötigt wird der vordere Touchscreen aber letztendlich doch. Rutscht Nathan ab, muss man zum Beispiel mit dem Finger an der richtigen Stelle nach oben wischen. Das gilt auch, um den Partner irgendwo hoch zu heben. Um den Weg mit der Machete frei zu schlagen, müssen ebenfalls einige Zickzack-Bewegungen durchgeführt werden, die aber nicht sonderlich schwer sind. Enttäuschend sind hingegen die wenigen Bossfights, die nur aus Quick-Time-Reactions am Touchscreen bestehen.
Quelle: Naughty Dog
Uncharted: Golden Abyss
Die Gyrosensoren werden verwendet, um zu balancieren oder die Richtung für den Absprung zu bestimmen. Die Rätsel in Uncharted: Golden Abyss machen hingegen fast durchgehend von den neuen Features der PS Vita Gebrauch. Und hier ist der Einsatz ziemlich sinnvoll. Man muss zum Beispiel Artefakte in 3D von Dreck frei rubbelen, was in ähnlicher Weise auch für das Abpausen von Mustern gilt. Hier wird fröhlich über den Bildschirm gewischt. An anderer Stelle setzt man Puzzles zusammen, in dem man die Teile mit dem Finger an die richtigen Stellen setzt. Auch Kombinationsschlösser werden via Touchscreen bedient. Besonders interessant ist ein Rätsel, bei dem man ein Pergament gegen helles Licht halten muss, damit man darauf etwas erkennt. Das wird durch die Kamera möglich. Da man aber eine gute Lichtquelle braucht, kann es vorkommen, das man unterwegs nicht weiter spielen kann, weil sich kein passendes Licht findet. Da dies aber nur ein Mal vorkommt, fasse ich das jetzt als nette Idee und nicht sehr negativ auf.
Viel zu entdecken
Uncharted: Golden Abyss
Erinnert ihr euch noch an die Kanufahrt? Die wird auch mit dem Touchscreen umgesetzt, da man die nötigen Bewegungen machen muss, damit gerudert wird. In einer anderen, rasanten Sequenz muss man mit dem Gyrosensor diversen Hindernissen ausweichen. Der Gyrosensor wird auch beim Snipern und Fotografieren verwendet, optional statt den Analogsticks. Und da sind wir schon beim Thema, Nathan wird an gewissen Stellen aufgefordert, Fotos zu schießen. Das ist eine nette Idee, oft aber auch etwas nervig, da man der Vorgabe genau entsprechen muss. Und manchmal findet man einfach nicht den richtigen Winkel und Zoom. Wenn es um Sammelaufgaben geht, dann ist Uncharted: Golden Abyss seinen Konsolenbrüdern weit vorraus. Neben den Fotos gibt es allerlei Artefakte und andere Dinge zu sammeln, während auch Symbole abgepaust werden müssen.
Will man wirklich alle Geheimnisse finden, ist wahrscheinlich eine Komplettlösung die beste Idee. Spielt man Uncharted: The Golden Abyss auf einem der vier Schwierigkeitsgrade durch, wird man rund 10 Stunden benötigen. Die Sucherei kostet aber weitere Zeit. Damit wollen die Entwickler vielleicht ausgleichen, dass es keinerlei Multiplayer-Modi gibt. Das Action-Adventure ist ein reines Singleplayer-Spiel. Und für die Trophäen musste man sich ebenfalls in keinem anderen Ableger derart anstrengen.
