So gut es sich anhören mag, dass man die Macht über sehr viele Bereiche im Spielverlauf hat, so kompliziert und auch langweilig kann das Ganze mit der Zeit auch werden. Man sollte sich vorher schon irgendwie absolut im Klaren sein auf was man sich einlässt, denn einfach mal so „nebenbei spielen“ ist bei „Victoria 2“ absolut fehl am Platz. Es braucht Zeit, Geduld und vor allem viel Sitzfleisch, will man sich über die erfolgreich über die vielen geschichtlichen Ereignisse erheben. Der Umfang und der Wiederspielwert können absolut überzeugen, wenn auch die Übersicht sehr schnell abhandenkommt. Der teilweise sehr träge Spielverlauf und die Menge an Texteinblendungen machen das Spiel durchaus für wahre Geschichts-Fans interessant. Wer auf ausgefeilte Kriegssimulationen, bekommt diese nicht serviert und sollte lieber zu einem anderen Titel greifen. Bei „Victoria 2“ stehen eindeutig Politik und Wirtschafft im Vordergrund. Auch das wissen über geschichtliche Gegebenheiten ist sehr von Vorteil, schließlich basieren die ins Spiel eingeflossenen Elemente alle auf wahren Begebenheiten. Fans dieses Genres bzw. dieser zugegeben etwas trockenen Kombination dürfen wieder uneingeschränkt zuschlagen, allen anderen Interessierten sei erst einmal ein Probespielchen empfohlen.